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DAS ACCORDION.
VORWORT.
Die allgemeine Beliebtheit dieses,in neuerer Zeit erfundenen Jnstrumentes , so wie der gänzliche Mangel einer vollständigen Anleitung" dasselbe spielen zuler= nen, gab die Veranlassung - zur Herausgabe gegenwärtiger Anleitung . Es sind in derselben alle bis jetzt gebräuchlichen, kleinere und grössere ACCORDIONSund .
ihre verschiedene Behandlungsweise angegeben ._Der innere Mechanissmus, d.
h. die Töne, welche durch den Zugund Druck hervorgebracht werden,ist nicht bei einem wie bei dem andern Accordion gleich vertheilt. Es gibt z.B. Accordion welche durch den ersten Zu$ den*iefsten Ton ihrer Scala her vorbringen,bei ei = nem anderen Jnstrument hingegen wird derselbe Ton durch den Druck hervorgebracht . Darum ist es durchaus nothwendig dass der Schüler die' Eigenthümliclt keit seines Jnstrumentes genau kenne, und vor allem wisse : welche Töne auf den Zug. , und welche auf den Druck zum Vorschein kommen . Hat er sich dies voll - kommen eigen gemacht, so wird er in kurzer Zeit die gewünschten Fortschritte machen .
EINLEITUNG
A.) VON DER BESCHAFFENHEIT UND DEN VERSCHIEDE, NEN GATTUNGEN DES ACCORDION.
Die Verschiedenheit des ACCOKUION besteht darin, dass dem Jnstrumente mehr oder weniger Tasten ( CLAVESJ beigefügt sind, wodurch es an Umfang der Töne gewinnt oder verliert . _l Es gibt deren, welche 6, 8 ,10,15 ., 2(> und noch mehr Tasten enthalten . Jede Taste gibt 2 verschiedene Töne, nähmlich: ei= nen Ton durch den Zuge, indem man das Jnstrument auseinander zieht, _ den An= dem durch den Druck, indem man es zusammen schiebt.
Ein ACCORDION mit 6 Tasten gibt also 12 ,mit 8 Tasten 16 , mit 10 Ta = sten 20 Töne., u. s . f__
Jedem dieser einzelnen Töne ist ein besonderer Accord unterlegt ,welcherals Begleitung dient • jedoch, nach Belieben, durch eine an der Seite befindlichen
D.et C.N?5 574 .
