len und zu zählen, nach Gesetzen die Zahlen vermehren und vermindern, vervielfältigen und theilen. Ja, der Rechenmeister bringt unbekannte Zahlen aus bekannten heraus ; der Sternforscher berechnet unsre Jahre, und den Lauf der Gestirne eben so richtig und oft richtiger, als der Staatsbeamte die Einkünfte eines ganzen großen Reiches. Ueberall, im Leben und in der Schöpfung, tritt uns etwas Zahlbares entgegen; die Pulsschlage sind die Lebensuhren bei Menschen und Thieren, die Jahre die Uhrenschlage unserer Erde, und wird ein Kind geboren, so muss es sein zu einer Zeit, und stirbt es, so geschieht es zu einer Zeit; und Alles, was in einer Zeit geschieht, wird mit Zahlen bezeichnet. Der Aermste zahlt und der Reichste. Könige und Bettler berechnen, jene vielleicht d:e Tausende vonKricgsvölkern, die zu ihrem Befehl stehen, diese die Pfennige, die sie am vorigen Tage erbettelt haben, und beide nähren dabei Fnrcht und Hoffnung.
Allein so allgemein die Zahl verbreitet ist, und so häufig, als sie auch vorkommt, der Rau m steht ihr picht nach. Wer der Geschaffnen wäre wohl, der sich in keinem Raum befände? — Gehe auf das Meer, verbirg dich in den Tiefen der Erde, erklettere die höchsten Gipfel der Berge, fahre in einem Luftballe zwischen den Wolken umher, schließe dich kn dein einsames Kämmerlein, du bist und lebst kn einem Raume. Und Alles, was du an dir hast, es bedarf des Raumes, selbst das Sandkorn, womit der Wind spielt, und das Thierchcn, das du nicht mit deinen Augen erkennest, es bedarf des Raumes; und wo es selbst lebt und ist, da kann kein andres Wesen sein. Wie das Kleine, so das Große! Unsere Erde und jeder andre Weltkörper hat seinen Raum und seine Ausdehnung, und wo er ist, da kann nicht zu gleicher Zeit ein andrer sein, und jeder Körper füllt einen Raum aus. Je ausgedehnter der Raum ist, den ein Körper ansfüllt, desto größer ist er, und desto mehr

