Einleitung für solche Schullehrer, die bisher wenig oder gar nichts von der Raumlehre kannten.

^as vorliegende Buch, lieben Lehrek, sol! Euch mit ei­nem Gegenstände bekannt machen, der dem Menschen überall so nahe liegt, der aber bisher von unsern Volks­schule n weit entfernt war, mit der Raumlehre oder derMesskunst; gewöhnlich Geometrie genannt.

Der Weg, den wir eingeschlagen haben, um zu die­sem Gegenstände zu gelangen und uns seiner zu bemei- stern, ist nicht so gar rauh und uneben; hin und wieder trefft Ihr sicher darauf auch bekannte Sachen, die Euch aber in einem neuen Licht erscheinen und deshalb dop­pelt lieb sein werden. Jeder Weg hat indess seine Be­schwerden, und jede Wanderung desselben erfordert Zeit, Lust und Kraft; und selten erlangt der Mensch etwas Rechtes ohne Mühe und Anstrengung; erwartet also auch auf unserm Wege keine Ernte ohne Aussaat, keine Frucht ohne Arbeit! Damit Ihr aber im Voraus ungefähr erfahret, wodurch und wvhi n unser Weg geht, so will ich Euch so durch ein Fernrohr die Gegenden über- blikken lassen, zu denen wir kommen, wenn wir den Weg ernstlich wandeln. Stärkt dazu Eure Äugen, indem Ihr in ein anderes Feld sehet, was Euch bekannt ist, in das der Zahlen!

Weil es außerordentlich viele gleichartige Dinge gibt, so müssen wir diese, um sie aufzufassen, zählen. Der Mensch kann viele tausend Mal tausend Pflanzen, Thiere, Sandkörner u. s. w. zählen. Man kann ab zäh-