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Bibliographic Metadata

Title
Ms. Ff. Mus. 1083 - Am 1 post Epiphan. / [Georg Philipp Telemann]
Undissociated Title
Gottesfurcht, der Weisheit Quelle
ComposerTelemann, Georg Philipp
LibrettistBehrndt, Gottfried
OtherKönig, Johann Balthasar [Sonstige] ; Seibert, Johann Conrad [Sonstige]
Published[Frankfurt am Main], [circa 1770]
Description1 Partitur (5 Blätter), 14 Stimmen
Annotation
14 parts - S, S rip, A, T, B, vl 1, 2, vla, vlc, org (2x), ob 1 and fl, ob 2, calcedon - 1, 1, 1, 1, 1, 1, 1, 1, 1, 1, 2, 1, 1, 1f., Manuscript copy; 21 (22) x 34,5 (35) cm, Schreiber: König, Johann Balthasar <1691-1758> [Ascertained], score (incpl): 5f., Manuscript copy: 1770; 21 (22) x 34,5 (35) cm, Schreiber: Seibert, Johann Conrad <1711-1792>. - Besetzung: S, A, T, B, vl (2), vla, vlc, fl, ob (2), org, calcedon. - Bemerkungen: org in a und g. - Textdichter: Behrndt, Gottfried <1693-1743> [Ascertained] (Quelle: RISM)
Kantatenjahrgang: Stolbergischer Jahrgang/ Behrndt-Jahrgang 1736/37, Textdichter: Gottfried Behrndt
Gottesfurcht, der Weisheit Quelle
LanguageGerman
Keywords
URL
Electronic Edition
Frankfurt am Main : Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, 2019
URNurn:nbn:de:hebis:30:2-374658 
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Reference
IIIF IIIF Manifest
Classification
Description

[TEI]

TVWV 1:639
1. Chorus (Tutti)
Gottesfurcht, der Weißheit Quelle,
bleibt ein unschätzbarer Schatz.
2. Recitativo (Tenore)
Doch, welche Jugend mercket drauf,
bey diesen Grund verderbten Sitten?
Ihr roher Lebens-Lauf
ist ja so weit ins Satans-Garn geschritten,
daß sie die Boßheit Mutter nennt.
Offt hört man sie, wie jener Knaben Rotten,
den redlichen Elisa spotten,
biß sie in ihr Verderben rennt.
Sie mag die abgedroschne Lehren
von Gottesfurcht nicht sonder Eckel hören.
Indessen schützt die Wahrheit diesen Satz:
3. Chorus (Tutti)
Gottesfurcht, der Weißheit Quelle,
bleibt ein unschätzbarer Schatz.
4. Recitativo (Basso)
Legt Gottes Vatter-Treu,
durch frommer Eltern fleißigs Bitten,
denselben ihren Kindern bey,
so sind sie beyderseits geborgen.
In Trübsal, Armuth, Sorgen,
zeigt sich die Würckung schon.
Die Eltern selbst genießen auch hievon
der guten Zucht erwünschte Früchte;
ihr treuer Rath behält stets das Gewichte;
es bleiben Zuversicht, Gehorsam, Liebe,
der Kinder reine Triebe;
und dann ist noch ihr allergröster Lohn
der Himmel für die Hölle.
5. Aria (Tenore)
Gottesfurcht, der Weißheit Quelle,
bleibt ein unschätzbarer Schatz.
Mache, liebe Jugend,
dieser höchsten Tugend
lebenslang im Hertzen Platz,
Jesus selbst ist dein Geselle.
Da capo
6. Aria (Tutti)
Dein Lebe lang habe Gott vor Augen und im Hertzen,
und hüte dich, daß du in keine Sünde willigest,
und thust wieder Gottes Geboth.
7. Recitativo (Alto)
Darum, ihr zarten Jugend-Pflantzen,
bewahret Hertze, Mund und Ohr,
wolt ihr euch wohl verschantzen,
und macht sie nicht zu einem offnen Thor,
darein der Laster-Schwarm
mit hellen Haufen dringet.
Dann aber müßt ihr solche
nicht verriegeln und verstopfen,
wenn Gottes Gnaden-Licht
und heilge Regungen zum Guten,
offtwieder Willen und Vermuthen,
die Finsternissen bricht,
und Jesu Liebes-Kräffte sich bemühen,
in ihnen einzuziehen.
8. Choral
Herr! deine Rechte und Geboth,
darnach wir sollen leben,
wollst du mir, o getreuer Gott!
ins Hertze selber geben;
daß ich zum Guten willig sey
und ohne Falsch und Heucheley,
was du befiehlst, vollbringe.
9. Recitativo (Canto)
Ach! wenn diß heute noch gelünge!
ach! diente doch die schöne Lection,
wornach der zarte Menschen Sohn
von Gottes Lehrern dort im Tempel
begierig fragt, sie lernt und übt,
zu einem seeligen Exempel!
worzu es auch die Schrifft zu lesen gibt,
daß zarten Hertzen diß zu Hertzen drünge!
auf Weißheit, auf! ermahne, singe!
10. Aria (Alto)
Den treuen Schöpfer treu zu lieben,
den Eltern unterthan zu seyn,
ist Kindern schon ins Hertz geschrieben.
Dieselbe erndten Seegen ein,
die diß Gesetz erfüllen.
Drum Kinder, zeiget Lust und Willen,
den treuen Schöpfer treu zu lieben,
den Eltern unterthan zu seyn.
11. Dictum (Basso)
Wer den Herrn fürchtet, der ehret auch den Vatter,
und dienet seinen Eltern und hält sie für seine Herren.
Ehre Vatter und Mutter mit der That
mit Worten und Gedult,
auf daß ihr Seegen über dich komme.
12. Recitativo (Canto)
Ist dieses nicht ein köstlicher Gewinn,
ein Hoffnungs Wort für viele Fälle?
Drum komme diß doch keinem aus dem Sinn:
13. Chorus (Tutti)
Gottesfurcht, der Weißheit Quelle,
bleibt ein unschätzbarer Schatz.
Terms of Use
LicencePublic Domain Mark 1.0
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ReferenceMs. Ff. Mus. 1083 - Am 1 post Epiphan. / [Georg Philipp Telemann]. [Frankfurt am Main], [circa 1770]. Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, UB Frankfurt am Main: Ms. Ff. Mus. 1083 https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hebis:30:2-374658 / Public Domain Mark 1.0