Einleitung.
^Zn langer Stille lagen sie begraben Die Töne einer sangesfreud'gen Brust.
Was wechselnd mir die flücht'gen Stunden gaben,
Nur meinem Herzen war es still bewußt;
Kein Wiederhall von gleichgesinnter Saite Scholl aus der Nähe mir, noch aus der Weite.
Da kehrt der Mai in freudig grünen Prangen Und durch die Zweige zieht manch Helles Lied;
Wie so die muntern Töne weithin klangen,
Ist in der Brust die Sehnsucht mir erglüht:
Den Waldessängern gleich mich zu ergießen,
Daß fernhin meines Liedes Töne grüßen.
ES blüh't ein Kranz, wohl wundersam verschlungen, In farb'ger Blumen ewig neuem Duft;
Der hat die Welt mit seinem Glanz durchdrungen,
Und weithin strebt er in die blaue Luft.
Da senkt er sich, dort dringt er zu den Höhen,
Wo leise Winde kosend um ihn wehen.
Ach, macht' er diese Lieder hold umwinden,
AlS Weilchen nur, demüthig stiller Art!
Dann würden sie die theure Heimath finden,

