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Bibliographic Metadata

Title
Ms. Ff. Mus. 1247 - Am Neu Jahrs=Tage / [Georg Philipp Telemann]
Undissociated Title
Lobsinget dem Herrn
ComposerTelemann, Georg Philipp
Published[Frankfurt am Main], [circa 1724]
Description15 Stimmen
Annotation
15 parts - S, S rip, A, T, B, vl 1, 2, vla, vlc, org (3x), ob 1, 2, calcedon - 1, 1, 1, 2, 2, 2, 2, 1, 2, 2, 2, 2, 1, 1, 2f., Manuscript copy: 1724 (1724c); Different sizes. - Besetzung: S, A, T, B, vl (2), vla, vlc, ob (2), org, calcedon. - Bemerkungen: Orgel in C-, C- und E|b-Dur (Quelle: RISM)
Lobsinget dem Herrn
Lobsingt dem Herrn, vergnügte Seelen
LanguageGerman
Keywords
URL
Electronic Edition
Frankfurt am Main : Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, 2020
URNurn:nbn:de:hebis:30:2-382758 
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Reference
IIIF
Classification
Description

[TEI]

Der Text ist den Stimmen entnommen.
TVWV 1:1064
1. Aria (Canto)
Lobsingt dem Herrn, vergnügte Seelen,
und kommt mit Ehre, Danck und Ruhm in unsres Gottes Heiligthum.
Die Tage verfließen,
die Jahre verstreichen,
nur seine Gnade will nicht weichen.
Keine Veränderung der flüchtigen Zeit
verändert seine Freundlichkeit.
Da capo
2. Recitativo (Basso)
Ach Gott! Der du aus eigner Macht
den Himmel, deinen Thron, mit Sternen überziehest,
und doch in so erhabner Pracht
auff unsre Niedrigkeit mit Gnaden-Auge siehest,
der du uns wie ein Vater liebst,
und tausend wundernswürdge Proben der unverdienten Neigung giebst.
Wer wollte dich nicht loben? Zwar deine Gnad, und deiner Allmacht Krafft,
nach Würden zu vermelden, ist nur der starcken Himmels-Helden,
nicht schwacher Menschen Eigenschaft.
Doch laß dir unser Spiel gefallen,
denn ob der Mund nicht Englisch singen kann,
so nimmt dein sanftes Ohr
auch wohl der Kinder Lallen, liebreicher Vater, gütig an.
3. Aria (Alto)
Wir singen von deiner unendlichen Güte
Mit frohem Gemüthe, mit heiliger Lust.
Dein gnädig seyn macht den freudigen Hertzen
ein seliges Schertzen und Lachen bewußt.
Da capo
4. Recitativo (Tenore)
Heut ist der Tag, da abermahl
das Jahr mit seiner Monden Zahl
bey Glück und Ruh ein Ende findet;
ob aber auch dein Gnaden-Schein
mit der verschwundnen Zeit verschwindet?
Ach Herr! Die Warheit selbst spricht nein.
Dein väterliche Bemühen für unser Heyl zu sorgen,
wird mit dem Neuen Jahr neu, und ieden Abend, ieden Morgen
vermehrt sich deine Lieb und Treu. Unwandelbahrer Gott,
was du bißher gethan, daran will der Glaube gerne hoffen,
und ist ein frommer Wunsch uns vormals eingetroffen
so nimm auch diese Seuffzer an.
Laß ewig über unsre Gräntzen dein Angesicht mit Gnad und Warheit gläntzen!
Und wie du selbst ein Gott des Friedens bist, so gib, daß sie mit fest-verknüpfftem Bande
im Hauß-, Regier und Kirchen-Stande Gerechtigkeit und Friede küßt!
Laß dir das rechte Blut, von deines Kindes Wunden
ein Denckmahl deiner Güte seyn!
So wird in Israel kein würgend Schwerd gefunden,
so bricht kein böser Todt zu unsern Fenstern ein.
5. Aria a due (Tenore, Basso)
Ihr tröpffelt vom Blute durch Messer und Schnitt,
unschuldige heilige Göttliche Glieder,
Ach! Zeichnet auch unsere Thüren damit.
Bey diesem heylbringenden Balsam des Lebens geritzt
wird gifftige Boßheit vergebens erhitzt.
und tödtliches Unglück bedroht uns vergebens
Da capo
6. Choral
Dein Blut, der edle Safft
Hat solche Stärck und Krafft,
daß auch ein Tröpfflein kleine
die ganze Welt kann reine,
ja gar aus Teuffels Rachen
frey loß und ledig machen!