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Bibliographic Metadata

Title
Ms. Ff. Mus. 1219 - Am 3. Christtage : Kündlich groß ist das Gottseelige Geheimnüß : C. A. T. B., 2 violini, 2 oboe se piace, 1 viola, violoncello et organo / di Telemann
Undissociated Title
Kündlich groß ist das gottselige Geheimnis
ComposerTelemann, Georg Philipp
LibrettistNeumeister, Erdmann
OtherKönig, Johann Balthasar ; Beck, Heinrich Valentin
Published[Frankfurt am Main], [circa 1716]
Description2 Partituren (8 Blätter, 4 Blätter), 12 Stimmen
Annotation
Score: 8f., Manuscript copy, Schreiber: Beck, Heinrich Valentin <1698-1758> [Ascertained], score: 4f., Manuscript copy, Schreiber: König, Johann Balthasar <1691-1758>, 3 parts - ob 1, 2, org - 1, 1, 2f., Manuscript copy, Schreiber: König, Johann Balthasar <1691-1758>, 9 parts - S, A, T, B, vl 1, 2, vla, vlc, calcedon, Manuscript copy; Different sizes, Schreiber: Copyist. - Besetzung: S, A, T, B, vl (2), vla, vlc, ob (2), org, calcedon. - Bemerkungen: org in G. - Bemerkungen zu den Aufführungen: Performance date: 27.12.1716 Frankfurt am Main (Quelle: RISM)
Kantatenjahrgang: Erster Concerten-Jahrgang 1716/17;1720, Textdichter: Erdmann Neumeister
Kündlich groß ist das gottselige Geheimnis
Kindlich groß ist das gottselige Geheimnis
LanguageGerman
Keywords
URL
Electronic Edition
Frankfurt am Main : Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, 2020
URNurn:nbn:de:hebis:30:2-382426 
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Reference
Classification
Description

[TEI]

Der Text ist der Partitur entnommen.
TVWV 1:1017
1. Dictum (Coro)
Kündlich groß ist das gottseelige Geheimnüß.
Gott ist offenbahret im Fleisch,
gerechtfertiget im Geist,
erschienen den Engeln,
geprediget den Heiden,
geglaubet von der Welt,
aufgenommen in die Herrlichkeit.
2. Recitativo (Basso/Tenore/Alto)
Gott wird ein Mensch! bedenke diß ein Christ, obs auszusinnen ist?
Der keinen Anfang hat, der Herr der Ewigkeit,
hat in der letzten Zeit den Anfang erst genommen!
Der vor der Welt schon war, ward letztlich in der Welt!
Der allem, was da lebt, das Leben hat gegeben, empfänget selbst das Leben!
Denn, der den Himmel trägt, und der die Erde hält,
sieht man in einer Wiegen, das ist in einer Krippen liegen!
Der allem Fleische Speise giebt, der muß sich selbst mit Milche lassen speißen.
Den alle Seraphim, als ihren Schöpfer preißen,
ist ein Geschöpfe worden, das nicht so edel ist, als wie der Engel Orden!
Der, welcher reich allein, und der allein auch groß, ist elend, arm und bloß!
Der alles hat, will etwas erst erwerben!
Der Lebens-Fürst kömmt, in den Todt zu sterben!
Der Herr der Herrlichkeit wird niedrig und geringe.
O Wunder und Geheimnüß-volle Dinge!
Nur dieses muß dabey zum Mittelpunkte bleiben,
daß wirs zu unserm Troste schauen. [Partitur: gläuben.]
3. Aria (Canto)
Ja ja, ich glaube diß und glaub' es gantz gewiß,
daß Gottes Sohn in diese Welt ist kommen,
hat Fleisch und Blut der Menschen angenommen,
Gott war er schon von Ewigkeit,
Mensch aber ward er in der Zeit,
ist Gott und Mensch zugleich, und wird es ewig bleiben.
Ja ja, ich glaube diß, und will's beständig glauben.
4. Recitativo (Tenore)
Mein Jesu, was hat dich bewogen?
Was hat dich doch zu uns gezogen?
Was hattest du hiezu vor Triebe?
Ein unaussprechlich Wort entdeckets uns: die Liebe!
5. Aria (Alto)
Also hat Jesus mich geliebet,
ach! mich verlohrnes Menschen-Kind,
daß er sich mir zum Eigenthume giebet,
und wir zusammen Brüder sind.
Hier bleib' ich ihm im Glauben anbefohlen,
bis er mich wird zu sich in Himmel holen.
6. Choral
Er ist auf Erden kommen arm,
daß er unser sich erbarm,
und in dem Himmel mache reich,
und seinen lieben Engeln gleich.
Alleluja.
Das hat er alles uns gethan,
sein groß' Lieb zu zeigen an,
des freu sich alle Christenheit,
und danck ihm des in Ewigkeit.
Alleluja.