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in Offenbach vorgeworfen, dass er aus der Herschaft Isenburg gezogen, sich der Leibeigenschaft bei der Herschaft noch nit ledig gemacht, möge in einer Supplication seine große Armuth vorbringen, werde ihm ohne Zweifel Gnad widerfahren. — Das Rechtsverhältniss der Hörigkeit verdient wol überall eine sorgfältige. Untersuchung, unrichtige und ungenaue Begriffe sind auf diesem Felde sehr gewöhnlich.*) Als im Jahr 1763 die Sachsenhäuser wegen des Beholzigungsrechtes im Stadtwalde Vorstellung überreichten, bemerkten sie: die Sachsenhäuser welche bei den Frankfurter Burgmannen gewohnet, seien ver- muthlich königliche Freigelaßne gewesen welche sich aus dem königlichen Forst beholziget; da nun die in dem „Drei Eichen Wildbaum" belegene, größtenteils aus Leibeigenen bestehende Dorfschaften anderer Landesherrn in gedachtem königlichem Forst das Beholzigungsrecht genossen; so sei es wol nicht möglich, daß königliche Freigelaßne sich dessen in dem KönigsForst nicht zu erfreuen gehabt!! (Uglb. B. 42. 5.)
Baares Geld als Abgabe wurde weit seltener im Mittelalter gefordert, als Frucht. Im 15. und 16. Jahrhundert werden Beede genannt, (erbetene Gabe eigentlich,) Königsbede, und vom Hörigen Notbede. Die 30 Huben Land zu Schweinheim hatten fl. 80. Bede zu zahlen und 6 Mark Fautgeld, järlichs auf Martini gefallen und wieviel jeglicher desselben Landes inhatte. Einlifftige in demselben Dorfe wohnhaft (ohne Haus und Gut), gaben je 4 soviel, als der Huben eine. Im Jahre 1455 gab ein jeder Einleftiger zu Bede 16 ß und 2 ß Fautgeld; es waren deren 7: Wernhers Henne, Eckart Glucken, Herte Voyt, Finde Isen, die Smyden Herte Schrimpe und der Scheffer zu Schweinheim. Als uf Mitwoch vor Martini 1496 sich Spän und Irrthum erhoben* zwischen der Gemeinde von Schweinheim und dem Bereiter Gysen, daß er sie in der großen Bede übernommen, ist gütlicher Tag gein Höchst beraumt worden, haben sich vertragen uf Montag nächst nach Martini zu Schweinheim zu sein, die armen Leute selbst zu verhören, was jeglicher erkenne er
*) Auch Kirchner I. 480 sagt: Die Bauern im Stadtgebiet sind leibeigen.
