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Bibliographic Metadata

Title
Ms. Ff. Mus. 987 - XV. post Trinit. / [Georg Philipp Telemann]
Undissociated Title
Es ist ein großer Gewinn
ComposerTelemann, Georg Philipp
LibrettistNeumeister, Erdmann
OtherSeibert, Johann Conrad
Published[Frankfurt am Main], [circa 1720]
Description1 Partitur (6 Blätter), 14 Stimmen
Annotation
Score: 6f., Autograph: 1720 (1720c), 12 parts: 1, 1, 1, 1, 1, 1, 1, 1, 1, 2, 1, 1f. - S, A (in soprano clef), T, B, vl 1, 2, vla, vlc, org (2x), ob 1 and 2, calcedon, Abschrift: 1720 (1720c); 21 (22) x 34 (35) cm, Schreiber: Seibert, Johann Conrad <1711-1792>, 2 parts: 1, 1f. - ob 1 and 2, calcedon, Abschrift: 1720 (1720c), Schreiber: Copyist. - Besetzung: S, A, T, B, vl (2), vla, vlc, ob (2), org, calcedon. - Aufführungen: 1720 Frankfurt am Main. - Bemerkungen: org in b und a. - Text: Erdmann Neumeister (Quelle: RISM)
Kantatenjahrgang: Erster Concerten-Jahrgang 1716/17;1720, Dichtung: Erdmann Neumeister
Es ist ein großer Gewinn
LanguageGerman
Keywords
URL
Electronic Edition
Frankfurt am Main : Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, 2019
URNurn:nbn:de:hebis:30:2-346262 
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Reference
Classification
Description

[TEI]

Der Text ist der Partitur entnommen
TVWV 1:502
1. Dictum
Es ist ein großer Gewinn,
wer gottseelig ist
und lässet ihm begnügen.
2. Aria (Soprano)
Ich bin vergnügt an meinem Stande.
Wohl dem, der also mit mir spricht,
bin ich der Größte nicht im Lande,
so bin ich auch der Kleinste nicht.
Es mögen andre sich nur beissen,
die eitler Ehre geitzig sind.
Wie könnt ich iemahls größer heißen,
als daß ich heiße Gottes Kind.
3. Recitativo (Basso)
Nimm alles das, wornach man nur auf Erden
die Herrlichkeit des Menschen mißt;
Nichts herrlichers kan doch ersonnen werden,
als wie die Kindschaft Gottes ist.
Zwar, was wir sind erscheint nicht auf der Welt,
die Offenbahrung bleibt bis dahin ausgestellt,
da wir zu Gott gelangen,
das Erbtheil ewig zu empfangen.
Wer das in Hoffnung hat,
wer das am Ende kriegt,
der sagt: Ich bin vergnügt.
4. Aria (Alto)
Ich bin vergnügt an meinen Mitteln,
denn Gottes Huld bereichert mich.
Viel prangen wohl mit großen Titteln gemein,
die noch weit ärmer sind, als ich.
Und schreibt der andern ihr Vermögen
sich gleich zu Tonnen Goldes an,
so hab ich dennoch Gottes Seegen,
den ich zum Reichthum stzen kan.
5. Recitativo (Basso)
Nicht der ist reich, der viel und alles hat,
und hatt doch niemahls satt.
Nur der ist reich, der nur genug kan haben.
Ich habe dann genug an Gottes Gaben,
an welchen alles liegt.
dSo bin ich reich, und bin vergnügt.
6. Aria (Basso)
Ich bin vergnügt an meinem Tische,
weil ihn mein lieber Vater deckt,
daß Speis und Tranck den Leib erfrische
so ist nichts, daß mir besser schmeckt.
Der reiche Mann mag herrlich leben.
Ich will nichts mehr als täglich Brodt.
Das wird mir Gott gewißlich geben.
Und hab ich dis, so hats nicht Noth.
7. Aria (Tenore)
Ich bin vergnügt in allen Dingen,
ihr Sorgen nehmet mich nicht ein.
Ich will mit allen Kummerschlingen,
am Hertzen unverworren seyn.
Ich weiß, Gott schickt nur alle Morgen,
was er zu meinem Besten fügt,
drum laß ich ihn in allem sorgen,
und sage noch: Ich bin vergnügt!
8. Choral
1. Nicht so traurig nicht so sehr,
meine Seele sey betrübt,
daß dir Gott Glück, Guth und Ehr
nicht so viel wie andern giebt.
Nimm verlieb mit deinem Gott,
hast du Gott, so hats nicht noth.
2. Wüsste, der im Himmel lebt,
daß dies wäre nütz und guth,
wonach so begierig strebt
dein verblendet Fleisch und Blut,
würde seine Frömmigkeit,
dich nicht laßen unerfreut.