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Bibliographic Metadata

Title
Ms. Ff. Mus. 1093 - Dom: XVII. post Trinit: Haltet vest an der demuth pp : C: A: T: B:, violino primo, violino secondo, oboa primo, oboa secondo, viola, violoncello et organo / del Sign: Telemann
Undissociated Title
Haltet fest an der Demut
ComposerTelemann, Georg Philipp
LibrettistSimonis, Gottfried
OtherKönig, Johann Balthasar ; Beck, Heinrich Valentin ; Bodinus, Johann Christoph ; Fischer, Johann Christoph
Published[Frankfurt am Main], [zwischen 1717 und 1729]
Description2 Partituren (4 Blätter, 6 Blätter), 26 Stimmen
Annotation
1 score: 4f., Manuscript copy, Schreiber: König, Johann Balthasar <1691-1758> [Ascertained], Bemerkungen zum Material: Partitur ist teilweise auf f.16 eines zur Oper "Pimpione" gehörigen Bogens notiert, vergleiche D F Ms.Ff.Mus. 1584, score: 6f., Manuscript copy: 1717-1729 (1717c-1729), Schreiber: Beck, Heinrich Valentin <1698-1758>, 9 parts - S, A, T, B, vl or ob 1, 2, vla, vlne, cemb - 1, 1, 1, 1, 1, 1, 1, 2, 2f., Manuscript copy: 1717-1729 (1717c-1729); 21 x 34 cm, Schreiber: Beck, Heinrich Valentin <1698-1758>, 3 parts - ob 1, 2, org, Manuscript copy, Schreiber: Fischer, Johann Christoph <1717-1769> [Ascertained], 9 parts - S, A, T, B, vl 1, 2, vla, vlc, calcedon, Manuscript copy: 1717-1729 (1717c-1729); 23 x 37 cm, Schreiber: Bodinus, Johann Christoph <1690-1727>, 4 parts - S rip, vl 1, org, ob 1 and 2, Manuscript copy, Schreiber: König, Johann Balthasar <1691-1758>, part - org, Manuscript copy, Schreiber: Copyist. - Besetzung: S, A, T, B, vl (2), vla, vlc, ob (2), org, calcedon. - Bemerkungen: 1. Stimmensatz: cemb in G-Dur, 2. Stimmensatz: org in A- und G-Dur. - Der Choral wird auf die Melodie von "O Gott du frommer Gott" gesungen. - Bemerkungen zu den Aufführungen: Performance date: 1717 Frankfurt am Main. - Weitere Signatur: Ms.Ff.Mus. 1557. - Originaler Titel: Dom: XVII. post Trinit: | Haltet vest an der demuth pp | C: A: T: B: | Violino Primo. | Violino Secondo. | Oboa Primo. | Oboa Secondo. | Viola. | Violoncello. | et | Organo. | Del Sign: Telemann. - Textdichter: Simonis, Gottfried <18.sc> [Ascertained] (Quelle: RISM)
Kantatenjahrgang: Zweiter Concerten-Jahrgang 1720/21;1717, Textdichter: Gottfried Simonis
Haltet fest an der Demut
LanguageGerman
Keywords
URL
Electronic Edition
Frankfurt am Main : Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, 2019
URNurn:nbn:de:hebis:30:2-374782 
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Reference
Classification
Description

[TEI]

Der Text ist den Stimmen entnommen.
TVWV 1:716
1. Dictum (Tutti)
Haltet fest an der Demuth,
denn Gott wiederstehet den Hoffärtigen.
Aber den Demüthigen giebet er Gnade.
So demüthiget euch nun unter die gewaltige Hand Gottes,
daß er euch erhöhe zu seiner Zeit.
2. Recitativo (Tenore)
Mein Gott ist aller Stoltzen Feind;
bin ich des Hochmuths Freund,
alt auf Betrug und List,
so kan mich Gott unmöglich lieben;
drum will ich Demut üben.
3. Aria (Basso)
Hoffart ist ein teuflisch Laster
und steht Christen gar nicht an.
Welcher Gottes Freund will bleiben,
muß der Demuth sich verschreiben,
sonst verfehlet er die Bahn,
die zum Leben führen kan.
Da capo
4. Recitativo (Canto)
Was ist denn auch der Mensch,
daß er vor Hochmuth sich verstellt?
Er ist ja nichts, als Erde von der Erden,
und muß so bald es Gott gefällt,
zur Erde wieder werden;
so lang er lebt,
ist er ein eitler Rath;
und wenn er todt,
so freßen ihn die Würmer und die Schlangen.
Ach! darauf darff er wohl nicht prangen.
Und macht er sich mit seinen Gütern breit,
so sind sie nicht sein eigen.
Es kan sich in dem Augenblick
leicht der Verlust derselben zeigen.
Denn Schönheit, Ehre, Glück
sind nur ein bloßer Schein,
und Raub der Eitelkeit!
Hat man sie heut,
wer weiß denn,
wo sie morgen seyn,
so gehts mit allen Dingen!
die doch die Menschen offt
gantz aus sich selber bringen.
5. Aria (Alto)
Ich will gerne schlecht und klein,
niedrig und verachtet seyn,
bin ich nur bey Gott in Gnaden.
Ach! wenn ich so glücklich bin,
werff ich alles andre hin,
denn es bringet lauter Schaden.
Da capo
6. Recitativo (Tenore)
Wird man gleich von der Welt verlacht,
wofern man nicht mit macht,
was schadet diß?
Bin ich des Höchsten Huld gewiß,
so mag sie immer lachen
ich will mir wenig Sorgen drüber machen;
gnug, daß das Ende mich,
ob sie mich gleich verhöhnt,
mit desto größrer Ehre krönt.
7. Choral
Die Welt kan ihre Lust
nicht hoch genug erheben,
sie dürffte wohl noch gar
dafür den Himmel geben.
Ich trage Christi Schmach,
so lang es ihm gefällt,
wenn mich mein Heyland ehrt,
was frag ich nach der Welt.