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G. Lasse mich, Nettchen, ich habe Geschäfte.
Was denn? (Und schon siuhnd sie neben ihm
indem sie so sprach.)
G. Lasse mich, liebes Nettchen, heute Hab' ich viel,
recht viel zu thun.
A. Darf ich nicht wissen was, guter Gottfried?
(6. Ja doch! dort oben, ganz oben auf dem Hügel
Hab' ich ein allerliebstes Apfelbäumchen; das Hab' ich
selbst gefunden, und den Stab, an welchen es sich
lehnt, Hab' ich selbst dazu gesteckt.
rA. Ein Apfelbäumchen! Wie weißt du, daß es
ein Apfelbäumchen ist.
G. Mein Vater hat es mir gesagt, als ich es ihm
angezeigt habe; noch mehr, er hat es mir geschenkt.
Dir geschenkt?
G. Ja, und nun eile ich hinauf, seiner zu pflegen.
O ich Hab' genau.acht gegeben, wie der Gärtner
der jungen Bäumchen wartet. Siehst du, mit dieser
Hacke will ich den Boden rings um sein Stämmchen
herum aufhacken, und die aufgerißnen Erdschollen
ordentlich, mit unterwärts gerichtetem Rasen, hin-
legen; dann kn dieses Körbchen dürres Laub sammeln,
und damit die Wurzeln des lieben Bäumchens vor der
Sonnenhitze verwahren.
N- O laß mich mitkommen, lieber Gottfried! ich
will dir helfen die Rasenklösse ordnen, und viel viel
Laub sammeln.