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Bibliographic Metadata

Title
Ms. Ff. Mus. 782 - Cantata / di Melante
Undissociated Title
Augenweide, Fleischeslust
ComposerTelemann, Georg Philipp
OtherKönig, Johann Balthasar ; Bodinus, Johann Christoph
Published[Frankfurt am Main] : [Verlag nicht ermittelbar], [zwischen 1700 und 1799]
Description1 Partitur (3 Blätter), 6 Stimmen
Annotation
Score: 3f., Autograph: 1750-1799 (18.2d), 5 parts: 1, 1, 1, 2, 2f. - B 1, vl (2x), vlc, org, Abschrift: 1700-1749 (18.1d); 20,5 (21,5) x 33,5 (35,5) cm, Schreiber: Bodinus, Johann Christoph <1690-1727>, part: 1f. - B 2, Abschrift: 1700-1749 (18.1d), Schreiber: Copyist. - Besetzung: B (2), vl, vlc, org. - Sonstige Namen: König, Johann Balthasar <1691-1758> [ermittelt]. - Bemerkungen: Streicher in e. - Text in der Partitur teilweise von König geschrieben (Quelle: RISM)
Augenweide, Fleischeslust
LanguageGerman
Keywords
URL
Electronic Edition
Frankfurt am Main : Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, 2019
URNurn:nbn:de:hebis:30:2-342044 
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Reference
Classification
Description

[TEI]

Der Text ist der Partitur entnommen
TVWV 1:110
1. Duetto (Bassi)
Augenweide Fleisches Lust und ein Hoffarth volles Wesen,
hat bißhero meine Brust sich zum Labsahl auserlesen.
Aber Sanfftmuth, Lieb und Huld,
sampt der Demuth und Gedult
sind mir stets verhaßt gewesen.
Da capo
2. Recitativo (Basso)
Armseelger Mensch, was machest du?
Ach dencke doch zurücke.
Erkenn und fliehe Satans Stricke,
die Mörder deiner ewgen Ruh.
Erzittre, denn der Höllen Rachen,
steht schon eröffnet da.
Gott droht, aus dir ein Adama zu machen
und richtet dich vielleicht wie dort Zeboim zu.
Armseelger Mensch, was machest du.
3. Aria (Basso)
Sünder wirff dich Gott zu Fuße.
Heut ist noch die Gnaden Zeit.
Er beut dir die Hand selbst an,
greiff nur zu und halt dich dran.
Sprich in wahrer Reu und Buße:
Ach vergieb was ich gethan,
denn es ist mir hertzlich leid.
Da capo
4. Recitativo (Basso)
Wie zweiffelst du daran,
daß Gott die Sünden dir erlaßen kann?
Du weißt ja, daß er selber spricht:
So wahr ich lebe, ich will den Todt des Sünders nicht.
Und daß er dich des Zweiffels überhebe,
so stellt er dir sein eingebohrnes Kind,
den Heyland Jesum Christ zum Gnaden Stuhle für,
durch welchen du vom Fluch erlöset bist,
Weil er der gantzen Welt verübter Mißethat
am Creutzes Stamm gebüßet hat.
Zu diesem flieh erfüllt mit Geist und Glauben.
So wird kein Teuffel dich aus seinen Händen rauben.
5. Duetto (Bassi)
Liebster Jesu, hilff mir Armen.
Nimm dich meiner aus Erbarmen
gnädig an.
Ach du wollst zu guten Wercken
künfftig meine Schwachheit stärcken.
Daß ich dir für und für
wohlgefällig dienen kan.
Da capo