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Gän Gag

I. 1468 verstorbene Erfinder der Buchdruckerkunst, Johannes G., vulgo Guttenberg. Sorgen loch war ein bei Mainz gelegenes Dorf, Gänsefleisch ein daselbst befindlicher Hof. Dahl sagt in der allgemeinen Encyclopädie von Ersch und Gruber, Th. 14. S. 228: In Mainz blühte seit dem 14. Jahrh. eine adliche Patrizierfamilie, welche den Namen Gänß fleisch, auch zum Gänßfleisch führte und sich in mehrere Linien theilte. Eine davon führte den Beinamen Gu­ben b erg (Gutenberg, ad bonum montem), aus welcher der Erfin­der der Buchdruckerkunst, Hanne Gans fleisch v. Sulgel och (Sorgenloch), genannt Gud inberg, abstammte. Das Geschlecht führte im Schild einen Pilger. fHumbracht, Tab. 290. Gauhe I. 450. v. H.)

4 Günsel (in Schw. eine auffliegende silb. Gans), altes salz- burger Geschlecht, Erbauöfergen zu Laufen, erloschen 1530. sO. S.)

Gärdtel, in Ostpreußen seßhaft. Wappen? sv. Ledebur I. 245. III. 257.) Einerlei mit Gerdtel.

1. 4 Gärnstein, tiroler Uradel, dessen Stammhaus G. ober­halb Seben lag. Regimbert v. G. ist um 1250 als der Lezte dieses älteren Stammes gestorben, sv. Mayerhofen.) Schild mit Eisenhütlein, darüber ein Balken.

2. 4 Gärnstein- Durch Erbheurath der einzigen Tochter des Regimbert v. G. (1.) ist das Schloß G. an die v. Voitsperg gekommen, welche den Namen G. annahmen, aber 1373 mit Hein­rich v. G. ebenfalls erloschen sind. sv. Mayerhofen, Mös.)

Gärthner, eine frhrl. Familie in Oberösterreich, die wahr­scheinlich aus Nürnberg stammt (?). sv. Hoheneck, Beschreibung von Oberösterrcich I. 694. II. 14. Gauhe II. 327 u. f. v. H.)

Gärtler v. Mumenfeld. Der Senior des Stadtraths u. Stadt­richter zu Olmütz, G., wurde im I. 1758 mit v. B. geadelt. sM. v. M. 188. v. H.)

Gärtlgruber- Mayer. Der ö st er r. Oberst im Geniestab, Albert G., wurde 1853 geadelt mit Anhängung des Familiennamens seiner Mutter Mayer. sOesterr. Milit. Schemat. von 1853.)

1. 4 Gärtner, ein nürnberger Nathsgeschlecht, kommt noch 1508 vor. Schild: In S. auf schw. Dreiberg eiu geflochtener Zaun, aus dem eine rothe Staude hervorwächst. sO. S.)

2. Gärtner, Johann Thomas, kais. Kriegssekretär, und sein Bruder Joh. Michael wurden um's I. 1699 in den Neichsritter- stand mit Edler v. erhoben. sR. T. A. R.)

3. Gärtner. Karl Wilhelm G., ein Sohn des k. poln. und kursächs. Oberkommissärs der balt. Meerhäsen, wurde als Neichs- Hosrath 1749 geadelt, dd. Wien 8. November 1750 mitEdler von" in den Reichsritterstand erhoben und hierauf in die fränk. Reichsritterschaft ausgenommen. Er starb 1760 und hinterließ drei Söhne. Der älteste, Karl Friedrich, Reichshofrath, wurde 1771 in den Neichsfreiherrnstand erhoben, starb 1778 und hinterließ zwei Söhne, den österr. Appellationsgerichtspräsidenten und den kais. Hosrath. Der zweite Sohn des Karl Wilhelm, August Gottlieb, wurde am 21. April 1792 Freiherr, starb 1807 in Dresden als Konsistorialpräfident und hinterließ fünf Söhne, unter welchen Gustav Wilhelm preuß. Oberlandesgerichtspräsident in Naumburg 1852 war. Der dritte Sohn des Karl Wilhelm, Heinrich Ferdinand Edler v. G., war Regierungsdirektor in Sachsen, 4 1707 und hinterließ einen Sohn, der preuß. Major war. C. A. W. Frhr. v. G. erhielt die Erlaubniß, sich G. v. Griebow zu schreiben.

sv. Zedlitz. Hyrtl 1850. M. v. M., Erg. 58. 142. Taschenb. der frhrl. Häuser 1853 u. 1860. v. Ledebur I. 246. v. Hefner, preuß. Adel S- 43. T. 53; sächs. Adel S. 10. T. 9. - Sachs. Wappenb. III. 18. VI. 31. 32.)

4. Gärtner, Franz, fürstlich neuwied'scher geh. Rath und Kanzler, erhielt von K. Franz II. 1806 den Adel. Sein Vater war Bernhard August G., Hess. kass. geh. Rath und Regierungs- Präsident zu Marburg, sv. Ledebur I. 246. III. 257.)

5. Gärtner v. Kaumgarten. Der österr. Rittmeister Johann Franz G. wurde 1771 mit obigem Beinamen geadelt.

sM. v. M-, Erg. 293. v. H.)

6. Gärtner v. Liniensturm. Der österr. Oberlieut. Anton G. wurde im I. 1817 mit dem gedachten Beinamen geadelt.

sM. v. M. 188. v. H.)

7. Gärtner v. Nosenheim. Der pens. österr. Oberstwachtmeister G. wurde im I. 1792 mit v. R. geadelt.

sM. v. M. 188. - v. H.)

4 Gärtringen, schwäb. Uradel, dessen Stammhaus G. im O. A. Herrenberg liegt. Das Geschlecht blühte zwischen 1140 und 1559. Nach dem Erlöschen fielen die nicht unbedeutenden Güter an Württemberg, das Stammhaus Gärtringen aber gedieh an verschiedene Eigenthümer, bis solches zulezt 1640 Joh. Heinrich v. Hiller, württ. Oberhofgerichtsrath, ankaufte, dessen Familie 1703 von K. Leopold I. die Erlaubniß erhielt, sich Hiller v. G. zu schreiben. sGriesiuger 434. Mone II. 356 ff. Crusius in Annal. III. 331 ff. Bürgermeister, vom schwäb. Reichsadel 619. Gauhe I. 451. Siebmacher I. 120. v. Hefner, 7 schwäb. Adel S. II. - v. H.)

Gärtringen, s. Hiller v. G.

Gärh, Ignaz Ferdinand, kurköln. Rath, wurde 1742 in den Adelstand erhoben. sR. T. A. N.) Ist daselbst Gartzen ge­schrieben; die Familie blühte noch um 1790. S. auch Gertzgen.

4 Gäffel, bayer. Geschlecht; führte im Schild einen Schräg- Balken mit drei Aepseln oder Mohuköpfen belegt. sO. S.)

Gäßter v. Klaham, erhielten 1620 einen Wappenbrief und 1799 ein etzdorfsches Adelsdiplom, welches 1805 von Bayern aner­kannt wurde, sv. Hefner, bayer. Adel S. 78. T. 89.)

Gassenko, Andreas und Basilius, sind 1788 in die Adels­matrikel der Bukowina eingetragen worden. sPoczet Szlachty.)

Gaffer v. Fetdenreich. Der österr. Hauptmann Joh. Michael G. wurde im I. 1752 mit obigem Beinamen geadelt. sM. v. M., Erg. 293. v. H.)

Gaffron, Gaveron, gehörten zu den ältesten adl. Geschlechtern Schlesiens und scheinen nicht aus Polen zu stammen, wie Einige angeben. Im I. 1358 kommen die v. G. schon vor und theilten sich später in mehrere Aeste. Herr v. G. auf Kümmern wurde am 15. Okt. 1840 in den preuß. Freiherrnstand erhoben.

sv. Zedlitz. Dvrst, Wappenb. von Schlesien u. allgem. Wappenbuch II. 256. Dipl. Jährb. für den preuß. Staat 1841. Äbth. 2. S. 64. v. Ledebur I. 242. III. 256. Frhrl. Taschenb. v. 1855. v. Hefner, preuß. Adel S- 43. Taf. 53. Okolski, orb. Polon. II. 156. 548. Sinap I. 376 ff. II. 633 ff. Gauhe I. 451 u. f. Siebm. I. 52. v. Meding III. 241. Däu. Wappenbuch. v. H.)

4 Gagenhardsdorf, altbayer. Geschlecht. Hietepolt de Ga- genhartisdorf erscheint 1120 in Briefen des Klosters St. Ni­kolaus. Nach ihm noch 12 Andere dieses Geschlechts. sM. B. IV. 222. V. 306 ff.)

1. Gagern, gehören Pommern und insbesondere Rügen an. Der erste G., Prive Gawern, erscheint 1322 zu Thor-