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[TEI]
Der Text ist den Stimmen entnommen.
TVWV 1:572
1. Dictum (Tenore)Fürchtet euch nicht für denen, die den Leib tödten und die Seele nicht mögen tödten. Fürchtet euch aber viel mehr für dem, der Leib und Seele verderben mag in die Hölle. 2. Aria (Basso)Leyden ist der Christen Frucht, ob euch alle Welt verflucht, wenn ihr Gott von Hertzen sucht, so darff euch kein Feind nicht schaden. Habt ihr sonst was außzustehn, wills euch nicht nach Wünschen gehn, nur das Creuze kann erhöhn und bringt/setzt euch bey Gott in Gnaden. Da capo 3. ChoralWenn es gieng nach deß Fleisches Muth in Gunst und gesund mit grosem Guth, würd ihr gar bald erkalten, darum schickt Gott die Trübsahl her, damit daß Fleisch gezüchtiget werd, zur ewgen Freudt erhalten. 4. Recitativo (Basso)Wenn selbst die klugen Heyden den Todt mit Freuden angesehn, wie sollte es bey Christen nicht geschen, die der Versicherung sich freun, daß Ihnen wird der Himmel seyn? Der Himmel? Ach! Wer dieß bedenckt was der vor Seeligkeit den Auserwehlten schenckt, der wird mit brünstigen Verlangen, gleich dort zu seyn, umfangen. 5. ChoralIn dulci jubilo, nun singet und seid froh, unsers Hertzens Wonne liegt in presepio und leuchtet als die Sonne, matris in gremio, Alpha es et O, Alpha es et O. 6. Aria (Basso)Flügel her lasset mich scheiden! Daß ich in Salems erleuchteten Stadt, welche die Schätze der Herlichkeit hat, meine zufriedene Seele kann weyden. Da capo 7. Dictum (Tenore, Tutti)Ich habe Lust abzuscheiden und bey Christo zu seyn. Denn Christus ist mein Leben und Sterben mein Gewinn. 8. Recitativo (Basso)Doch da der Todt den Cörper noch nicht mag zur Ruhe tragen, so schick ich bey gesunden Tagen mich auf den Sterbe-Tag. und will, bey süßen Grab-Gedancken, in Jesu Lieb erkrancken, umb von dem Sünden-Wesen, das, biß man mich begräbt an meinem Fleische klebt, allmählig zu genesen. Du aber, Herr, der alles Gute schafft und mir das Wollen giebt. gieb zum Vollbringen Krafft, daß, wenn mein Stündlein einst vorhanden ist, ich dich umfange, wo du bist. 9. ChoralWenn mein Stündlein vorhanden ist und ich soll fahr‘n mein Straßen, so gleit du mich, Herr Jesu Christ! mit Hülff mich nicht verlasse, mein Seel an meinem letzen End befehl ich Herr in deine Händ, du wirst sie wohl bewahren. |
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| | Reference | Ms. Ff. Mus. 1021 - Exaudi / [Georg Philipp Telemann]. [Frankfurt am Main], [circa 1725]. Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, UB Frankfurt am Main: Ms. Ff. Mus. 1021, https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hebis:30:2-373856 / Public Domain Mark 1.0 |
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