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der Menschheit beruhigen. Aber, wann dann
meine, vom Allgemeinen abgekehrtcn Blicke sich
auf das Einzelne heften, und zahllose Schaaren
von Unglücklichen wahrnehmcn, welche der mächtige
Stoß jener großen in eine schnelle Bewegung gesetz¬
ten Maschinen aus ihrer Lage gerückt, gequetscht,
verstümmelt und zerschmettert hat; wenn sie dort
lind anderswo, um und um, nichts sehen, als
Mühe und Arbeit unter der Sonne, Thränen
der Unterdrückten, Gram der gepreßten Herzen,
Elend und Leiden, in welchen unzählige Menschen
ihr Leben wegquälcn — dann kann ich meine Au¬
gen nicht mehr wegwendcn; Zähren des Mitlci-
dens zittern darin, mein Inneres wird aufgeregt,
und eine auftnunternde Stimme erschallt in meiner
Seele: Laß dich von dem Gefühl deiner Schwach¬
heit nicht abhallen, wenigstens ein Schärfgen zur
Erleichterung des Elends deiner leidenden Brüder
und Schwestern beyzutragen. Kannst du den
stillen Hügelweg nicht abtragen, der sich den Trit¬
ten des Wallers entgegcnbaumt, so räume doch die
losen Steine weg, an denen sich der Matte stößt.