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Bibliographic Metadata

Title
Ms. Ff. Mus. 1111 - Am 2ten Oster-Tage / [Georg Philipp Telemann]
Undissociated Title
Kantaten
ComposerTelemann, Georg Philipp
LibrettistSimonis, Gottfried
OtherKönig, Johann Balthasar [Sonstige] ; Bodinus, Johann Christoph [Sonstige]
Published[Frankfurt am Main], [zwischen 1721 und 1727]
Description1 Partitur (4 Blätter), 17 Stimmen
Annotation
Partitur: 4 Bl., Abschrift: 1721-1727 (1721-1727), Schreiber: König, Johann Balthasar. - 3 Stimmen: 1, 1, 1 Bl., Fl, Ob 1 2, Autograph. - Stimme: 2 Bl.: Org, Abschrift, Schreiber: Unbekannt. - 5 Stimmen: 1, 1, 2, 1, 1 Bl.: S rip, B, Vl 1, Ob 1 2, Abschrift: 1721-1727. - 8 Stimmen: 2, 1, 2, 2, 2, 2, 2, 2 Bl.: S, A, T, Vl 2, Va, Vc, Org, Calcedon, Abschrift: 1721-1727; 21,5 (22) x 35 (35,5) cm, Schreiber: Bodinus, Johann Christoph. - Besetzung: S, A, T, B, Vl 1 2, Va, Vc, Fl, Ob 1 2, Org, Calcedon. - Aufführungen : 1721 Frankfurt am Main, 1729 Frankfurt am Main. - Bemerkungen: Org in G- und F-Dur. - Text: Simonis, Gottfried <18.sc> [ermittelt] (Quelle: RISM)
Kantatenjahrgang: Zweiter Concerten-Jahrgang 1717;1720/21, Dichtung: Gottfried Simonis, "Neues Lied"
Herr, ich bin beyde
Herr, ich bin beide
LanguageGerman
Keywords
URL
Electronic Edition
Frankfurt am Main : Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, 2015
URNurn:nbn:de:hebis:30:2-239731 
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Reference
IIIF IIIF Manifest
Classification
Description

[TEI]

Der Text ist den Stimmen entnommen.
TVWV 1:753
1. Coro
Herr, ich bin beyde, dein Pilgrim und dein Bürger wie alle meine Väter.
Denn wir haben hier keine bleibende Stätte, sondern die zukünftige suchen wir.
2. Recitativo (Canto)
Ach ja, mein Gott! ein Pilgrim und ein Wandersmann
bin ich allhier auf Erden.
Die Welt seh ich als eine Wüste an,
wo ich nicht bleiben kann,
und auch nicht glücklich werden;
der Teufel hört allhier nicht auf,
mit seinen Mörder Hauffen
mir immer nach zu lauffen,
so ist mein Lebens Lauff
voll Kummer und Beschwerden.
3. Aria (Alto)
Die Welt macht mir das Leben schwehr,
jedoch, es mag drum seyn.
Ja, wenn der Herr mein Trost nicht wär,
so wollt ich mich betrüben,
nun aber kränckt mich keine Pein,
denn er will mich beständig lieben.
Mehr will ich nichts, nichts will ich mehr.
4. Recitativo (Tenore)
Je hefft'ger man mich drückt,
je hurt'ger eil ich fort;
ich weiß, Gott Lob! den Hort,
wo meine Ruhe nichts erstickt,
und einen Ort, wo meines Bleibens ist.
Denn ich bin dein Bürger, lieber Gott.
Im Himmel ist mein Bürger-Recht,
wo mich als seine Braut
der Fürst des Lebens küßt.
Da werde ich geehrt,
hienieden bin ich schlecht.
Dort kröhnt mich Ruh und Pracht,
war ich gleich hie ein Spott.
Hier war mein täglich Brod
Angst, Thränen, Müh und Noth,
5. Aria (Canto)
Ich werde doch endlich zur Ruhe gelangen,
was schadet's, geh ich gleich auf Dornen dahin.
G'nug daß mir auf Klagen, auf Seuffzen und Weinen
ein liebliches Ende wird seelig erscheinen,
denn Jesus, der wird mich im Himmel empfangen
und schenckt sich mir selber zum frohen Gewinn.
6. Recitativo (Basso)
Ach, daß ich auf der Pilgrimschafft des Lebens
mich nicht trostlos seh
und ohne Rath und Führer steh,
so bleibe du mit deiner Krafft, mein Heyland,
ja bey mir, und gieb, wenn's Abend wird allhier
mit meinem Leben werden,
mir einen seelgen Abtritt von der Erden.
7. Aria (Tenore)
Bleib bey mir, du Fürst des Lebens,
wenn mein Leben Abschied nimmt.
Daß, wenn meine Kräffte sterben,
ich die Freude möge erben,
die du mir bey dir bestimmt.
8. Choral
Verbirg mein Seel aus Gnaden in deiner offnen Seiť,
rück sie aus allem Schaden in deine Herrlichkeit.
Der ist wohl hie gewesen, der kömmt ins Himmels Schloß,
der ist ewig genesen, der ruht in deinem Schooß.
Terms of Use
LicencePublic Domain Mark 1.0
Usage

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ReferenceMs. Ff. Mus. 1111 - Am 2ten Oster-Tage / [Georg Philipp Telemann]. [Frankfurt am Main], [zwischen 1721 und 1727]. Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, UB Frankfurt am Main: Ms. Ff. Mus. 1111 https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hebis:30:2-239731 / Public Domain Mark 1.0