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Seile an einen Strich, von dem man ganz sicher weiß, dass er gerade ist, und sieht nun zu, ob das Lineal an allen Stellen gleich anstößt; oder man hält die Kante desselben auf eine Flache, von der man sicher weiß, dass sie ganz glatt ist, z. V. auf einen Spiegel, und sicht zu, ob die Kante überall einen Strich auf der Flache berührt. Oder man halt 2 Lineale mit ihren Kanten genau an einander gegen das Licht, und sieht, ob man durchschauen kann.
§. 114. Langen maaße. (Erklärung.) Die Maaße, welche man gewöhnlich bei sich hat, sind Da umbre ite, Fingerlange, Handlange, Spanne, ein Fuß, ein Schritt,*) eine Armlange (eine Elle), eine Menschenlange, eine Klafter (von den Fingerspitzen der einen Hand bis zu den Fingerspitzen der andern Hand). Im Preußischen giebt.es, wie in andern Landern, künstliche Maaße. Die Preußische Ruthe (doppelte Klafter) enthalt 12 Fuß, der Fuß 12 Zoll (Lange eines Fingerglicdes oder starke Daumbreite), und der Zoll enthalt 12 Stri che oder Linien. Die preußische Elle enthalt 25^ Zoll, ist also langer, als 2 Fuß sind, und die preußische Meile macht 2000 Ruthen aus. Zum Messen kurzer Langen hat man Maaß stabe, für ausgedehntere Richtungen Messketten **) und Mess-
") Der Schritt dient im gemeinen Leben sehr häufig zum Messen. Will man diese Mcssart vervollkommnen, so bindet man sich einen Faden zwischen die Füße, welcher bewürkt, dass alle Schritte gleich werden. Um das Nachzählen nicht ndthig zu haben, kann man sich eines Schrittzäh lers, eines kleinen Uhrwerkes, bedienen, der wie eine Taschenuhr eingestckkt und durch einen, an einen Haken geknüpften, Faden, der über das Knie weggeht, in Bewegung gesetzt wird, so dass jede Kniebeugung sich, vermittelst des Fadens, dem Schrittzähler mittheilt.
") Kleinere Räume, in Gärten, Hofen und Häusern, misst man auch wohl mit Messstangen; allein bei größer» Richtungen sind

