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Bibliographic Metadata

Title
Ms. Ff. Mus. 1256 - Unter der Communion : Mein Gott, ich bin gesinnt, dein Nachtmahl zu geniesen : C. B., oboe d'amore, violini unisoni, violoncello et organo / di Telemann
Undissociated Title
Mein Gott, ich bin gesinnt
ComposerTelemann, Georg Philipp
LibrettistTelemann, Georg Philipp
OtherKönig, Johann Balthasar
Published[Frankfurt am Main], [1725]
Description1 Partitur (6 Blätter), 11 Stimmen
Annotation
Score: 6f., Autograph: 1725 (1725); 21 x 33,5 cm, 7 parts: 2, 1, 1, 2, 2, 1, 2f. - S, vl all'unisono (2x), vlc, cemb, ob d'amore, fag, Abschrift: 1725 (1725); 22 x 35,5 cm, Schreiber: Copyist [ermittelt], Bemerkungen zum Material: B missing, 3 parts: 1, 2, 2f. - vl, vlc, org, Abschrift: 1725 (1725), Schreiber: Copyist, part: 1f. - vl, Abschrift, Schreiber: König, Johann Balthasar <1691-1758>. - Besetzung: S, B, vl, vlc, ob d'amore, fag, org. - Aufführungen: 1725 Hamburg. - Bemerkungen: Tonarten differieren in einigen Stimmen. - Text: Telemann, Georg Philipp <1681-1767> [ermittelt] (Quelle: RISM)
Mein Gott, ich bin gesinnt
Mein Gott, ich bin gesinnt, dein Nachtmahl zu genießen
LanguageGerman
Keywords
URL
Electronic Edition
Frankfurt am Main : Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, 2019
URNurn:nbn:de:hebis:30:2-371191 
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Reference
Classification
Description

[TEI]

Der Text ist der Partitur entnommen
TVWV 1:1112
1. Aria (Soprano)
Mein Gott! ich bin gesinnt, dein Nachtmahl zu geniessen.
Ach gieb, daß ich darzu geschickt und würdig sey.
Will Furcht und Zweifel sich in meine Seele machen; [Sopran: ergiessen]
fällt mir ein ganzer Schwarm von alten Sünden bey,
die meinen Glauben matt, die Hoffnung wanckend machen,
so zeige deine Kraft, und stärcke mich, mich Schwachen!
2. Aria (Basso)
Laß mich die Zuversicht zu deinen Worten haben,
daß der, so Gnade sucht, auch des Erbarmens wehrt.
Zwar Adam liegt bey mir im Innern noch vergraben,
der mein Gewissen stets mit neuer Schuld beschwehrt.
Doch du kannst ein Gebiß in seinen Rachen legen,
so darf er nicht so frech den tollen Scheitel regen.
3. Aria (Soprano)
Wenn Moses Höllen-Gluht in meiner Brust entzündet,
wenn Pauli Donner-Wort durch Marck und Beine dringt,
wenn, wer nicht würdig ist, den Tod fürs Leben findet,
und mich der harte Fluch fast zur Verzweiflung bringt.
So tröste mich und sprich mit freundlichen Geberden:
man sey nicht mehr geschickt, als wenn mans wünscht zu werden.
4. Aria (Basso)
Ein Vorsatz, welcher nicht aus Heucheley entspringet,
ein guter Wille gilt bey dir an statt der Taht.
Ich weiß wohl, daß es doch ein Mensch dahin nicht bringet,
daß er sich unbefleckt für dir zu nennen hat;
beym Bethen wird sein Herz in Sünden-Regung wallen
und, bey der Buße selbst hört er nicht auf zu fallen.
5. Aria (Soprano)
Für Sünder ist auch nur dein Abendmahl gestiftet,
denn Engel brauchens nicht, sie sind schon gut und rein.
Mir, dem der Schlangen-Biß das Herz durchaus vergiftet,
muß nur dein Gnaden-Tisch ein Lebens-Manna seyn.
Mich, den Verworfensten von allen deinen Knechten,
setzt solches zu der Zahl der Frommen und Gerechten.
6. Duetto (Soprano, Basso)
Nun Gott, so höre denn diß Wort aus meinem Munde:
Ich gebe mich vor dir als einen Sünder an,
und angelob' hiermit aus treuem Herzens-Grunde,
daß ich mich bessern will, so gut ich immer kann.
Du aber wollest mir, was ich gethan, vergeben,
so bringt dein Abendmahl mir Segen, Heyl und Leben.