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Zweite Beilage.

für die Aufrechthaltung des Jslam's sich thätig gezeigt: jedoch habe er die Religion seiner Väter nicht vergessen, welche die Gottheit der Erzeugung verehrten °). Der wachsende Bogen, das Symbol dieser Göttin, wurde zuerst von den syrischer Arabern in die Baukunst eingcführt> und er findet sich bei allen Gebäuden, welche unter den ommakjadischen Chalifcn errichtet wurden. Die Figur des geheiligten Bogens soll bei dem schwarzen Stein an der Thüre der Caaba gezeichnet seyn, und von den Pilgern^ die jährlich Mccca besuchen, andäch­tig geküßt werden. Die abbasidischen Ehalifen aber verschmäh­ten in ihren Gebäuden die von den Ommaijadcn aufgebrachte Bogenform, und führten dafür eine andere ein, welche dem Segmente einer Ellipse unter dem queren Durchmesser genom­men, gleicht. Die maurischen Könige von Granada nahmen bei der Errichtung der Alhamra einen ähnlichen Bogen an.

Während der Regierung der Ommaijadcn findet man nur den Bogen von der Hufciscnform bei arabischen Gebäu­den in Spanien. Es kommen zwar einige wenige Bögen vor, die scharf (spitz), wie die gothischen sind, aber diese sind wahrscheinlich aus der später» Zeit des Verfalls der mauri­schen Baukunst. Die Säulen, obwohl schlank und leicht, er­mangeln keineswegs der Schönheit, und machen auf das er­staunte Auge einen angenehmen Eindruck. Sic sind gewöhn­lich in Gruppen von zwei,, drei oder mebrern beisammen, und endigen sich in verschiedenen Capitälcrn. Von diesen Capitälern erheben sich die Bogen/ welche von einer Jnter- columm'ation zur andern gehn; über dem ersten Bogey erhebt sich ein zweiter, der beträchtlich näher ist. Die Structur und Position von diesen Bögen und Säulen, welche einen so her­vorstechenden Charakter bilden in der Architektur der Araber, ist im größten Maaß in der berühmten Moschee von Cordova zu finden.

Wie die ersten arabischen Eroberer in Syrien gethan hatten, so thciltcn die spanischen Araber die Kirchen mit den Christen: so wurde auch in Cordova die Hauptkirchc, die des

") ttorvclot Lid. III. c. 8.