Einleitung.

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Wenn ich mit Jemanden schriftlich rede, oder ihm einen Brief schreibe; so wünsche ich, daß mich derselbe genau verstehe, d. h. daß er das Nämliche denke, was ich denke und ihm sagen will. Wie dies bewirkt werden könne, darüber gibt es einige wichtige Regeln, die theils den Inhalt, theils die Darstellung, theils die äußere Form betreffen. Wir sprechen zuerst vom Inhalte.

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I. Von» Inhalte der Briefe überhaupt.

1) Das erste Erforderniß ist dies, daß ich mir dessen klar bewußt bin, was ich einem Andern sagen will. Immer ist es irgend ein Hauptgegenstand, über den man schreibt; aber es werden daran allerlei Einzelnheiten zu unterscheiden sein, die man sich ebenfalls sämmtlich klar vorstellen muß. Wenn ich z. B. Wein kaufen will und deßhalb an einen guten Bekannten schreibe, daß er mir einen Verkäufer ausfindig mache; so ist nun der Wein­kauf die Hauptsache, über die ich zu ihm rede. Allein ich muß dabei doch noch Einiges erwägen, das der Bekannte zu wissen nöthig hat, wenn er meinen Wunsch erfüllen soll. Ich muß ihm nämlich sagen: ob ich alten oder neuen, weißen oder rothen Wein kaufen will; ob mir daran gelegen ist, einen haltbaren Wein zu bekommen, oder ob ich weniger darauf sehe, »veil ich vielleicht den-