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Bibliographic Metadata

Title
Ms. Ff. Mus. 964 - Das Fest der Himmelfahrt Christi : 1724 / [Georg Philipp Telemann]
Undissociated Title
Erhebt euch, weil Christus gen Himmel gefahren
ComposerTelemann, Georg Philipp
OtherKönig, Johann Balthasar ; Fischer, Johann Christoph
Published[Frankfurt am Main], [circa 1724]
Description1 Partitur (8 Blätter), 14 Stimmen
Annotation
Score: 8f., Autograph: 1724 (1724c), Schreiber: Fischer, Johann Christoph <1717-1769> [ermittelt], 14 parts: 1, 1, 1, 1, 1, 1, 1, 1, 1, 2, 2, 1, 1, 1f. - S, S rip, A, T, B, vl 1, 2, vla, vlc, org (2x), ob 1, 2, calcedon, Abschrift: 1724; different sizes, Schreiber: König, Johann Balthasar. - Besetzung: S, A, T, B, vl (2), vla, vlc, ob (2), org, calcedon. - Aufführungen: 1724 Hamburg. - Bemerkungen: Schlußchoral in Partitur von einem Schreiber. - org in C und B|b (Quelle: RISM)
Erhebt euch
Erhebt euch, weil Christus gen Himmel gefahren
LanguageGerman
Keywords
URL
Electronic Edition
Frankfurt am Main : Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, 2019
URNurn:nbn:de:hebis:30:2-346247 
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Reference
IIIF
Classification
Description

[TEI]

Der Text ist der Partitur entnommen
TVWV 1:457
1. Aria (Canto)
Erhebt euch, weil Christus [Jesus] gen Himmel gefahren,
erhebt euch ihr Christen, und folget ihm nach!
Denn schwingen des Glaubens hochsteigende Flügel,
sich über des Himmels gestirneten Hügel,
so feyern wir würdig den herrlichen Tag.
Da capo
2. Recitativo (Tenore)
Wir müssen, sonder Streit,
ein Hertz von Felsen führen,
im Fall wir Jesu Auferstehn
mit träger Gleichmut angesehn;
noch mehr, wofern uns nicht
Glaub und Verwundrung rühren,
da nun auch selbst die Himmelfahrt
uns seiner Gottheit Glanz
vollkommen offenbahrt.
Weit über alles das,
was nur genennt mag werden,
Gewalt und Macht und Fürstenthum,
ist er, des Höchsten Sohn,
erhöht mit Preis und Ruhm;
und wir, wir kleben noch am
Staube dieser Erden?
Nein, allzu edle Christen, nein!
Geht unser Haupt zum Himmel ein,
so müssen auch alda des Hauptes Glieder seyn.
Lasst nicht Vernunft und Zweifel sprechen:
Wer kann, wie Jesus that,
durch Luft und Wolken brechen?
Ihr nichtger Einwurf ist zu schwach.
Der Heyland schwingt nicht nur für
sich die Sieges-Fahne;
sein Lehren zeigt auch uns die Bahne,
die sein Verdienst uns brach;
drum auf und folgt ihm nach!
3. Aria (Canto)
Tauf und Glaube sind die Leitern
drauf man zu dem Himmel geht.
Wohl uns, wenn wir die verbinden
weil wir so ein Leben finden,
das in Fried und Ruh besteht.
Aber den wird Gott zerscheitern,
der sie freventlich verschmäht.
Da capo
4. Recitativo (Basso)
Der Taufe sind wir theilhaft worden,
und unsre Sele durch das Bad
in den geweyhten Christen-Orden,
und Gott mit uns, in Bindniß trat.
Den Glauben kann sein Wort vermehren,
das aller Welt gepredigt wird,
im Fall der Mensch den süßen Lehren
nicht boshaft wiederstrebt,
und nicht aus Fürsatz irrt.
Sein Wort, das durch viel Wunder-Zeichen,
vor denen die Vernunft muß weichen,
trotz allem Wiederspruch,
trotz aller Wut und List, bekräftigt ist.
5. Recitativo (Canto)
So lasst uns denn die Mittel brauchen,
die uns der Heyland selber giebt,
um, wenn es ihm dereinst beliebt,
daß dieses Lebens-Licht vergehn soll und verrauchen,
in jenes Lebens ewgen Schein,
erfüllt mit aller Lust,
entfernt von aller Pein,
bey ihm zu seyn.
Lasst uns, was irdisch heißt, verachten,
und nur auf Jesu Thron
zur Rechten Gottes sehn,
um dadurch mit Gebet und Flehn,
nach dem, was droben ist, zu trachten;
denn das ist rechter Christen Art;
das, das ist unsre Himmelfahrt.
6. Duetto (Tenore, Basso)
In die Höhe zum Himmel,
ihr himmlische Hertzen,
verlasset den Staub
der verächtlichen Welt!
Hier sind wir nicht Bürger,
Nein! sondern nur Gäste,
dort hat uns der Heyland
die schönste, die beste
die ewiglich bleibende Wohnung bestellt.
Begierden und Sehnsucht, Verlangen und Hoffen,
erhebt euch gen Himmel,
der Himmel steht offen,
nachdem der Erlöser die Himmelfahrt hält.
Da capo
7. Aria/ Choral
Hinauf, mein Hertz, mit Freuden,
dort oben ist gut seyn,
geh durch Gefahr und Leiden,
nur immer Himmel ein.
Laß andre nach dem Triebe
der Erden Kinder gehn,
ich lebe, wo ich liebe,
so leb und sterb ich schön.