Seite
Telsgsmphrsehe MslözingsZ?.
€in Sieg über die Russen.
W Berlin. 18. Aug. (9,35 Uhr abends.) Das General¬
kommando des ersten Armeekorps mclvet: Am 17. August fand
bei Stallupöncn ei» Gefecht statt, in dem die Trup-
.penteile des ersten Armeekorps mit unvergleichlicher
Tapferkeit kämpften, lodaß der Lieg erfochten wurde.
Mehr als SVOO Gefangene und fechs Maschinen¬
gewehre fielen in unsere Hände. Biel« weitere ruffifche
Maschinengewehre, die nicht milgesuhrt werden konnten, wur¬
den unbrauchbar gemacht.
Mlawa von den Deutsche» bc'rtzt.
Berlin, 18. Äug. Mlawa ist von dcmschen Tuii.'«»
besetzt. (Mlawa liegt etwa 17 Kil-..'.-".er rsultiHt ihm 'er
deutsch-russischen Grenze aus ruiiiirfjcm Loden in der Höhe un
Thoen, südlich von Staidenbiirg.s
W Drakehnen. 18. August. Die Rüsten seicrn laut die Tn
obrrung einer deullchen Fahne. nie sic in einem «tast-chi del
Marggabowa erbeute! staben wostcn. Es b,st-ss um duc
Fahne, die bei selerlicknn Exlegenbeilen aus dem Postgcbeiude
«usgezogen wurde.
One österreichische v 7 ? :,?ientr:
W Wien, 18. Ang. Das ^Wiener Vck.'nhr-Abcndt tatt“
meldet ans Lemberg, daß Oberleu-nani .'-^ist mit seineii Inge
von einer zehnfach überlegenen K.>lsscn"!.tailiing ang.
und beschossen wurde. Der lomuiau'icnc i
Schnellfeuer und brachte dem Jvcinb derartige Verluste bei, bn{)
er die Flucht ergriff.
Die ungarischen Truppen.
W Budapest. 18. Aug. An der Spitze des Amtsblattes er¬
scheint beute ein allcistöchster Befehl, in dem angeordnet wird,
fcnfi die ungarischen H o n v e d t r u p p e n und der
Landsturm während der ganzen Dauer der Mobilisierung
auch außerhalb der Laiidesgrcnzcn verwendet werden können.
vie?s!en.
W Krakau, 18. Aug. Der Polcnklub beschloß die
Gründung einer einheitlichen Organij-ition und k-ie Errichiimg
von poliiisckzcii Organisationen im österreichischen Heeie-v.'i-
bande sowie eine» Ausrns, indem er auch olle andere>l ! i-.ü>er
dein Poleiillub nicht angebvrige» polnischen Parteien ans °"e
große» Pslichten und die Einmütigtcit geinciiisamer. ciinni >i-
ger Anspannung der Kräfte in diesem historisch.'» Zcitpü' ''
hstimeist. Weiter beschloß der Polentlnb die l'uindioig eine--
alle bisherigen polnischen Organisulioneii nmsasicndeii obeilie ^
nallonalen Komites, dem Berlrelcr aller polnsschen polilisckie.'
Parteien angchörcn. In dem Aufruf beißt cs n. a.: In einem
solchen Augenblick muß die Ration beweisen, daß sie lebl und
leben will und daß stc bestrebt und fähig ist. den ibr von Gon
angewiesenen Platz zu behaupten und vor dem Feinde zu ver¬
teidigen.
Die geschlagenen Serben.
W- Budapest, 18. August. Der „Bester Lloyd" bringt einen
Bericht eines Teilnehmers an der Erstürmung von
Schabatz, der n. a. besagt: Skachdem die eis BeseWungen
genommen worden waren, entspann sich in Schabatz selbst ein
verzweifelter Straßenkomvf. Rach einstüiidigem
Kampse wurde der Ort besetzt: aber auch dann noch winde aus
Kellern, von den Pödcn herab und aus den Dachfenstern ou?
uns geschossen. Ja einer nahe gelegenen Sägemiible ver¬
schanzten sich eiva tili Komitadschis, die Handgranaten warse-..
Die Miible wurde schließlich in Brand gesteckt. Am nächsten
Tage erneuerten d>e Serben ihren Angriff, wurde» oder
mit großen Verlusten »urückgeworfen.
W’ Wien, 18. Ang. In einem der leiste» Kämpfe in Ser¬
bien ist der Kommandc'>r des Wiener Deuischmeistcr Regi¬
ments, Oberst v. Holzhaus««. g e f u l 1 r n.
vie Tretide in Sofia.
■\V Sofia, 18. Aug. Die Nachrichten von den Erfolgen der
österreichisch ungarischen Truppen in Serbien wurden chlor all¬
gemein mit großer Genugtuung ausgenommen. Das
Publikum bespricht sie lebhaft und kann die Niederlage Ser¬
biens kaum erwarten. — Zu Ehren des türkischen Ministers
des Innern und des türkischen Kammerprätidcntcn fand in der
ottomanischen Gefandtschast ein Festmahl statt, zu dein das di¬
plomatische Korps geladen war.
Ou deutsches Unterseeboot vernichtet.
\V Berlin. 18. Aug. Bon einer Fahrt mehrerer Unter»
s e e b o o t e »ach der englischen Küste ist das Boot „U 15"
bisher nicht zn rückgekehrt. Englische» Zeitungen zu¬
folge sost „U 13“ im Kampfe mit englischen Streitkräften ver¬
nichtet worden sein. Ob und welche Verluste diese hierbei
erlitten habe», ist nicht zu ersehen. (12,20 Mittags.)
Wird mit der» Tode bestraft.
W Saarbrücken, 18. Ana. Der Militär-Oberbefehlshaber
in den Rcichslandcn erläßt folgende Bekanntmachung: Von
Landesverrätern ist der Versuch gemacht worden, fich
an die T e l r p b o n l c i t u n g en a nz» sch 1 i e ß e n. Ich
habe daher Bcselck ergehen lasten, daß Jeder, der sich unbe¬
fugt an einer Te'cphonlcituiig zu schassen uracht oder diese
Ä e k a n n t ni a ,h u u g a d r c i st t, sofort zu r r s ch i e ß e n ist.
Vi' Berlin. 1S. Aug. Der ..Reich-anzciger" veröffentlicht
eine lniserliche Verordnung über den Ausnahmezustand
in : en Schutzgebieten Afrikas und der Südfee.
\V Gfiba, V-. VTDas hieüze G« werts chafts»
bans ^ r f o - i a l d e m o k r a ! i j et) e » Partei ist der
Bc.,örde als Lazarett zur Verfügung gestellt worden.
Wir kng'snä Weg führt.
W PcrUn, 1 h. Ang. Arrs London wird gemeldet, daß
am vergangenen Donnerstag der englische Regicningsdampfcr
,.Gw endol i n" den deutschen Dampfer ..Wißmann" auf
dem Ryassasee w egg e« o m in en, Maschinen und Ge¬
schütze zerstörte urid den Kapitän, de» Ingenieur und die übrig«
Besatzung gefangen genommen Hat. Trifft diese zu,
so wäre dies ein neuer Beweis für die verwerfliche und kurz¬
sichtige englische KriegssiiHrung und Politik, die sich nicht scheut,
selbst im Innern Anitas, wo es so wenig Weiße gibt, den
Eingeborenen einen Kamps zwischen europäischen Rationen vor
Augen mi sichren, nur um billige Lorbeer» zu ernten.
€m japanisches Mmürm an
Deutschland?
V> Peking. 18. Aug. lKabcl-.rammgrsclischast.) Hier gebt
das Gerücht, daß Japan im Begriffe fei, ein lk l 1 i m a 1 u m
an Deutschland wegen Kia »tsch. uv zu stellen.
"W Wien, 18. Aug, Die „Reue Freie Presse“ meldet:
General Skatin Pascha hat infolge der KrteciserUärunii
<■>. rvftmcim-;rnfl(m! fein Amt als Gciieralinspek-
taur niedcrgelcgt. Er wird sich nach Rom begeben, um sich
seinem Valerlande zur Versiigung zu stellen.
für die deutsche Sacke.
\V Chnstiania. 18. Anglist. Björustern« Björnson
tritt in einem Briese im „Morgenbladct" für d i r deutsch«
Sache «in. In anbriracht des rustilchen Doppelspiels begreif«
man Deutschlands unermeßlichen Zorn, das den Kamps gegen
Rußland als heiligen Krieg ansehe. Der Brief schildert serner
das idcal» Funktionieren beu deuischcn miUrörischen Apparates
und die Vcgeisteriing der in den Krieg Ziehenden. Alle Stand«
seien einig, und sie würden bei jedem neuen Feinde, der sich
melde, noch sicherer und fester in ihrer Kampfeslust. Der Brief
schließt: Gesetzt dcn Fall, daß Deutschland und Oesterreich Un¬
garn verlieren sollten, dann find es England und Frankreich,
die dem Henker seine Opfer geben. Mein Herz blutet.
V Rom. 19. Ang. Wie das „Gioniale d'Italia* meldet,
stellten die Aerzte gestern Abend fest, daß dis Krankheit
dev Papstes ihren regelmäßigen Verlauf nimmt und kein
Grund zur Bcniiruhigiing vorliegt.
Die ,»«itung im Kriege,
Zu den viele» neuen Bilder», die die Kriegszeit uns gibt,
gehört auch das, das die Zeitung in diesen Tagen bietet.
Früher pslegtcn die Zeitungen in Kriegszeiten anzuschwel¬
len — diesmal magern ste ab. Freilich, wenn man das Publi¬
kum mit Lügennachrichten bewirten will, wie es die sranM-
schc und die englische Presse tun, so kann man leicht Spnii.tt
und Dogen füllen. Aber so hält cs die deutsche Presse nicht.
Eie bleibt bei der Wahrheit und meldet kurz und knapp, was
geschehen ift.
Ein großer Wandel ist in der Organisation der Presse in
Kriegszeiten erkennbar, die Epoche der Kriegskorrcspondenten
ist voniber/Sie setzt ungefähr um die Mitte des 19. Iahrhun-
deris ein und viele Kriegskorrespondenlrn haben in Ersiillung
ihres Berufes wahrhaft Glänzendes, Unvergeßliches geleistet.
Roch 1870 begleitete ein ganzer Stab von Kriogskorrespondcn-
ten das Große Hauptquartier: es sei nur an Ludwig Pietsch
und den Historiker Paul Hassel erinnert. Zum ersten Maie
wurde es im Kriege Japans gegen Rußland fühlbar, daß diese
Zeit vorüber sei. Di« Japaner nahmen die Herren Korres¬
pondenten höflich tn Empfang, aber hielten sie hinter der Front
und ließen sie nur sehen und schreiben — was sie selbst eben
wollten. Im jetzigen Kriege macht sich diese neue Organisation
noch viel ausdrücklicher geltend. Die Armee selbst übernimmt
di« Kriegsberichterstattung und die deutsche Presse stellt sich
ihr ganz zur Verfügung.
Darum ist ihre Bedeutung in Kriegslagen nicht etwa ge¬
ringer geworden. Die Zeitung von heut wird von Tausenden
und Hunderttaulenden mit derselben Spannung und Begierde
erwartet, wie schon vor Jahrhunderten das kümmerliche flie¬
sende Blättchen, das über die neuesten Kriegsereignisse berich¬
tete. Denn gerade der Krieg war cs, der schon in den Anfängen
der Presse den Hauplgcgenfland ihrer Berichterstattung bil¬
dete. Zuerst waren es Briefe, geschrieben« Zeitungen, die über
die neuesten Begebenheiten auf den Kriegstheatern berich¬
teten. später wurden die brieflichen Nachrichten gesammelt, re¬
digiert, gedruckt — die ersten eigentlichen Kriegszcilungen
waren entstanden. Man zahlte in Venedig für die neuesten
Mitteilungen eine Gazetta — und daher hat die Presse in den
romanischen Sprachen ihren Name» bekommen: in Deutschland
nannte inan diese Berichte gern Aviso oder Novo: bald aber
später allgemein Zeitungen. Diese Zeitungen halten oft recht
abciiteuerliche Titel. Als z. 33.: „Wahrhafftige Newe Zeil-
tung von Mastlicht etc. darinnen fast die siihrneinbsten Aus¬
fall. Schießen. Scharmützeln und Stürmen samt anderen ver-
lausfeneu Sachen von Slnfang der Belagerung bis aus den 11.
Junij dieses 1379. Iares sich begeben und zugetrage» haben."
Mit welcher Spannung, mit welcher Erregung wurden nicht
diese durstigen fliegenden Blätter, die von Krieg und Kriogee-
geschrei berichteten, in Empfang genommen und gelesen: bilde¬
ten sic doch die einzigen Kanüle durch die Kunde von den
großen Geschicken und Gesechlen zu Bürgern und Dauern
rann! Oft waren sie auch mit schlichten Bildern geziert, denn
die Kunde des Lesens war »och nicht allgemein oerbreiiet und
am Bilde konnte auch der des Lesens nicht Rkachtige abneh¬
men. was etwa sich zugetragen habe. Allmählich entwickelte sich
dann die Organisation des Zeituiigswesens in Kriegslagen
größer und vollständiger, und besonders Holland, nsbcn Bel¬
gien das klasiistl-e Kricgstheater der europäischen Entschei-
duugslriege. wurde zum großen Sammelplätze der Kriegsmel¬
dungen. die von hier aus in di« ganze 2Mt weiter gingen.
So verlangt auch Friedrich Wilhelm l. in Gutzkows „Zopf
und Schwert" bei der Sitzung des Tabakskollegium» gleich nach
dcn holländischen Zeitungen. Sein Sohn, der große Friedrich,
bat ja &<ii,it iwn Wert der Hiu»t»«n in ßricflc.tfi 1 Krt bereits
vollkommen zu ermessen gewußt. Jene „Briefe eines Slugen-
eugen", die während der friderizianifchen Feldzüge in den Der-
iner Zeitungen erschiene», sind, wie Dropsen erwiesen hat, von
keinem anderen als dem Könige selbst geschrieben worden. Frie¬
drich hat sich in jenen szricgsjahren auch bereits gegen die Ver¬
breiter erdichteter Nachrichten wenden müssen. Aus höchst ori¬
ginelle 'Weise führte er einmal die össentliche Akeiinnig irre.
Er wollte das Kriegsgeschwätz für einige Zeit zur Ruhe brin¬
gen und dichtete daher einen langen Bericht über ein furcht-
bares Hagelweiter, dessen LKnvüstungen in erschreckendster
Weise geschildert wurden. Dieses Hagelwetter wurde sogleich
das allgemeine Tagesgespräch und als sich gar herausstellte,
b-.iii cs gut. nicht grfiageft bntlc und daß die ganze Geschichte
erdichtet war. wurde das Interesse für die rätselhafte Sache
natürlich nur noch großer. Friedrich aber hatte erreicht, was cr
wollte: eine ganze 3l3oche hatte man ihn und seine Armee aus
de» Älngcn verloren.
»Heute braucht cs solcher königlicher Erdichtungen nicht
mehr, damit die Presse ihre vaterländische Pflicht tue. Ein
neues Verhältnis bildet sich im modernen Kriege zwischen ihr
»nid ihren Lesern. Der deutsche Leier sucht i» Kriegslage» in
seiner Zeitung nicht Sensation, sondern 3Lahrbeit, Mannhaf¬
tigkeit, Festigkeit und Ernst und auf dem Boden bieser Gesin-
liung erwächst ein schönes Alertrauensverhaltnis zwischen der
Zeitung und ihren Lesern, das dann auch in die Friedenstage
hineinwirtt. Ria» bat Großes miteinander erlebt und hat treu
zueinander giftanden.
Ei» Brief.
Ei» Mitkämpfer im Oberekfaß, dessen Eltern ln
Montigny wohnhaft sind, schrieb untirm II. au diese einen
ilriii a.io der Eistereienser Abtei Cieuberg (Elsagj. wo er
an einer Quetschwunde z. Zt. in Pflege liegt. Der Brief ent¬
hält ii. a. eine Bestätigung von der unmenschlichen Be¬
handlung, die die Franzose» « ii i c r e » B er* *
tMiiibcten zu teil w erden ließen. 2!3it geben ans
dem uns frennblichst zur 3icrsiigung gestellten Schreiben aus-
zngsweife Rackslehendes wieder:
. . . Lllontag. den in. 8. baden wir die Nothosen mords¬
mäßig verhauen. Drei sranzosische 'Armeekorps waren gegen
uns und wurden so ausgerieben, daß sie für il 3Lochen kampf¬
unfähig sind. Unsere 'Arkillcrle funkte tadellos. Die Franzo¬
sen brannl-.'ir durch wie Zunder. Eine panikartige Flucht war
es. 3lll.es ließen die Franzosen liegen. Astrsson, Kleidungs¬
stücke. Lebensmiitcl. -Riunilion. alles. Furchtbar ivar-m die
Verluste auf französischer Seite: gräßlich die von der Artille¬
rie 'Beiuvunoelen zuugerichict. Abgerissene Arme, ©eine, topf-
lose Körper, ausgespallene Schädel lagen überall herum, wo
uwere Ge'chütze hingefunkt batten. Besonders um die Dörfer
westlich von Mülhausen, das selbst 2 mal gebrannt hat.
Reiuingen, Schweighansen, Ober- und Sticdrraspach tobte ein
schrecklich^'r Kanins. D'ete Dörfer wurden sämtlich bis auf we¬
nig Häuser im Gefecht in Brand geschossen, da sich der Feind
vor und in denselben verschanzt hatte.
Es war höchste Zeit, daß diese Baude ans unserem Elsaß •
heraiisgetr'eben wurde, denn diese Kerle muffen sich ja toll
oufgesührl haben. So erzählen z. B. die Patres hier, daß am
vergangenen Samstag 309 Franzosen das Kloster besetzten,
sämtliche Schlüfsel verlangten und sich als die Herren aussühr-
tcn. Gewiß, cs gibt ganz netlc, vernünftige Leute unter
b'N Franzosen, und die meisten ihrer Soldaten sind zum
Milgehen gezwungen ward.'». To erzählen z. 33. Gefangene,
t* sei ihnen von ihren Ossizieren gesagt morden, man ."jjrde
jetzt ei'!.' kleine „c\nirM(>n h IKriin" unteT.icTjmctt. Deuti.he
Truppen wären keine im Elsaß da. und wenn welche kämen,
bann sollten sie nur tüchtig drauf losknallen, dann wären die
paar Skegimenter bald ziffammeiigefchoffen. Ra. drauf losge-
knallt haben die Brüder ja, aber die Regimenter zustimmcn-
ge'chofsen haben nicht sie. sondern wir. und zwar hauptsächlich
»nsere Artillerie, die brillant schoß. Unser Regiment bat sich
kadellos durchgetumpst und bis jetzt keine Verluste zu ver¬
zeichnen.
Uebcr die Greueltate» der Franzosen heißt es weiter in
dem Briese: Ein Jäger zu Pferde vom Regiment I. z. Pf. 9
mm Colmar wird auf einem Patrvuillenriit verwundet und
stürzi vom Pferde. Da seine kuincraden von einer feindlichen
Patrouille verfolgt werden, ist es Ihnen nicht m-iglich, sich wei¬
ter um ihn zu kümmern. Als man ihn später sucht, ist er ent-
sehlich zugerichtet. An Armen und Beinen sind chm mit der
«igenen Lanze zahlreich-.' Stiche bcigeörachl worden, mit sci-
»cr Helmspitze sind ihm Leib und Brust zerstochen worden, und
Helm dann mit der Spitze ihm in die Brust gesteckt. Die
Augen sind ihm ausgestoche.i, Rase und Ohren abzcschnitten
»orden. Schließlich ist ihm die Erkennungsmarke weggenom-
>Men worden, damit ein evtl. Wiedercrkemien der also zuge-
»ichtcten Leiche durchaus unmöglich gemacht ist. Dieser Fall
tcruhl ans Tatsache, so sehr romanhaft cr auch klingen mag. Ich
habe ihn aus ganz sicherer Quelle. Und das sind die Träger
her Kultur, die solche Greuel vollfüliren.
* Zur Beachtung. In der 3letamit»iachung des
Herrn Staatssekretärs des Reichsposiamts vom t. August ist
besonders daraus hingcmiesen worden, wie notrvendlg eine
deutliche und vollständige 'Aufschrift für die
Feldpostbriefe und Feldpastlarteu ist. Gleichwohl verwenden
viele Absender auf die 'Anfertigung der 'Ausschrist leider nicht
die Sorgfalt, die eine schnelle Llchandlung der Sendungen
ermöglicht. Die Angaben der Ausschrist sind vielfach so un¬
deutlich und unübersichtlich, daß ihre Entzisserung die Bear¬
beitung der anderen Sendimgen stört. Die 3Ingabe „Soldaten-
trief. Eigene 'Angelegenheit des Empfängers“ ist iihcrslllsiig,
da am oberen Staube der Sendng „Feldpostbrief" oder „Feld-
vostlarte" angegeben sein muß. Dagegen muß unbedingt der
Truppenteil, dem der Empfänger angchört, so genau angegeben
werden, als es dem Absender irgend möglich ist. Wir machen
unsere Leser nochmals darauf oiismcrksam. daß sic gut daran
tun. zu Mitteilungen an die Angehörigen des Feldheeres
vorgedruckte Fcldpo st brtcf Umschläge und F e l d-
postkarten zu vermendcn und diese Formulare recht sorg-
sältig, klar und deutlich auszusüllcn Feldpostbriefumschläge sind
zum Preise von 1 .z für je 2 Stück und Feldpostkarte» zum
'Preise von S» für je 19 Stück bei allen Postaiistallen, Post-
Hilfstellen und amtlichen Markenverkaufsstcllen zu haben.
Auch können im Privatwege hergestellte Feldpostbriefumschläge
und Feldpostkarten. die den amtlichen Akustern cnlspvechcn, an
vielen Stellen bezogen werden. Pakete an dlngehörige der
mobilen Truppenteile sind vorerst nicht zugelassen.
* Genehmigung der Ausfuhr von Schlacht¬
vieh nach Luxemburg. Der Herr Reichskanzler
(Reichsamt des Innern) hat auf Grund van £ 2 der Kaisers.
Verordnung vom IH. Juli d. I. bis auf weiteres die Aus¬
fuhr von Schlachtvieh nach Luxemburg für den
einheimischen Bedarf in Luxemburg genehmigt.
* Die Aeisetzuug des ersten deutschen Toten.
Die Feier auf den Schlachtfeldern von Gram'lolte. am 13.
August, sowie die Schmückung der Kriegergräber muß!« ja in
diesem ernsten Jahre ousfallen. Slbcr eine Feier hat doch
in Gravclvtte slatlgcfunden, nämlich am Ick. AiiMst. nachmit¬
tags. die Beisetzung des ersten deutschen Toten von Illlck,
der seinen Waffenbrüdern von 1879 auf dein Kriczersriedhof
von Gravclotte beigesellt wurde. Es war dies der Husarcn-
gefreite Mar Kohl, der am 10. August durch einen Kopfschuß
gefallen war. Einer feiner Briider — es stehe» vier Brüder
im Felde — wohnte der Beerdigung bei, bei der Pfarrer Srll
von Ars a. d. M. amtierte.
' Kriegssürsorge des Tlcrbandes Deut¬
scher H an d l» ngsgc h i lfee n. Der Verband hat zum
Wehle des Tlaterlandes seine gesamte Organisation in den
Dienst der freiwilligen Hilsstätigleit gestellt und er fordert
jetzt leine über ganz Deutschland verbreiteten 869 Kreisvcr-
etne in einem Kricgsrundschreiben zur tatkräftigen Unter¬
stützung der besonderen Maßnahmen auf. Di« Vereine werden
angewiesen, Gaben aller Art. für dos Rote Kreuz an die
Zeutrallammelstelle in Leipzig. Harkortstraße ll, abzuführen,
soweit sich die Vereine nicht schon aus eigenem Antriebe zur
Unterstützung einer örtlichen Sammelstelle verpflichtet haben.
Das Erholungsheim des Llcrbandes in Nieder-
schlcma i. Erzgeb. mit M Betten ist dem sächsischen Kriegsmi¬
nisterium zur Unterbringung Verwundeter zur Verfügung ge¬
stellt werden. Die Stellenvermittelung wird allen
Handlungsgebilsen ohne Unterschied der Verbands-
Zugehörigkeit kostenlos zur Versiigung gestellt und
ans Zlermitlelung jeder Arbeit im Dienste der Bolkswohlsahrt
ausgedehnt. Der Verband wird seine sahungsmäßigen Lei¬
stungen bei Stellenlosigkeit auch während des
Krieges gewähren. 3)edürstigen 'Witwen, und Kindern gefalle«
ner Kollegen soll H i n t erbl i ebenengeld gewährt wer¬
de», obwohl ein satzungsmäßiger Anspruch nicht besteht. Di«
F a m i l i c n k r a n t c n v e r s! ch c rn n g der Angehörigen
kann auch wahrend der Dauer dev Militärdienstes gegen Atat-
tcrzahlung der Beiträge fortgesetzt ".'erden. Den ins Feld
ziehenden Verbandsbeamten oder den versorgungsberechtigten
Angehörigen wird der Gehalt für einen Monat, nach drei¬
jähriger Dienstzeit für zwei Monate weiterbezahlt. Außerdem
wird der Verband Sammlungen mit behördlicher Genehmigung
für eine besondere Kriegsunterstützungskasse für
notleidende Familie» cinberufener oder gefallener Mitglieder
cinleiten. Die zurückgebliebenen Angestellten des Verbandes
find mit gutem Beispiel vorang.'gangen und haben beschlossen,
einen bestimmten Prozentsatz des Gehalts abzutretrn, der zu¬
sammen mit anderen lsterbandc-nntleln zur Unterstützunz der
Familien cinberufener Kollegen dienen soll. Wenn alle Be¬
rufskollegen im Reiche, di« ihr lgphalt weiter beziehen, von
der gleiche» Opfcrsieudigkeit erfüllt sind, so wird dadurch viel
9tat gelindert werden. Freiwillige Beiträge sind an die Ber-
bandsleitung in Leipzig zu richten.
* Buchführung s- und Rechnungs stelle de,
Hansa-Bundes, Berlin. Schöncberg, Rtainiiiienteiistiaßs
93. Detailiisteii, Handwerlsmcister und andere Kleingewerbe¬
treibende haben vielfach in den Krieg ziehen miiffen, ohne
vorher ihre Bücher und Rechnungen in Ordnung bringen zu
können. Akit Rücksicht hierauf hat der Hansa-Bund, unter
Mitwirkung der Deutschen Mittelstandsvereinigung, in Er¬
gänzung seiner Auskunftsstclle für gewerbliche, industrielle und
häusliche Fragen, eine Buchfuhrungs- und Rechnungsstclle in
Berlin-Schöiie'bcrg, Rtaiuimciitcnstraße 35, (Gcfchästssiundcn
9—3 Uhr) errichtet. Diese Stelle soll auf Wunsch der Betei¬
ligten unentgeltlich die Gcschästsbücher derjenigen
Kleingewerbetreibenden. Detaillisien und Handwerker, die zu
den Fahnen einberuse» sind, mögen sie dem Hansa-Bund ange¬
hören oder nicht, in Ordnung bringen und daraufhin die rück¬
ständigen Rechnungen ausschrcibcn. Die Vorstände von In¬
nungen und gewerblichen Fachverbänden werden gebeten, die¬
ser Stelle zunächst die Adressen aller ihrer dem gewerblichen
Mittelstand angehörigen Mitglieder, welche zu den Fahnen
gcruscii sind, alsbald mitzutcilcn.
* Fm Interesse von Lieferanten und Fa¬
brikanten wird von der Militär-Verwaltung daraus auf¬
merksam gemacht, daß Farbstoffe und all» zur Anfertigung von
Beklctdungs- und Ausrüstungsstücken für die Truppen erfor¬
derlichen Rohmaterialien als Privatgut der Militär-
Verwaltung zu belmndcln und als solche» auf der Eisenbahn
zu bfördcni ist. Dasselbe gilt von Maschinen. Maschinen¬
teilen, Werkzeugen, Heizmiiteln usw., dt« zur Auftechierhal-
tung des Betriebes erforderlich sind. Die Anmeldung der
Transporte gemäß 8 31 und 32.12 der Mlitär-Transportord-
nung, 7. Teil, ist Sache der Bckleidungsämtrr bezw. derjenigen
Stellen, für welche die Kriegsbediirfniss« zu liefern sind. Leber
lde» Inhalt der §8 können sich die Lieferuanten bei jeder
Militärbehörde unterrichten.
* Vorbilder der Vaterlandsliebe. Der Ar¬
beiter Franz Fontaine aus Beaumarais bei Saarlouis ist mit
einer so edelmütigen Gabe an die städtische Licbesgabensamm-
lang hcrangetrcteii, daß sie nicht allein erwähnenswert, {oiu
,'crn nun) r>*n beiten oulcriäudiscken Kundgebungen des eifer»
neu Jahres isi:; würdig zur Seite zu stellen ist. Fontaine Hai
der städtischen Liebesgabensammlmig bis aus weiteres feinen
halben ^voihenlohn zur Versiigung gestellt.
§oi,;« für KreiIIoich. Zur Unterbringung de»
Kleinviehs (Ziege». Kaninchen. Hühner etc.I derjenigen
Leute, welche Metz veüasjcu müssen, ist Vorsorge gctrojfeii. In
Queuleu ist aus Lreraulassuug des Herrn Bürgermeisters eins
Anstiabmestelle unter Leitung des Herrn Ctadtrat Müller er«
öisuct. Herr Müller wird nähere Äuskunst geben. In glei¬
cher Weise wende man sich an Herrn Reuter in D«vant-les-
Poiits und Herrn Jakobs iu Mvutigiiy.
Das zur llnterbriugimg nherged.me Vieh wird verlauft
und der Erlös den Eigeiiliimern sichergestellt oder zugcfaudt
weiden.
" K ra ii lcnpfleg e k ursus. Herr Oberstabsarzt a. D.
Dr. Reuter beginnt um Freilag. den Ll. August, alvnds 7
Uhr, eine» neuen Kiuius in der Umcrwcijung der Urantau«
pflege. Veriammliiiigspunkt Kloster zur heiligen Familie
Montigny, Eingang Klosterstroße.
* Di e f> < r b ft Prüfung für Einjahrig-Frei¬
willige wird in M« tz tunlichst noch in diesem Monate ab-
gehalten werden. Gesuche um Zulaffuiig zur Prüfung sind
mit dem durch die Spehrordiiung lsj dg) voigeichriebeiicu Un¬
terlagen lojorl an den Borsiisendcn der Priijungskommüiion
für Einjäbrig-FreiwilUgc i» Äk e tz, Kaijerliches B«.
z i r l spr ä I i di u m , zu richten. Der Priiiuugstermiu aWt
jedem Bewerber persönlich mitgeteilt werden.
ch Kürzel-Urville. Die dahier vom 1. Vorsitzenden
des diesigen Männcrvereins vom Roien Kreuz. Herrn Kants-
nalarzt Dr. Raab i» den letzten Tagen veranstaltete Samm¬
ln ii g für das Rote Kreuz erzielte die für hiesige V-'rhsill'nff»
gewiß aul-chiitichc Summe von 721,19 M, welche au die Reichs¬
bank abgesübrt wurde.
Lie!.'os^al.ieu.
Für die Hülfsaktion der Stadt Metz sind weiter
bei der „Metzer Zeitung" elngcgangen:
H. Eichhorn. Malermeister, 25 . H ; Rcinecke, Ober bahn«
assislcnt. 5 Jl: Eugen Kopplow, ß .H; Wenger, 5 Schutzleut«
dce ck. und 5. Polizeireviers: Tabatt, 1 Jl; Dambach 2 Ter»
«•Poren, 2 J(; Schewe, 3 .U\ Huj«, 1.50 M] Elchcr, 1 M\ Wiec«
göret, 2 *«; Blase, 150 Remy, 1 M', Regenborn. 1 Jl; P»
land, 1 .H; Trettiu. 1.50 .Ä; Mößbauer, 1 .H; Bernet, 3 .H;
Schneider, 1.30 .f(; Pieter, 2 M\ Hirsch SE .Ä; Wirt Gebhardt,
Gntt-enjttnfic, 15 Fraulein Gebhardt, 3 .11; Flccksteiner,
Dienstmädchen bei Gebhardt, 3 M\ Eugen Lambert, Kaufmann,
2. Rate, 50 .d; Johann Dutt, Frifeurmeister, 2 J(\ Rechnungs¬
rat Matlbirßen, in Jf; ? } erein der Züchter und Liebhaber von
Rassehunden von Metz und Umgebung, 20 M, zusammen 171 JL
?J{it den früheren Beträgen 2083 .d.
Ferner gingen ein für das Rote Kreuz:
Kars Scharr. Kaufmann, Oueukeu, 10 Königs. Berg»
beamte und Bergleute des Saarreviers der Gruben von der
Hcudt, Sieden und Koblwald, 2!'>.3l> .8: Sil. Bcchet 5 .«tz
H. Eichhorn, Alalermeister. 25 B. Platz. Metz, 50 Ut: Ver¬
ein.. Eisernes Kreuz", 20 ,!(; Reinbigler. Sablon. 80
Gitifcl, Sablon, 10 .<t: Skatpartie im „Münchner Kiiidl^,
Sablon. 7.15 H. ft., 20 Steinkonff, 5 F. L-, 50 .«l
Wenger. 5 ,«° Stammtisch Schaudig, Sablon, eingezahlt
durch Werkmeister.Simon. 20 Jl: Verein mittlere Maschinen»
technischer Eisenbabnheamten, Ortsgruppe Metz, elngczabll
durch Werkmeister Simon. 30 Louis LIppmonn u. Eo,
Herren- und Knabcm.ftonfcktian. 20 .h; Beamte, Handwerker
und Arbeiter der Betriebswerkmeisterei, Sablon, 500 -tt.
Goitmann, Feldwebel. 1 Jl; Dr. Raab. Kurzcl-Urvillo.
721.1» .H; Ungemimf 1 Jl; FriSr. Rettig, Vaiilchrling. 2
Emil Prillok. 'ti'.-.i -graph, 10 Jl; Johann Dult. Fnle:irmei-
ster. 2 .H; Fil. Sauer. Schneiderin, I. Rat«. 3 Jl; Starnhardt,
Mützenmacher, 10 J<; G. Labinski. S'ädt. Gkfti. Werk. 5 .H)
G. chr. E. und E. Labinski, 3 .ft; Einige Landwebrleute 2.15
Veamtt des l. Pol'zei-Reviers 22 5ll.ll: M. L. Drvant-les-
Pont? 10 Jl; Gugel. Mel;, 5 zulammen 1850.70 M.
Mit den trüberen Betragen 5370,d'.Z .»k.
Ungenannt 2 Flaschen Wein. Wä'che.
Weiter« Gaben nehmen nnserr Geschästsstellen. Römer«
st-aße 25 und Parilerstraße 4, entgegen. »Meder Zeitung“.
Städtische Sammlung.
List« XI.
D!nz, Giplermcister 30, Klein, Schuhmacher 10, Ungenannt 10,
Fr! Schieber, Lehrerin 5. Schwertfeger. Lostomorivführer 5, Feil,
Svorhaffendirektor 10, Liste der „Metzer Festung" 601, Chor,
Schuhmacher io, Sparkasse zu Metz 1000, Bride, Lehrer a. D. 5,
Engler Otto, Giltervorsteher 90, Schmidt, Dankliossierer 5, Ermann,
Dantzprokurist 5, Frau Kölsch, Rentner!» 20, Frau de Thury 300,
Ungenannt 3, Sidot Emil, Lehrer 10. Erbrich, Direktor der Taub¬
stummenanstalt 50, Jung Han» 5, Lanbgerlchlsrat Scholz 35,
Sallerin-Leclaire, Holzhandlunq 10, SteinhSuier, Kaufmann 20,
Nochgerber, Fugsü'hrer 5, R. Müller, PostsekreiSr 5, Bernhard
Haupt, Draudiretzr. 25, Wwe. Luzian Nicola» 5, Krause, Friseur 20,
Ungenannt 2, Wwe. Louis Dvfour 10, Heinr. Dusour, Fabrikant 10,
Anatol Guelle, Gastwirt 20. Pasthalter Kößler 100. Braun, Metzger»
meister 5, Anna lrouslans, Lehrerin 10, Dudzlnski Aug., Wirt 10,
Kintzlnger, Professor 20, Maria Manige 5. Offiziere de» Husaren»
Slelervc-Reaiments Rr. 2 12.21, Heinrich Bach, Däckierei 5, Kirch»
geßner 10, Fa. Th. Krell 20, Sidner 2, Eltges-Kodard, Re»tner5>ü,
Paul Andrch Dierverleger 1V, Gustav Nieolar, Bäcker 10, M.
H. 10, A Hocquord, Bäcker 20, Michel Chor, Schuhmacher 10f
einbezahlt durch Dank Wäger Sc Co.: G. Huckertz Pertreter der
Firma Villerog fc Doch -K>, Ess.ulionstrudtionr- und Brückenbau»
gesclllchaft m. b. H. 250, Dettelbacher, Direktor der Eisenkonstr.»
und Drückendangesellschaft 50, Dirrlon Liizian, Banlibeamtcr S Mlu)
zusammen 2953.29 Mk.
Summe der List« 1-10 Mk. 48003.29
Dazu List« 11 .. 2955.21
Mk. 51018.50
Naturalien: Metz, Cast de« Halles 20 FI. Bordeaux, Gab¬
riele Schieber 1 Fl. Notwein, Feil, Direktor der Sparkasse, 10 Fl.
Bordeaux, Drichler Joseph ein Detl, Nicolar Wwe. Bettzeug,
Iwillina, Professor, Bettzeug und Wäsche, Childz, Wetnhändler,
20 Fl. Bordeaux.
Jur Privatkrankenpslegr stellen Zimmer und Betten
zur Berfügung: Pierre, Konservenarbciter, Dennerlein, Kaufmann,
Obrecht, Fustizrat, Guelle, Wirt, Frl. Elfriede Mcycr, Frl. Fischer,
Frau Galerky, Büglerin.
Verantwortlicher Redakteur: K. Fischer.
Verantwortlich für die Inserate und Reklamen: St. Druck.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
gestern nachmittag 3 Uhr, meinen lieben
Mann, meinen guten Vater, unsern Sohu,
Bruder, Schwager und Neffen
Max Gieger
im Aller von 40 Jahren in ein besseres
Jenseits zu sich nbzurnfen.
Dies zeigen tiefbetrilbt an namens der
trauernden Hinterbliebenen:
Frau Camilla Gieger
gcb. Boos, nebst Tochter.
Metz, den 13. August 1014.
Dio Beerdigung findet Donnerstag, den 20. Aug.
Nuclunittags i'j, Uhr, Tom Mathildenetift aus statt.