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KenArzeneyen, und r) in ihre Zusammensetzung, Pba»-
macie, oder Apothekerkunst. . . . Kennt man die Arz-
neymittel hinlänglich, und weiß sie zu verschreiben, zu
bereiten und zu mischen, so muß man sie nur ,-uch auf
den kranken Körper anzuwenden wissen. Die Krank¬
heiten theilen sich von selbst in zwei) Klasse!,: i) in
äußere, wo nähmlich dis Arznspen mU der Hand,
oder mit Werkzeugen an den leidenden Ort unmittel¬
bar gebracht werden können; und 2) innere, wenn sie
durch die Wege der Verdauung in die Blutmasse ge¬
bracht werden, um daselbst eine Veränderung zum Hei!
des Kranken hcrvorzubringen, oder, wenn sie bestimmt
sind, schädliche Materien aus dem Körper auszuführeii.
Mit den äußeren Krankheiten beschäftigt sich der
Wundarzt, und mit den inneren der Arzt; in der Aus¬
übung der Thierorzneyku'.idr sind aber hevd« miteinan¬
der,verbunden. Die innere Arzneykunde leidet auch
noch zwey Unterabtheilungen, denn es gibt heftige, ge¬
schwinde Krankheiten , die sich in kurzer Zeit endigen
(NarLi sauti), und langwierige oder langsame (Nord;
olirsnici).
K) Von den Arzneymittel insgemein,
Wollen wir uns einer wissenschaftlichen Erkennt-
piß von den Wirkungen der Arzneyen rühmen» so
müssen wir zuvor «ine vollkommene Erkenntniß von
der N°atur der Arzncykörper nach allen, und beson¬
ders nach ihren chemischen Verhältnissen besitzen. Hier
fkiid wir zwar durch die jetzigen Fortschritte der Chemie
am weitesten vorgerückt, aber doch noch nicht am Ziele.
Wir kennen die nähern und entfernter» Bestandtheile,
und besonders das quantitative Verhältniß vieler, fast