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die Erde anzubaueu, und öfter zu kochen, als ehe- mahls. In Nordamerika, wo außer den cingebornen Wilden, welche Heiden sind, den allenthalben zerstreuten Juden und den armen Negersklaven, als Anhängern des Fctischmus, die übrigen meistens Christen sind, befinden sich auch mehrere Bischümer, wie zu Boston, Baltlmor, Ouebeck. In Südamerika, zu Mexiko, Peru, Chili, Brasilien ist die christliche Religion überall verbreitet.
In -er im Jahre iFsz entdeckten Inselwelt, Australien, bekennen sich die Bewohner derselben zum Götzendienste , welche sie in Figuren abbilden, an gewissen geheiligten Plätzen durch Gebetbe, Opfer u. s. w. verehren. Der Glaube an die Fortdauer der Seele nach dem Tode scheinet ziemlich allgemein zu seyn, ja es scheinet aus den manchcrley Gebräuchen auf ihren Marals oder Begräbnißplätzcn zu erhellen, daß sie die unsichtbare Anwesenheit der Abgeschiedenen auf demselben voraussetzen. Übrigens ist es schwer, theils wegen Unkunde der Sprache, theils weil die meisten selbss nur sehr verworrene Vorstellungen davon haben, hinter ihre Religionsmeinungen zu kommen. Die christliche Mission auf Otaheiti hatte keinen Erfolg, doch bekennen sich die meisten dortigen Ansiedler zur christlichen Religion.
r. Bcthe zu Gott um Erleuchtung aller Nichtchriste» zur Erkcnntniß des Evangeliums.
r. Verkünde Andersdenkenden deine Ueberzeugung mehr mit edlen Handlungen, als mit Worten.
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Zustand der Verbreitung des Chrisienthums inEuropa.
Von wahrscheinlich 160 Millionen Europäern bekennt sich der größte Theil zur christlichen Religion,
