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get euer Herz nicht daran." So schleunig als mög¬
lich setzte ich meine Reise fort. Zu Bergün erhielt
ich von dem bekannten Wirth ein Schreiben an sei¬
nen Freund zu Chur, welchem er die Gemse zuge¬
sandt hatte, dahin begab ich mich geradenwegs.
Er empfieng mich mit vielen glatten Worten, aber
seine Redlichkeit war nicht so groß wie seine Höflich¬
keit, denn unter allerley Vorwand gab er mir für
Stück Gemse nicht mehr als 20 Thaler.