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Titelaufnahme

Titel
Ms. Ff. Mus. 1579 - Serenata a 4 voc: con stromenti / d. Sign: Tel:
Werktitel
Willkommen, schöner Freudentag
KomponistTelemann, Georg Philipp
BeteiligtKönig, Johann Balthasar
Erschienen[Frankfurt am Main], [circa 1730]
Umfang1 Partitur (12 Blätter), 11 Stimmen
Anmerkung
Score: 12f., Manuscript copy: 1730 (1730c), Schreiber: Copyist [Ascertained], 4 parts - S, A, T, B, Manuscript copy: 1730 (1730c), Schreiber: Copyist, 7 parts - vl 1, 2, vla, vlc, cemb, fl, ob conc, Manuscript copy: 1730 (1730c); 20 (22) x 33 (35) cm, Schreiber: König, Johann Balthasar <1691-1758>. - Besetzung: S, A, T, B, ob conc, vl (2), vla, vlc, fl, cemb. - Bemerkungen: Komposition in der ursprünglichen Textfassung zusammengehörig mit D-F Ms.Ff.Mus. 1175, 1574, 1576-1578 und 1580. - Nachträgliche kleinere Textkorrekturen im Vokalstimmensatz: ersetzt wurde zum Beispiel "schöner Freuden Tag" durch "angenehmes Licht", "sey gegrüßet sey geküßet weil du uns so wohl begegnest" durch "deine Freude zeugt schon heute von dem künfftgen Wohlergehen", "so dem Him̅el sich verschreiben" durch "künftges Haupt der tapferen Preussen". - Die Huldigungskomposition für den herzoglichen Hof Eisenach (um 1730) wurde von Johann Balthasar König zu einem anderen Anlaß umtextiert. - Das T-Recitativ "der Spruch besteht" der Partitur fehlt in der T-Stimme. - fl in Partitur und Stimmen-Satz im französischen Violinschlüssel. - In der vlc-Stimme ist nur die 1. Seite beschrieben, die folgenden drei Seiten sind leer (es fehlen 2/3 der Serenata). - Bemerkungen zu den Aufführungen: Performance date: .c.1730 Eisenach? (Quelle: RISM). - Bll. 14, 17-19, 22-25 Tintenfraß
Willkommen, schöner Freudentag
SpracheDeutsch
Schlagwörter
RISM
Online-Ausgabe
Frankfurt am Main : Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, 2020
URNurn:nbn:de:hebis:30:2-387658 
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Nachweis
IIIF
Jahrgang
Text

[TEI]

Die erste Textfassung ist der Partitur und den Stimmen, die zweite nur den Stimmen entnommen.
TVWV 12:3
1. [Tutti]
Willkommen schöner Freudentag.
Sey gegrüßet, weil du uns so wohl begegnest,
weil du uns so reichlich segnest,
daß mann es nicht verdancken mag.
Da capo
[2. Version:
Willkommen angenehmes Licht.
Deine Freude zeugt schon heute
von dem künfftgen Wohlergehen,
so diß hohe Paar wird sehen,
dem Lieb und Treu itzt Kränze flicht.]
2. Recitativo (Basso)
Gottlob, die Wünsche sind erfüllt,
so ein getreues Volck gethan.
Der heutge Tag zeigt klärlich an:
Der theure Herzog sey des Seegens Ebenbild.
Nichts andres wird man auch von ihm gewohnen.
Man frage nicht, was, warum?
Der Himmel pflegt sein Eigenthum
mit nichts als Wohlthun zu belohnen!
3. Aria (Canto) (mit Flöte und Oboe)
Friede, Glück, Trost und Heyl
wird denselbigen zu Theil,
so dem Himmel sich verschrieben.
Es kann auch nicht andres seyn,
die das Herz dem Himmel weyh‘n
muß der Himmel wieder lieben.
Da capo
[2. Version:
Freude, Glücke, Trost und Heyl
werd und bleibe dir zu Theyl,
künftges Haupt der tapfren Preussen.
Schau, die Länder küßen schon
in Gedancken deinen Thron,
ihre Liebe dir zu weisen.]
Da capo
4. [nur in Partitur: Recitativo, Tenore:]
Der Spruch besteht: daß die Gottseeligkeit,
zu allem Dinge nütze sey
und daß durch sie die saure Lebens Zeit
versüßet und verlängert werden kann.
Es zweyfelt niemand dran.
Denn unser theurer Fürst bringt heut ein Zeugniß bey,
wie die Verheissungs Krafft zu Leib und Seel gedacht.
5. [nur in Partitur: Aria Alto]
Da blüht Segen, da blüht Freude, holder Frühling
[+Basso]
6. Recitativo, (Basso)
Aus Gottes Gnaden lebet Er nun zwey und 50 Jahr.
Gott macht den ersten Bund auffs neue wahr.
Fällt die Regierungslast Ihm manchmal schwer;
Der Trost bleibt doch gewiß:
Gott stehet vor dem Riß.
Der gibt ihm Muth, Verstandes-Kräffte,
damit die fürstlichen Geschäffte, das Ziel zu Gottes Ehr erreichen.
Die Lieb ist allmahl sein Straf- und Gnaden-Zeichen.
Wem ist dies Fürsten-Kleinod zu vergleichen?
7. Aria (Basso)
[alternativ Aria Tenore:]
Daß doch nicht mit tausend Zungen
Dieses hohe Fest besungen und erhoben werden kann
Ach wie angenehm und schön stiege nicht ein solch gethön
Voll Vergnügen himmelan.
Da capo
8. Recitativo, (Alto)
Nach seiner Macht als Gottes Gnaden
[…]
[Wir wißen zwar, du hoch gegrüßner Fürst,
daß solches du von uns nicht fordern wirst;
doch brennen unsre Hertzen, stat tausend Freuden-Kertzen;
und zünden dir ein wünschend Opfer an,
das Gott wohl nicht verwerffen kann.
Der Seegen nemlich dich nach seiner Macht.
Sein Engel nehmen dich in acht;
Daß dich kein Unfall nicht berühre,
daß man bey dir sonst nichts als Gottes Gnade spüre,
So sieht es gut um dich, dein Land dein Fürsten-Hauß
und auch um deine Diener auß.
9. (Tutti)
Nun lebe theurer Landes-Vater
nach Wunsch der großen in der Welt;
Gott mag mit seinem Schirm dich decken;
Er laß dich keine Noth erschrecken,
bleib unser und des Lands Berather,
so lang als es nur Gott gefält.
Da capo