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herab, bis auf den äussersten Graben hinter dem Goltstein, und wieder bis auf den Hartweg. Item möge man hauen bis an den Goltstein daß die Zele in den äussersten Graben fallen. Nun gehe um das Haus und Thum zum Goltstein erstlich ein gemauerter Graben, der Schloß- oder Burggraben, darnach ein Graben oben die Wiesen herab, hinten am Goltstein her, zwischen demselben und dem strittigen Wäldchen, in welchem zweiten Graben die Schwarzbach laufe. Diesen Graben wollen die Schwanheimer für den äussersten Graben haben. Es gehe aber drittens noch ein Graben von diesem ab, laufe rings um das strittige Wäldchen, gehe unten an Scholl HensWeg*) unter dem Bronnen wieder in den mittelsten Graben. Dieses, sagen die unseren, der äusserste Graben sei.
Weiter wurden nun Zeugen vernommen: Hans Kremer, Forster zu Oberrad und Jacob Hans, Schultheiß daselbst wissen nit anders dann der Wald hinter dem Goltstein stehe Einem Ei Rath zu; haben gesehen daß des Amtmans und des Hofmanns vom Goltstein Vieh da eingangen; haben den Graben um dem Wald selbst fegen helfen, sei die ganz Gemeind von Oberrad dabei gewesen; der Buddel von Schwanheim so Hammelfleisch geheißen, sei dazu gekommen, hab aber nichts gesagt. Aehnlich sprachen Peter Einig, Adam Wilhelm und Hans Weisel von Oberrad: die Forster uff der Forstmeister Befehl hätten oft Holz aus dem Wältchen gegeben; auch den Schwanheimern auf ihr Bitt sei Holz zu Lehnen an dem Steg über die Schwarzbach gefolgt worden. Das Bruch anlangend, werde dasselbe alle 7 Jahre gehauen; sei eitel Erlen, werde nit gehegt, denn das Vieh thu den Erlen keinen Schaden. Sie, die Schwanheimer hauen, wenn es ihnen vonnöthen, auch zwischen der Zeit, gehen zum Schultheiß und heischen Laub, geben dem Buddel einen
*) In den Verhandlungen über einen ungewöhnlichen Weg durch's Bruch heisst es: Der Bruch war wie ein offen Feld dadurch jeder wandeln könne, wie durch jeden Wald oder Getriesch. Es gehe ein Weg durch's Bruch so nach dem Forster der denselben funden und gemacht, Schelhans- wege genant werde. Wenn der jetzige Forster einen bessern Weg gefunden, könne man nit erachten wie derselbe ihm verboten werde.
