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Bibliographic Metadata

Title
Ms. Ff. Mus. 966 - Cantata am 1sten PfingstTag : a C. A. T. B., doi violini e continuo / di Telemann
Undissociated Title
Erkenntliche Christen, frohlocket und lachet
ComposerTelemann, Georg Philipp
OtherKönig, Johann Balthasar ; Beck, Heinrich Valentin ; Bodinus, Johann Christoph
Published[Frankfurt am Main], [circa 1724]
Description1 Partitur (5 Blätter), 13 Stimmen
Annotation
Score: 5f., Manuscript copy: 1724 (1724c), Schreiber: Beck, Heinrich Valentin <1698-1758> [Ascertained], 11 parts - S, A, T, B, vl 1, 2, vlc, bc, ob 1, 2, calcedon, Umfang Stimmenmaterial: 2, 1, 1, 2, 2, 2, 2, 2, 1, 1, 2f., Manuscript copy: 1724 (1724c); 20,5 (21,5) x 34 (35,5) cm, Bodinus, Johann Christoph, 2 parts - vla, org, Umfang, Stimmenmaterial: 1, 2f., Manuscript copy: 1724 (1724c), König, Johann Balthasar. - Besetzung: S, A, T, B, vl (2), vla, vlc, ob (2), org, calcedon. - Bemerkungen: bc in G. - Bemerkungen zu den Aufführungen: Performance date: 1724 Hamburg (Quelle: RISM)
Erkenntliche Christen, frohlocket und lachet
LanguageGerman
Keywords
URL
Electronic Edition
Frankfurt am Main : Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, 2019
URNurn:nbn:de:hebis:30:2-371571 
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Reference
IIIF
Classification
Description

[TEI]

Der Text ist den Stimmen entnommen.
TVWV 1:465
1. Aria (Soprano)
Erkenntliche Christen frohlocket und lachet,
dieweil uns der Himmel ein Freudenfest machet!
doch sey auch der Freude die Andacht bewußt.
Laßt heute die Tempel mit Bluhmen bestreuen
und füllet sie an mit wohlriechenden Mayen,
mit singender Anmut und spielender Lust,
mehr aber mit einem geheiligtem Triebe
der göttlichen Liebe
die seelige Brust.
Da capo
2. Recitativo (Basso)
Die Schaar der Jünger war beysammen,
da kam der Geist auff sie herab,
der seine Gegenwart
durch Zungen gleiche Flammen,
an ihnen zu erkennen gab.
Ach mögte doch auch unsern Seelen
kein Merckmahl seiner Ankunfft fehlen!
Der Vater und sein ewger Sohn
erwählen solch ein Hertz zum Thron,
in welchem Lieb und Treu
zu unserm Heylandt wohnet.
Weil nun der gleichfals ewge Geist,
mit beyden eines Wesens heist,
so ist es offenbahr,
bey wem auch dieser thronet.
Soll demnach unsre Brust,
von aller Boßheit rein,
des reinen Geistes Wohnung seyn,
so lasst uns Jesum brünstig lieben.
Der aber liebt ihn recht,
wer ihn am höchsten schätzt,
und, von der Sehnsucht angetrieben,
auch denckend sich an ihm ergetzt.
Doch oft betriegen uns die schmeichelnde Gedancken
durch ihre tödtlich=süsse List,
selbst auserhalb der Tugendschrancken,
mit einem falschen Schein der Liebe,
die nicht ist.
Auff denn, und laßt uns an den Wercken
den ungefärbten Trieb
der wahren Liebe mercken!
Denn darum macht sein eigner Mund
uns dieses sichre Zeichen kund.
3. Aria (alto)
Es muß, wer Jesum liebet,
wenn Jesus Regeln giebet,
ihm auch gehorsam seyn.
Von Sünden sich bekehren
und gläubig Gott verehren,
kömmt damit überein.
Da capo
4. Recitativo (Tenore)
Wohl uns, wenn wir es sind,
und folglich auch die Gaben,
des Geistes in uns haben;
denn seine Würckungen
sind unermeßlich groß.
Gesetzt, daß wir in Trübsal leben,
daß wir in Sünden Angst,
daß wir im Todte schweben,
von eignem Troste leer,
von frembder Hülffe bloß:
er wird uns Trost und Hülffe geben:
er ist der Heiligste nach seiner Eigenschaft;
er ists auch nach der Würckungs Krafft,
wenn wir durch seinen Trieb es wagen,
der Heyligung des Lebens nach zu jagen;
er ists, der uns gelehret hat,
daß wir der Gottheit gnädgen Raht
von unsrer ewgen Wohlfahrt wissen,
anstatt wir von Natur,
so im Verstande blind,
als Grund verderbt im Willen sind;
und ob uns Noth und Todt
die Denckens Krafft entreissen,
steht doch nicht seine Regung still,
die uns daran erinnern will;
er ists, durch welchen gläubge Hertzen,
mit einer göttlichen zufriednen Ruhe schertzen;
und o glückseliges Gemüth,
in welchem dieser Friede blüht!
es hoffet sonder Furcht,
es duldet sonder Schrecken,
es tritt ein Unglück, das ihm droht,
es tritt auch endlich selbst den Todt,
der sonst die meiste Furcht erwecken,
der sonst am meisten schrecken kann,
mit unerschrocknem Freuden an.
5. Aria (Soprano, Basso)
Komm, heiliger Geist
und erfülle die Hertzen
mit Liebe, mit Friede,
mit Freude, mit Scherzen
so lobt dich unser Jubel-Ton.
Wir loben, wir preißen, wir ehren dich alle,
nebst Vater und Sohne mit iauchzendem Schalle,
du gleicher Gott auff einem Throne
der grosen Dreyeinigkeit dritte Person.
Da capo
6. Choral
Du heiliges Licht, edler Hort,
laß uns leuchten des Lebens Wort
und lehr uns Gott recht erkennen,
von Hertzen Vater ihn nennen!
O Herr, behüt für frembder Lehr,
daß wir nicht Meister suchen mehr;
denn Jesum Christ mit rechtem Glauben,
und ihm aus gantzer Macht vertrauen,
Halleluja, Halleluja.