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IV.
A r z n e y m i t t e l l e h r e.
») Ueberhaupt.
^^enn der Arzt die Krankheiten derThiere aus ihren
Zeichen kennen gelernt hat, so gehet nun sein Bestre-
ben dahin, die Natur wieder auf den rechten Weg zu
leiten, oder die Krankheiten zu heilen.
Dieses Hauptgeschäft des Thierarztes , die Hei«
lung der Krankheiten, geschiehst durch Mittel; daher
entstehen zwey Hauptabtheilungen der angewandten
Thierarzneykunde: i) di« Kenntniß der Arzneymittel,
oder die medicinischt Materie, und r) die Anwendung
dieser Mittel auf die kranken Thiere, oder die Clinik.
- > > . Da die einfachen Arzneymittel im rohen Zu-
stand nicht immer so gebraucht werden können«
sondern mehr oder weniger einige Zubereitung erfor¬
dern , auch öfters nothwendig ist, das mehrere Mittel,
ohne das eins des andern Wirkung stört, miteinander
verbunden werden, so zerfällt die medicinische Materie
wieder in zwey Theile: i) in die Naturgeschichte der einsa«