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Fraants.
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flahsnahnaahaag
Del der am 29. April 1919 ststtgehabten 1.
Auslosung der éprozentigea Anleihe der Stadt
Metz vom 1. April 1909 Ober 2 Millionen Mark
wurden folgende Schuldverschreibungen ge»-
«en:
B achats b# A n 2000 ML
Nr. 07, 124. 191.
BwcMabe B sa 1000 ML
Nr. 821, 828, 309, 440, 616, 623, 527, 013,
H4, 671, 778, 776, 881, 947, 948.
Buchstabe C n 800 Mkr.
Nr. 1288, 1863, 1482, 1511, 1678, 1660, 1684,
1728, 1801, 1829, 18C8, 1931. 2001, 2131, 2153,
8071. ’
Buchstabe D sa 200 ML
Nr. 2287, 2426 , 2471, 2642, 2610.
Die Auszahlung des Nennwertes erfolgt ab 1.
Oktober 1019. von welchem Tage ab auch die
Verzinsung der Schuldverschreibungen aufhört,
durch die Bank von Elsass-Lothringcn die All¬
gemeine Elalssische LUnkgevellschaft, die Ban¬
que Nationale «Ie CrMit, früher Rar.qun de Metz,
den Grwhtvcrein für Lothringen, die Hank
Mayer u. Gie., die Internationale Rank in Lu¬
xemburg, Filiale Metz, die Société NancAicntiP
de Crédit Industriel et de Dépôts, die Ranque
Populaire de Metz, die Banque Lorraine (V. Da-
Tille), »wie die Stndtkasse Metz an die Vorzei¬
ger der Schuldvers- hri-ibungen grçen Ausliefe-
rung der letzteren und der noch nicht verfalle
nen ZinsabschniUe, sowie der Zinsleiste (Talon).
Mairie de Metz.
SPORT
Nflvaag«: — Sonntag. 5. Oktober, trafen sich
auf dem Hayingrr Sportplätze die l. Mannschaft
*La Sportive Nilvangc » und die 2. Mannschatt
* U. S. Hayangeoisr > zu einem FuasballweU
aple». Das Spiel endigte mit 1:1, ein Resultat,
auf welches die altbewährte Hayingcr Mann
schaft nicht g «fasst war. — An dwuselbtn Tage
spielte die 3. Mannschaft Nilvange gegen die
3. Mannschaft von Srhrémangt*. Die Resultate
des Spieles : 5:0 zu Gunsten Nilvange.
Fhalabonrg. — F. C. Pfalzburg (schwarz rot;
— Jünglingsverein Saarhurg (blau-gelb) (0:1*
Am vorigen Sonntag lieferten sieh obige Mann
schäften liier unter günstigen Piaizvcrhällnia-
sen einen Aussersl intere-ssafiten und erbitterten
Kampf. Die hiesige Mannschaft war auf dem
Damme und «am meist vor dom gegnerischen
Tore. Im Sturme klappte es vorzüglich, aber sie
hallo Pech. Saarhurg scheint zu unterliegen, es
scheint durch eingestellten Ersatz geschwächt
und spielt in der ersten Halbzeit mit 10 Mann.
Mehrere schneidige Durchbrüche seines uce*
müdlichen Mittelstürmers scheitern an der glän¬
zenden Verteidigung Pfa’zburgs. Ein« Flanke
von rechts, die der blau gelbe Mittelstürmer für
den prächtigen Pfalzburger Tormann unhaltbar
mach!, bringt dem Spiele einen unetbofflen Ab¬
schluss.
PROVINZ-NACHRICHTEN
dnss wenn die Arbeiterabtcilung den Ertrag
nicht erreicht, der dem Mindcstlohn entspricht,
sie an den Vertrauensmann des Reviers appel¬
lieren kann, nach den durch Art 74 ? 6 des
Gesetzes vom 16. Dezember 1873 vorgesehenen
Bedingungen. Der Vertrauensmann wird er¬
mächtigt werden, in Begleitung des Steigers un-l
eine* oberen Beamten die Arbeitsstätte tu be¬
suchen; er wird au der Besprechung der Fest¬
stellung des Ertrages teilnehmen, der dem Min¬
destlohn entspricht Wenn die Arbeiterableiluug
zweimal nach einander den Mindestlohn nicht
erreicht hat, kann sic herabgesetzt werden,
nachdem ihr die Möglichkeit gegeben wurde, auf
einer andern Arbeitsstätte von ihrer Arbeitsfä¬
higkeit Zeugnis abzulegen. 5. Es ist selbstver¬
ständlich, dass die Lohnlisten in zwei Sprachen
aufgestcllt wurden, desgleichen auch eine Ab¬
schrift, welche dem Arbeiter gegeben wird, sie
enthalten die Detaillierung des Arbeitslohnes in
gelieferten Tonnen und ihr verwirklichtes Vor¬
rücken nneh Metern. 6. Was die Ergiim'ungs-
stunden betrifft, wird spezifiziert, dass wmn eir.
Arbeiter gelegentlich des Woche.nwi'chsels nach
eiiiundcr zwei Schichten macht, dm zweite als
Ergänzungsstitndcn niehj angesehen wird
Metz, den 7. Oktober 1919.
Es liaben unterzeichnet:
Jiicipiemin Jules, (lall Louis. Mattini l'u-rre
(Honcourt), Müller Eugène (Sl-Man), Witz Lu¬
cien (Arrange), Kautz Emile (Moyeuvr -Grande),
Gilzhofcr Charles (Rossetange), Srhi!t< Joseph
{Piorrevillers), Metzger Eugène (Algmnge) Paul
(Directeur de* Séquestrés), Roy, Ingénieur da la
.Maison de Wendel.
Offcrlé, Secrétaire du Syndical des M.n iura
• . •
Olllco de« réclamations de guerre.
Die Elsässer und Lothringer, die auf Grund
des Priedcnsvertragcs Reklamationen gegen die
öffentlichen Kassen Deutschlands oder gegen deut¬
sche Staatsangehörige Vorbringen wuiten. sollen
diese bet dem Office des réclamations de guerre
vor dem 15. November 1919, letzter Termin, ein-
reichen.
Pür die Reklamationen gegen den Trculi.Irvdier
Ist die Anmuldinigspflicht Ins zum !. November
1919 verlängert worden.
* . *
THIONVXULE. — Eût Absagebrief Plerra^a, —
Der Absagebriel I’icrra'a an die sozialistische
Partei hat narb dom tThionvilloia » tigen-t.-n
Wortlaut:
Thionviile, G. Oktober IJI9
An den Vorstand des Sozialistischen Fédéftwu
de la Museüu, Metz.
Ich überroirhe lUincn hiermit meine Demis¬
sion als P...!cimitg!ied und als Chcfredaklr ir Je»
• VoJJrstrtbüne ». Es ist mir nicht mögliJt, 'in-
Cer einem Verbände anzugehören, dessen revi-
lutionärc Aktion die Interessen Frankreichs
Feinden dient. Ich bedauere, bis jetzt ,inh?
wussl (I) durch meine Feder, in der «Voikatri
hünc » und durch mein Wort in .*•-beit r-Vi-r
Sammlungen, der Agent dieser Unruhe stiftend n
Eicniente gewesen zu sein.
Lothringen und Eisass
Hochachtungsvoll Gaston Pierra.
Vertrag zwischen Unternahm «im nni da»
Syndikat der Bergwerk«,
Der am 25. September zwischen den Unter¬
nehmern und dem Syndikat der Eisenwerke zu¬
stande gekommene Vergleich hat zu abweichen¬
den Deutungen Anlass gegeben. Gemische Kon¬
ferenzen haben darum am 6. und 7. Oktober
unter dem Vorsitz von II. Laurent, Secrétaire
Général au Commissariat de la République, slalt-
gnfunden. Infolge dieser Konferenzen wurde fol¬
gendes Protokoll aufgesetzt und von ai en Par¬
teien unterzeichnet:
Metz, 7. Oktober 1919.
Der Vergleich vom 25. September er. wird in
allen seinen Teilen hesläligt. Folgende Erklä¬
rungen und Einzelheiten werden liinzugcfiig* :
1. Was den Durchschnitlslohn von 20 Fr. be¬
trifft, wird spezifiziert, dass in den Bergwerken
i nwelchnn der Tngclohn 20 Kr. schon übersteigt,
die Arbeitslöhne von Amtswegen nicht redu¬
ziert werden als Folge des Vergleichs. 2. Was
die Anwcscnheilspriimie betrifft, wird «.pezifi-
ziert, dass der individuelle Mindcstlolui von 20
Francs weniger 16 Proz. d. i. 17 Fr. garantie*!
Ist, ob die AssidOitillsprämie empfangen wurde
oder nicht. 3. Was die fixierten MinJ «stlöhne
für die pro Tag bezahlten Arbeiter betrifft, wird
spezifiziert, dass diese Mindestsätze dm Assidui-
lätsprllmio nicht cinsrhliessen. 4. Was den
Uindestlohn der Hauer betrifft, wird spezifiziert,
Hierzu bemerkt die « 1-othr. Vzlg.»: Zu wüu
sehen wäre übrigens, dass manche der St&llcn,
die nun auf einmal so mutig auf Herrn Pier.*?
und seine berüchtigte «Votkslrihünc » rinhauco,
diesen Mut etwas früher gefunden hätten. Für
die sozialistische Partei Lothringens wird ca ja
allerdings ein nicht wieder gutzumachendes Ver¬
brochen sein, Herrn Pierra diesen Einfluss ein-
geräumt zu haben.
Versammlung der Fri»nrgebillen. — Am
Sonntag, 12. d. M., nachmittags 5 Uhr, findet mi
Restaurant Schock (Arscnalstrasse) eine Mitglio-
der-Versanunlung statt. Sämtliche Kollegen von
Diedenhofcn und Umgebung werden liüflichsl
cingeladcii.
VIC-SUn-SEILLE. — Fine Metzer Dame, d e
den Mililärlriedhof in Vir aufgesnrht hr’, l-t
ganz empört fiber die Verwahrlosung I • Kre
gergräber, auf denen hohes Gras wächst urri die
:i!bn niumenschmiick entbehren. In Dicu/e,
Siirrchourp, selbst im kleinen Ort Orioen,:rt, ist
ganz anders für die Kriegergräber gesorgt. Möfe
die Gemeindeverwaltung von Vic sieh ein Bei¬
spiel daran nchmenl
BOULAY. — Wegen \ushruchs der Maul- und
Klauenseuche in Dolchen, wird dio Gemeinde
Dolchen als Sperrgebiet, dio Gemeinden Houpei-
(lange, Deuting, Macker, Volmernngc, Hrock-
Inngc als Beobnchtungsgehiet erklärt.
Ucber die verseuchten Gehöfte Dolehen8 wird
die Slallsporre vcrliängt.
Nr. 21. — Feuilleton der „Mosel- und Saar-Zeitung”
Vachdruck Vorboten. — Alle Rechte Vorbehalten.
Frankreichs Kuss
»Ich bin Frankreich, Ihr seid da* Btaaas,
Ich bring Euch Frankreichs Kins!»
Du* #»»u <iu WorU, iti4 tm Jahn VJ11
dtr <rin«ritt Jofirt «n Hi* tit'-ohttfir
ntn 7 %>im rtehUlé.
Von J. und F. RftüAMEY.
Frei nach dem Französischen von Lor-Alsa,
(Fortsetzung.)
Enter Teil.
vm.
Zwei Besuche.
In der Zwischenzeit wiederholte Antoinette
gifpg, um dio eingeübten Stücko noch besser
in lernen.
Nie aber wurde sie müde Riquiers Musik
n spielen oder zu singen, und erzürnt war
sie, bis jetzt über französische Mosik so
rillig in Unkenntnis gewesen zu sein. Ihre
deutschen Meister hatten aie und ihre Kolle¬
ginnen „die kleine geringe französische Musik,
die im schlimmsten Fall zu einer Operette
dienen konnte“, verachten gelehrt. Und am
all’ diese jungen Leute noch mehr zu ver¬
gewissern, wurden sie sorgfältig unterrichtet
über den in Paris eingeleiteten Feldzug
vwisser Gelehrten oder sonst Geistreichen,
eren lauter Dithyramb den einzigen Gott
: 'copyrigth by J. and F. Régamey 1918.
„Wagner" und dessen Anbeter verherrlichte,
und nach diesen weiter nichts aulkommen
Hess.
Heute alter, wo vor Antoinettes er¬
staunten Augen ein neuer Horizont sich
öllnete, ward sic überglücklich, so unerwar¬
tete Kunst und Schönheit zu entdecken, und
dumpfer Groll stieg m ihr auf, so lange ge¬
schlummert zu haben .
Besonders liebte sie jene noch ungedruck-
len Uläter, deren Text er sie damals bei
Frau Reckert hören Hess und ihr dann eine
Abschrift gab.
Und als sie träumerisch die scheinbar —
croate, lockende, manchmal melancholische
Seite wiederholte, schie sie die unbekannte
Seele Bcrlrands, der doch gewöhnlich von
diesem freien, frohbelebteu Geist, der oft
Künstlern zu eigen ist, belebt war.
Nach und nach, gewohoheitsgemiiss kam
er, ihr die neuen Partien seiner Oper zu
unterbreiten, sobald sie komponiert waren.
Und da bat er fne, vorzusingen, um besser
urteilen zu können. Er bat sogar um ihre
Meinung, und freundlich nahm er ihr 3 ge¬
rechte Kritik entgegen. Manchmal auch waren
sie uneinig und schelmisch neckten sio sich.
Antoinette glaubte plötzlich iu ihr früheres
Leben zurQckgekehrt zu sein, dessen Zweck
und Wert einst nur Musik gewesen. Bald
sehnte sio sich nach Bcrlrands Besuchen,
die ihr als wirklicher Glücksfall erschienen.
Olt wohnte Ildcne, Riquiers Bitten der ihren
ernsten gemessenen Charakter hochschülztc,
nochgebrnd diesen Uebungen heu Manchmal
auch waren beide allein, aber Musik, ihre
gemeinsame Leidenschaft fesselte beider
Gedanken und Gefühle. Kein einzig Wort,
BBULLY. — Ara vergangenen Dienstag, 7
Oktober, hatte unsere Gemeinde ihr Festkleid
angelegt, tun unserm Kreievcrwaller Herrn
Quinehrz einen würdigen Empfang zu bereiten.
Der Bürgermeister entbot ihm vor dem Gemem-
dchuuse den WiRkommensgruss, und auch der
Herr Pfarrer hielt ein« schwungvolle patriotische
Ansprache. Nachdam die Schulkinder einige
Lieder mustcrgiltig vorgelragcn und junge Mäd¬
chen Bfumensträusse überreicht hatten, dankte
der Ilerr Administrateur der Bevölkerung und
ermunterte sie auf zur Arbeit und zum Ver¬
trauen in Frankreich. Zum Schluss wurde i •»
Khronwein kredenzt.
STRASBOURG. — Qencral Humbert nach
Striiaburg? — Der «Temps» meldet, dass Oc-
oersl Hwnbert znm Mflitärzouverncur von Strass-
btme ernannt worden ist.
— Plärrer Delser, der bisher in Marlrnheim
mutierte, hat sl.di mit Rücksicht auf sein hohes
Alter zurückgezogen and wohat fetzt In Strass
blHK.
-- Lebensmüde. Vergiftet hat sich die 25 Jahre
alte Ktuy Motz. Die inneren Organe wurden ganz,
verbrannt, sodass sie gleich nach ihrer Elidie¬
rung h» Spital starb. — Gift trank die 4'1 Jahre
ulte Alice lasse. Sic wurde sofort in das Spital
verbracht.
Snftelwcyer&befaB. — Ablehnung efpes Ge¬
suchs. — Der in den 70er Jahren stehen Je (ie-
meindediener Dhtüpp Schütz, der nun 27 Jahre
«eki Amt in hiesiger Gemeinde bekleidet und hier¬
für ein Jahreseinkommen von 700 Prs. bezog,
leine dem Gemrindcrat ein Gesuch um l.ohner-
tiöliung vor. Da dieses Gesuch n4t 5 gegen 4
Stimmen ahgeletmt wurde, legte Schütz »ein Amt
nieder. (Das war wirklich keine noble Q.-steD
HARR. Das Bürgermeisteramt veröffentlicht
das Verzeichnis der Mannschaften unseres Städt¬
chens, die als Opfer des Weltkrieges I9U-IR
gefallen sind. Im französischen Heere «md t5
und hn deutschen Heere 126 der besten nnserer
Mitbürger Opfer des grausamen Volkerringciis
geworden.
ÛEBERSCHWE1ER. Unvrre Gemarkung hat
dieses Jahr eine überaus reiche Pfirsicliernlc zu
verzeichnen. Die Nachfrage nach Jen auch qua¬
litativ ausgezeichnet geratenen Früchten ist «me
sehr rege. Es wwrden 35—86 Fr. für den Zentner
bezahlt.
HORBURG. — Glück im Uuglflck. — Ein
Schuh r, der mit dem Sdiüierzug von Cuinmr
nach Horburg fuhr, sprang bei der Haltestelle
• Hirsch * aus dem noch in Fahrt befindlichen
Zug. Kaum war er glücklich auf festen Roden
^•landet, als er schon von einem Radfahrer zu
.sammnni'pfahrcu wurde. Doch das Unglück wir
noch nicht gross genu’, ein hennsansenJes
Auto, das dem worauslahrcnden Radfahrer un¬
mittelbar folgte, hätten den v ” gekommenen
Jungeii sicher überfahren, hätte sich dieser m ht
blitzschnell zur Seite in den Slrasscngrahcn ge¬
rollt Die Freude der Mutter des Jungen, die
Zeugin dieser aufregenden Szene sein musst. 1 ,
kann man sich denken.
M A urthe-*»t-MosftHe
NANCV. Die feierliche Ucbcrrcichung des Kreu¬
zes der Ehrcnccion und des Kricgskrcuzcs an die
Stadt Nancy durch den Präsidenten der Repu
blik ist nun endgültig auf Sonntag, den 12. Ok¬
tober, festgesetzt. Die Feier findet auf der Place
Stanislas statt und beginnt um H.50 Uhr. Der
llcsnch Jus Präsidenten wird von nur kurzer
Dauer sein. Herr Poincaré trifft um 1LJ0 Uhr in
Nancy ein and verlässt die Stadt bereits wieder
um 16 Uhr. Der Bürgermeister von Nancy rich¬
tet an die Bevölkerung einen warmen Appell zur
würdigen Ausschmückung und Bcflaggung der
Stadt Wie bestimmt verlautet, soU General
L>,iutey Jcr Feier beiwohnen.
Saar- Becken
Die Zwischenfälle In Saarbrücken.
Paris, in. Okt. (Fournier.) «relit Parisien»
meldet, dass im Verlaufe der Aufstände in Saar¬
brücken, die von den Spartakisten liervorgertifen
worden seien, oin französischer BaUiilkmschcf
getötet und drei Soldaten schwer verwundet wor¬
den sind. Fünf Deutsche sind getötet worden.
Das Kriegsgericht hat, wie schon gestern md-
getcilt, bereits zahlreiche Aufrührer abgeut teilt.
Aus Luxemburg
Luxemburg. — Asslsenhof. — Am Mittwoch
Morgen begannen v«»r dem Asss nhof die \ er-
bandlungcn gegen den 2*)ährk:cn Handelsmann
Math. Sauer. Derselbe ist geboren *n Winfrin-
gsit, wohnhaft zu Rernerschcn, und ist nngcklagt,
dem Gastwirt Heinrich Usclding::: sus Wintringcn
mit seinem Spa/.ierstock zwei heftige Schläge bei-
gebracht zu haben, denen der Unglückliche am
nächsten Tage erlag. Sauer war ein langjähriger
Fund des Verstorbene» und traf denselben am
Abend dos 17. April itn Café Curl, Luxemburger*
Bahnhof, wo beide die Abiaht des Zuges nach
Remlch erwarteten. Ais Useldingon sich ci^ternen
nicht lür jeden hörbar, wurde zwischen ihnen
gewechselt. Zwei Künstlerlohen, dio sieh
demselben Werk hiogaben, und selten mir
wandelten sich ihre Mussestunden incin gemüt¬
lich* Plauderstündchen.
Neues Interes 1 *« belebte ihr Dasein, ver¬
jagte die tutcmJo Eintönigkeit, das llntfitig-
sein, das sie so oft beidrehtet.
Dips alles bereitete ihr ein leichtes glück¬
liches Lehen, bis zum Tage, wo vor ihrer
Leichtfertigkeit ein anderer Himmel aufging,
ein Kampf, eine unbekannte verrftterische
Welt. Einen einzigen Augenblick nur liifteto
sich der Schleier, der ein ihr bis jetzt unbe¬
kanntes Drama barg, dessen Anblick in ihrer
Seele eine dumpfe unbestimmte Angst zurück-
Hess. Was ging denn in diesem dem An-
ftcbein narb friedlichen Hause vor. Dieser
Greis, diese Frauen, die jungen Herren, die
sie seit einem Monat schon sah, die nur
ihrem Beruf nachzugehen schienen, sich nur
um ihr eigen Interesse, ihr Vergnügen küm¬
merten, sich oft versammelten, etwas Musik
zu muchcn und bei fröhlichem Geplauder eine
Tasse Tee tranken und Kuchen knupperten,
welch* unerklärliche beschülttgimg bargen sie
unter dem tadellosen Aousseron ?
Dem Kommandanten und Ildcne hutte sie
ihre Unruhe gebeichtet und ihnen wiederholt,
wie sehr es ihr leid tat, diesen unerwünschten
Besucher eingelührt und ihnen deshalb Sorge
bereitet zu haben.
Väterlich ward Sio bcsiinfiigl. Sie sollte
sieh deswegen keinen Kumni'r bereiten.
Nichts, dus Unangenehmes herbeil ühren
konnte, stellte sich ein. Nur die Deulsclicn
nehmen so leicht Auslass. Sie lühlea sieb
in Feindesland, Ränke, Fallen, Komplotte;
wollte, versetzte Satter ihm die .beiden tödlichen
Schläge. Er wurde am folgenden Tage vor der
Üendarmerie la Moodorf verhaltet.
— Der mm Blsckol. In Luxemburg geht das
Gerücht, Herr Bisdorff, Plärrer in Esch a. d. Atz*
werde in aUernädister Zeit zum Bischof von
Luxemburg ernannt werden.
-- Revolverheld. Der anfangs der 20er Jahre
stehende Mechaniker Gustav Kontz ata dem Hahn-
bofsviertel hatte letzter Nächte, nächst der Adoff-
Avenue eine StreKszeoe mit gwd Passanteo her-
vorgerufen, bet welcher Gelegenheit er einige
Revulverscbüsse abgab, welche zwar nicht seine
Gegner trafen, wohl aber dicht an dem eben vor-
bclkonnrtendea Chef der französischen Geheim¬
polizei in Luxemburg vorboizischten. letzterer
führte Klage bei der Polizei, worauf Kontz ver¬
haftet und ins Gefängnis verbracht wurde.
" 1 _ __ ....... . . - _
Vermischtes
Dar VergnflgangstaiiineL
Die «Rhein. ZI«.* wendet sieh gi-gen die wahn¬
sinnige Vergnügungs- und Gr»mjsssu<*hl. die si^h
überall und in allen Schichten der Uevö'kuruaj
breit macht. Das sozialdemokratische Blatt
schreibt: «Man will leben, leben, nur leben
Das Geld ist flüssig geworden wie noch me Per
Kriegsgewinnler und Schieber gibt den Ten an
Sausende Autos. Knisternde Seide. Pfropfen
knallen. Wein, Weib und Gesang Hundert¬
tausende werden verdient. Zehnlausundt ver
geudot In dem O.ilscebad oivmemünde, das de.n
Herliner Grwschieberlum den Stempel auf-
drückt — Ostende und die Riviera sind noch
nicht wiedvr erreichbar - veranstaltete nmn im
Juni Tanzwuttkäuipfe, h :i denen Herlire- Ko¬
kotten zum Entzücken r.ungenschna'zcndcr
Snobs jene neuesten « f.ie-itionen * mit exoti
schein Anstrich liopi-ien, die allemal nichts an¬
deres siud als scharn'nro Anspielungen auf die
inlimsti'ii Ruziuhung. n /.viscln n Sl;trn unJ
Weih Haben wir niciit den crausam.ab n und
entsetzlichsten Krieg eben hinter uns? Weinen
i..cht no**li die Mütter um <h»n Sohn, Efufrau'ii
um den Gatten. Kinder um den Vater? Ll mehl
Trauer und Schmerz noch in ganz Euro->a, ju
in der ganzen W r ell? Ist die Scham völlig zu -Jen
Hunden geflohen, du.* wir tagtäglich di«! D-gn it
eines von der RcgimL- zum Genuss lind vom
Genuss zur Begierde l.u u.i Inden Parasit ■n'.'iim
erleben müssen, nach diesem Weltkrieg** \Veis3
Gott, wir sind keino Mucker, wir liaben Ver¬
ständnis dafür, dass d'r Mensch nicht aub-r
Trübsal schwitzen ma;; .Wir erkennen auco sehr
wohl die psychologischen Triebfedern des Ver-
gnügungshedürfnisaes im unmilte!bi'(.n An¬
schluss an den Kriep Keineswegs ober hss-*:.
sich die tollen Ausschreitungen einer barbarisch
ku'tnrlosen Sippe rechtfertigen, die im Kriegt¬
aus dem Blute ihrer Volksgenossen G.;'d ge
rmlnr.1 hat, «nd n.i'-h -’ -m Kriege .Sch.Vherge
schafle mit di.*n notv.cn i.g.dcn Lebca-bedürf
nissen treibt Dieses Geshidel wird in sic giiinh-m
M;is=e zu einer öflcnt!..hi ii Gilabr. Kj erri;.t
mit seinen Schamlosigkeit.-n öffenlüches Aerprr
n 1 ^, c9 w.rki si-ucliouarlig HiislccknJ, is k.r-
ruinpiert die öffentliche Moral. Ist dom ii e .‘-.r-
hntsunlust weiter Krci-i.: nHit zu'etzt .iernuibin
ziiruckzufiihren, dass jenes Schmarotzerlmn s-i-
nen Mitmenschen aneonpit'ig demmistin-ri, «vie
unsinnig (-s sei, derch ehrlichi* Arbeit «««ures
Orot zu veniienen. Uetionh -a IArh( die ordinire
Gemisssiielil auf die übrige Mensi hheit il., u^d
erRreilt eine Schicht nach der anderen. Deutsch¬
land steht vor dem schlimmsten \Vint"\ den es
je erlebt hat. Eine furchtbare Kohlen« >t droht
der Mangel an Nahrungsmitteln wird u» .n gr-sa
-<*: h, die Teuerung noch nh-ht nachlasscn •
Arbeitslosigkeit dagegen wird h< IrädilM !i st< i
gen. Das alles im Runde mit den harten An¬
forderungen des Fried)n-Vertrages zwingt uns
zur restlosen Anspannung der Eesimnietfen
Krall des ganzen Volkes, damit wir das Schlimm¬
ste uherstehen. Dem Schinarotzertum luihen w ; r
uiierbiUliclien Krieg rinzusrigen; wir haben
alles zu bannen mul ali-s zu bkeflrnpfen, was
das Gesamtwnlif zu rcliftdigen geeignet .’st. »
Jede siebente Pia a eheioa.
Wie verheerend der Krieg auf die EtK-o.flg
licl-.keit cingewirkl hat, ist jetzt schon sUilislisdi
ermittelt. Schon vor di-m grossen Adcr'ass J-.r
Volker b»'stand,mit Ausn.-ib*i .- d. * Re’kanstaaten,
in allen enrupäisrhen Kulturländern, ein tfehrr
sehiiss an Frauen, doch i>t er gegen d<-n jrDI
gewordenen nicht zu vergleichen. Früher war
das Verhältnis der Geschlechter im wehrlànig'-u
Alter so, dass auf 1000 Männer 1005 Frainn
kamen. Jetzt stellt die Zahl auf 1000:1159.
Jede stebpiite Frau ist also, ganz abgesehen von
anderen Gründen, zur Ehelosigkeit v -rurteilt,
nur weil für sie kein Mann da ist.
Daher alw*a arigiaaUaB SckanNalvaitaoL
wird aus Haderslehen berichtet, der al'crdinfl
ohne Erfolg blieb. Ein Frau batte mehrt ra
Zwangigmarkstücke mit Samt überzogun und «■
ihr Jnkctt genäht. Durch Zufall entdeckten Üa
Zollbeamten den Trick.
» - - i ■
Handel und Volkswirtschaft
PIMlzor Schuhindustrie.
Die wirtschaftficlie Lage in der Schuhindartria
von Pirmasens Ist Infolge der regen BeachM-
gun« und der holten Preise, welche die I,andwJato
für ihre Erzeugnisse erzWen, befriedigend za nte-
uen; doch kann eilte remc Freude über dm Wirt¬
schaftlichen Aufschwung in Anbetracht der fart-
schreitomlen Entwertung des Geldes, wie sie fc
dem unaufhörlichen Steigen der Preise für War«
und Lebensmittel zum Ausdruck kommt, nickt
aufknmmcn.
Teitllmcssc In Flburlcld.
Auf Veranlassung des Oberbürgermeisters fairt
in Eiiberfeld dne Versammlung der Vertretar
der Elbertelder Fabrikanten und QrosshRmflar
statt. Es wurde beschlossen, «ne Textihnesse i«
Elberfeld ahzuha'.ten. die zum ersten Male vom
6. bis 9. Januar 1920 slatltinden soll. Die Stadt
RlberMd hat ihre UnterstfRzanq ztnresagt.
Die Lyoner Ilerbstioe^se.
Den «Baseler Nachrichten* wird aus Oenf ge*
meldet: D« erste Herbstmesse vereinigt 1500
Teilnehmer aus Frankreich, aJJon aUiicrtcn und
den nesitra!/»n Landern. Sfe umfasst sflmtiiottt
Zweige der Metallindustrie, der meclianischen In-
dustrrin, des elektrischen Apparatebaues, des Bau¬
faches, OuincalHeric. die Fabrikation Industrieller
Hilfswerkzeuge, die Produkte der LcbetisrnkMl-
brandie. In fester und füssiger Form, die land¬
wirtschaftlichen und Oärtnerefprnthiktc, und auch
die Kolonialprodukte.
Der'.-eh-Luxemborgf*'' Berqwerkz- «nj
Bflitea-A.-G.
Das « Es- ber Tageblatt * meldet den e:: Vül-
tienn Verkauf der Anlagen der Gesellschaft i»
Lu..«:inburg, I othringen und A’ifrnnl . * i.h für
1.10 MPüonen franz.ö . Ju* Franken. Die dctli-
•»ehen Angestellten sollen in ihnen weiter 1i*5
sehSI'icl werden
»... - — I . —-■ ' *
Gemeinnütziges
Jagd Verpachtungen. — Ain IJonnerslag, T5.
Oktober, 1 Uhr nar-lunittag-<. in Bcrvcillcr, 443
Hektar Land und 97 ha Wald.
Donnerstag, 16. Oktober, 2 Uhr nachmittag*,
zu Harn soua-Yarsbcrg, 560 ha, wovon 65 ha
U'a’.i.
Donnerstag. 16. Oktniwr, 2 Uhr na« litniltag»,
zu Anz'-Iing, Los A: Rann von Anz-Iing, 187,71
Hektar; I/)s R: Rann nm Edling, 295,31 ha.
Freitag, 17. Oklolnr, 4 Uhr narliinittags, ttt
üttonvilic, 335 ha Wald und 1200 ha Land.
Samstag. 18. Oktober, mittags 12 Uhr, fl
Dilstcin-Mcnskircli. I. Los: Bann von Dalstiin,
383,95 ha; 2 I/is: Rann von Menskinch, 433,7f
tb-klar.
Siunswg, 18. Oktober, 3 Uhr nachmittags, za
GonndanjM, 256 ha Wald. 532 ha Feld.
Sonntag, 19. UkMicr. 3 Uhr nacluniltags, za
Goume, 1. I»s: ca. 870 hn Ijind; 2. IiOS: 460 hl
Wald
Sonntag, 19 Oktober. 3 Ohr nachmittags, fß
GondA Northen. 800 ha, wovon 120 ha Wall.
Sonntag. 19 Oktober, 3 Uhr nachmittags, za
Valmtmrtor, 2t!8 ha.
Sonntag, 19. Oktober, 3 Uhr nachmittags, sa
Eblnnge, «i. 361 ha. »
Sonntag, 19. Oktober, 3 Uhr nachmittags, ZU
Hinckunge, 607 ha in 3
•Sonntag, 19. Oktotier, -I Uhr nachmittags, ca
Vittonoourt, 20R ha Wald und 500 ha Feld ia
3 tosen.
Sonntag. 19. Oktober, 3 Uhr nachmittags, za
Helstroff, 760 ha.
Sonntag, 19. Oktober, 4 Uhr nachmittags. «
Telcjchrn, 805 ha. darunter 148.14 ha Wald.
Sonntag. 19. Oktober, 3 Uhr nachmittags, zu
zu Roupeidangc, 261 ha, wovon 28 ha Wald.
Montag, 20 Oktober, 11 Uhr vorm tlags. za
Rionvilic. 1. Los: 578 ha, wovon 38 ha Wald;
2. Los: 253 ha, wovon 45 ha Wald.
Holzventelgenuia. — Am Mittwoch, 29. Ok¬
tober. von 10.45 Uhr ab. grosse flolzversleigs-
rimg zu Abrcschiviller, Hotel Gaycl.
Der riiefrednlc' uc: G. LbulIUir.
— ms mm a^n^ ——
sie überwachen, forschen, und dn sie nichts
entdecken, weil doch wirklich nichts zu ent¬
decken ist, nicht wahr.? vcrdoppell
ihr Eiler. ihre Erhitterunp; näher, sicherer
fühlen sie die Gefahr, dio sie nicht entdecken
können und deshalb lür viel schlimmer
halten.
Gewisse Elsässer sind ganz besonders
streng überwacht. Wir gehören zu diesen,
unseres armen Jean willen, den sie vorerst
trepeinigt dort in ihrem Kerker, and der dann
ihretwillen sterben musste. Sie können uns
ihr Verbrechen nicht verzeihen, und wären
glücklich, auch an uns Schwächen zu ent¬
decken, um durch ihre Folter ihren Han xu
atiilen. Was wollen Sic, jahrelang nnd wir
schon diese Existenz gewöhnt. Sorgen Sie
sich deswegen nicht mehr als wir nnd fahren
Sie fort, dem jungen Kurt, Stunden zu ertei¬
len, bis, nach einem unscheinbaren Grund,
sie sich seiner entledigen können.
Riijuier hatte seinem Abenteuer spasshaltc
Wendung gegeben ; auch er wollte Antoinette
Sorgen ersparen Gewiss, ihr Schüler hatte
für Spionage vielen Geschmack; in dieser
Beziehung über sehen sich alle Deutschen
gleich. Man musste sich eben damit abfin-
den, nichts Unerlaubtes zu tun, kurz, einen
Lebenswandel iühren, wie Uiquier mm Bei¬
spiel, hell und klar wio Kristall. Auser sei¬
ner Musik und seinen h&uftgen Ausliögen ins
Gebirge konnte man ihm nichts strafbares
nachwcisen. Kurt könnt* ihn also nach
Herzenslust überwachen; er verlor nur seine
Zeit.
Fahren Sie fort, ihn dio Stufenleiter Oben
zu lassen, weil dies Ihnen Freude bereitet.
Ja, aber das bereitet mir durchaus keim
Freude !
Ach so! da liegt die Sache anders.
Neiu gewiss, dieser Deutsche bereifet mir
kein Vergnügen, seil ich aber weiss, za
welch unfeinem Zweck er hierher kommt,
ist er mir einfach reiiiasst. Ohl wür>l' ick
nicht befürchten, meinen lieben Gastgebern
Unangenehmes zuzuzichcn, wio gerne möcfct’
ich ihm gestehen, was ich von ihm halte,
uud ihn lehren, die Türe von aussen zusu-
machen. Oh! seien Sie vorsichtig und war¬
ten Sie den guten Moment erst ub.
Also, Sie ebenfalls! So sei's denn, ich ver¬
suche, ibm nichts herauszusagen noch merken
zu lassen. Ich werde also noch geduldig
seine falschen Noten anbören, seine ständigen
Fragen und das was er seine Madrigals
nennt, in Kauf nehmen müssen. Recht Mr
mich; ein anderes Mal werd* ich wenig*
voreilig sein. Jetzt aber, sprechen wir von
anderem, wollen Sie?
Ohne nur dessen gewahr zu werden, er¬
füllten Antoinettes Erklärungen Riquier mit
unbeschreiblicher Freude, und ihre gerne»
samen Muiiksfunden wurden häufiger . . • •
und heimischer.
Eines Tages, eines schönen hellen Ftflh-
lingstage kam Riquier schon am (rükna
Morgen, ihr den Hauptgrund «eines Ballafty
den er erst abenbs zuvor verfertigt hatte, an
unterbreiten.
Antoinette, sehr geschickt, fertigte gerne
Kleinigkeiten an, die ihre einfache Toilette
verschönern and AaKrischen sollten.
(Fortsetzung folgO
I