38

2. Desgleichen.

Liebe, gute Eltern!

Ihr freuet Euch, wenn ich Etwas lerne und recht be­greife. Sehet nun, ich habe schon ein wenig schreiben gelernt. An Euch schreibe ich mein erstes Briefchen, um Euch damit eine kleine Freude zu machen. Denn nächst Gott habe ich Alles, was ich bin und kann, Eurer güti­gen Fürsorge und Euern weisen Belehrungen zu danken. Nehmet dieses Brieflein an als ein Zeichen der Dank­barkeit.

Eures Sohnes

Abraham Steger.

Bern, dcn 1. Herbstmonat 1862.

3. Bitte an den Batcr.

Lieber Vater!

Die große Güte, die Ihr mir von jeher erzeigt habt, läßt mich hoffen, daß ich auch diesmal keine Fehlbitte bei Euch thun werde.

Ich bedarf nämlich einiger Schulbücher, die jetzt neu eingeführt werden. Sie kosten acht Franken. Ich bitte Euch, mir diesen Betrag recht bald zu überschicken, damit ich mir dieselben anschaffen kann. Unser Herr Lehrer wünscht, daß jeder Schüler in acht Tagen schon die Bücher hade.

Ich werde mich ernstlich bemühen, aus den neuen Büchern viel Gutes zu lernen. Wenn ich nach Hanse komme, so will ich Euch zeigen, daß ich mein Versprechen redlich gehalten habe.

Herzlich grüßt Euch, die Mutter und Gewister Euer gehorsamer Sohn

Martin Kleiner.

Burgdors, den 5. Mai 1862.

4. Abraham schreibt seinen Großeltern den ersten Brief.

Brugg, den 2. Mai 1864.

Theure Großeltern!

Ich gehe gern in die L>chule; besonders habe ich große Freude am Schreiben. Schon lange dachte ich: ich will