Telemann-Sammlung

Georg Philipp Telemann (1681-1767) war von 1712 bis 1721 städtischer Musikdirektor in Frankfurt am Main. Er komponierte in diesen Jahren Kirchenkantaten, die zeitnah in den Frankfurter Hauptkirchen zur Aufführung kamen. Auch nach seinem Weggang nach Hamburg sandte Telemann Kantaten nach Frankfurt, um seine Bürgerrechte zu wahren.
Insgesamt sind rund 12 komplette Kirchenkantatenjahrgänge, einige Kommunionkantaten und auch eine kleine Anzahl weltlicher Werke erhalten. Die Telemann-Sammlung enthält die in der Universitätsbibliothek Frankfurt überlieferten Kantaten Georg Philipp Telemanns und die seiner Nachfolger bis 1792.

Die Nachfolger Johann Christoph Bodinus (1690 - 1727), Johann Balthasar König (1691 - 1758), Johann Christoph Fischer (1717 - 1769), Johann Conrad Seibert (1711 - 1792) sowie Vizekapellmeister Heinrich Valentin Beck (1698 - 1758) führten neben eigenen Werken und Werken anderer Barock-Komponisten die Telemannschen Kantaten regelmäßig bis ca. 1780 auf. Über das Archiv des Allgemeinen Almosenkastens und das Stadtarchiv gelangte die Sammlung in die Stadtbibliothek Frankfurt (heute: Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg). Sie umfasst rund 830 Werke von Telemann und 150 Werke seiner Nachfolger bzw. anonyme Werke des 18. Jh.

Die Digitalisierung und Erschließung der Kantaten-Handschriften wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert (2018 - 2020). Die Texte der Kantaten werden übertragen und in moderner Umschrift angeboten.

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