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Bibliographic Metadata

Title
Ms. Ff. Mus. 1163 - Dom. 10. post Trin. / [Georg Philipp Telemann]
Undissociated Title
Ich muss auf den Bergen weinen
ComposerTelemann, Georg Philipp
OtherBeck, Heinrich Valentin [Sonstige]
Published[Frankfurt am Main], [circa 1723]
Description1 Partitur (6 Blätter)
Annotation
Score: 6f., Manuscript copy: 1723 (1723c); 21,5 x 35 cm, Schreiber: Beck, Heinrich Valentin <1698-1758> [Ascertained]. - Besetzung: S, A, T, B, vl (2), vla, vlc, fl, org. - Bemerkungen zu den Aufführungen: Performance date: 1723 Hamburg (Quelle: RISM)
Ich muss auf dem Berge weinen
Ich muss auf den Bergen weinen
LanguageGerman
Keywords
URL
Electronic Edition
Frankfurt am Main : Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, 2020
URNurn:nbn:de:hebis:30:2-379163 
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Reference
IIIF IIIF Manifest
Classification
Description

[TEI]

Der Text ist den Stimmen entnommen.
TVWV 1:851
1. Dictum
Ich muß auf dem Berge weinen und heulen und bey den Hürden in der Wüste klagen.
Ach! Wie liegt die Stad so wüste, die zuvor voll Volckes war.
Schaut der Länder Königtum,
die durch Schwerd, Glut, Blut und Mord
nun zu einer Schafin wird,
fällt in Angst und Graus dahin.
Dieses Faulbett‘ aller Lüste
Wird nun eine Todten-Baar.
Ach! Ach! Wie liegt die Stadt so wüste,
die zuvor voll Volckes war.
Da capo
2. Recitativo (Tenore)
Jerusalem, der Wollust stoltzer Sitz, wo aller Güter Ueberfluß,
wo Salomonis Pracht und Witz auf güldnen Löwen schön gethronet,
wird durch die Drachen itzt bewohnet.
Die Stadt, wo selbst der Herr sein Feuer und sein Heerd,
und Lust zu wohnen hatte, hat sein gerechter Grimm verzehrt;
die Stäte, wo sein heiliger Altar, sein Gnaden-Stuhl, sein Tempel war,
wird durch den Kobold itzt besudelt und erschreckt,
dem Zwang und blinder Aberglaube den Weyrauch angesteckt;
das vor gelobte Land liegt nun verödet und verflucht,
dieweil es nicht die Gnaden-Zeit erkannt,
in welcher es der Höchste heimgesucht.
3. Aria (Basso)
Gott ist ein rechter Richter, und von Gott der tägl. dräuet
will man sich nicht bekehren, so hat Er sein Schwerdt gewetzt
und seinen Bogen gespannt u. zielet u. hat darauf gelagert tödl. Geschoß,
seine Pfeile hat er zugerichtet zu verderben.
Des Himmels Langmuth dauert lange, biß sein erschrecklich Zorn-Gericht
Durch die erzürnten Wolcken bricht, durch die erzürnten Wolcken bricht.
4. Recitativo (Alto)
Er warnte hundert-zwantzig Jahr die erste Welt für Schaden und Gefahr,
biß sie das Sünden Maß gehäufet, worinn er sie ohn alle Gnad ersäuffet:
So macht er noch mit euch, ihr sichre Sünder!
Er leitet euch wie Ephraim, als seine traute Kinder
Mit Liebes-Seilen zu der Buße, und läst sein Gnaden-Antlitz leuchten.
so hüllt er sich in schwartze Trauer ein, beweint,
fällt ihm nicht in der Zeit zu Fuße, vermehrt vielmehr die schwerste Sünden-Schuld,
daß er gezwungen strafen muß und schläget denn mit Blitz und Donner drein.
5. Aria (Canto)
Ja Sodom muß sich selbst verdammen
und trägt die geilen Laster-Flammen
zu dem gerechten Untergange,
eh Gott das letzte Urtheil spricht.
Da capo
6. Choral
O du verfluchtes Menschen-Kind
von Sinnen toll, vom Hertzen blind,
laß ab die Welt zu lieben.
Ach, ach soll denn der Höllen Pein
da mehr denn tausend Hencker seyn,
ohn Ende dich betrüben?
Wo lebt ein so beredter Mann
der dieses Werck aussprechen kann?
Terms of Use
LicencePublic Domain Mark 1.0
Usage

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ReferenceMs. Ff. Mus. 1163 - Dom. 10. post Trin. / [Georg Philipp Telemann]. [Frankfurt am Main], [circa 1723]. Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, UB Frankfurt am Main: Ms. Ff. Mus. 1163 https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hebis:30:2-379163 / Public Domain Mark 1.0