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[TEI]
Der Text ist der Partitur entnommen
TVWV 1:280
1. DictumDer Herr kennet die Tage der Frommen, und ihr Gut[h] wird ewiglich bleiben. Sie werden nicht zu schanden in der bösen Zeit und in der Theurung werden sie genug haben. 2. Recitativo (Tenore)Was Gott noch nie gethan, das wird er auch ins Künftige nicht thun. Er hat noch keinen Hungers laßen sterben, noch keinen in der Noth verderben, der ihm vertraut; In Gnaden hat er allezeit auf ihn geschaut; So elend es zuweilen hat geschienen, hat doch am Schluss der Seegen müssen grünen, weil doch die Gläubigen in seinem Schooße ruhn. Was Gott noch nie gethan, das wird er auch ins Künftige nicht thun. Diß schreib ich mir zum Troste an. 3. Aria (Basso)Gott bleibt der alte liebe Vater, der seine Kinder wohl bedenckt. Ach wer auf seine Gnade traut, der hat auf keinen Sand gebaut, denn Gott verbleibet sein/ihr Gevather der alles Gute reichlich schenckt. Da capo 4. Recitativo (Alto)Zwar mancher kommt in Noth, jedoch durch eigne Schuld, er trauet nicht auf Gottes Huld, und will sich selbst versorgen. Drum kömmt die Sonne auch mit jedem Morgen viel eher als sein Brodt. Wer seine Zuversicht auf Fleisch und Blut will bauen, der wird und muß in leere Hände schauen. Das Sorgen hilft ohn Gottes Sorge nicht, wenn aber dieser nur ein Wörtgen spricht, so ist der Stein gehoben, den die Ohnmöglichkeit uns in den Weg geschoben. 5. Aria (Canto)Auf Gottes lautre Güte kommt alles an was mich vergnügen kann. Ist die mit mir, so sind und bleiben für und für die bangen Sorgen ausgethan. Da capo 6. Recitativo (Tenore)In jeglichem Elende, seh ich auf Gottes Hände, und diese sind an Seegen reich; so machet mich kein Kummer bleich. Denn wer den lieben Gott läßt walten und hoffet auf ihn allezeit, den wird er wunderlich erhalten in allem Creutz und Traurigkeit. Was will ich mehr? Mich stärcken so viel deutliche Exempel. Entweich, vergalltes Sorgen-Heer, es bleibt mein Hertz ein der Zufriedenheit geweyhter Tempel. 7. Aria (Alto)Ohne Sorgen lebe ich, ohne Sorgen schlaff ich ein, mein Vertrauen krönet sich, Gott wird meine Hülffe seyn. Laß es gehen, wie es geht, ob ein rauher Wind itzt weht, Dis ist meine Zuversicht: Gott und Himmel läßt mich nicht. 8. ChoralSo sey nun Seele seine, und traue dem alleine, der dich erschaffen hat; es gehe wie es gehe, mein Vatter in der Höhe weiß allen Sachen Rath und That. |
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| | Reference | Ms. Ff. Mus. 883 - Laetare / [Georg Philipp Telemann]. [Frankfurt am Main], [circa 1721]. Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, UB Frankfurt am Main: Ms. Ff. Mus. 883, https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hebis:30:2-232191 / Public Domain Mark 1.0 |
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