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ARCHIV
für rationelle Therapie
hauptsächlich
Homöopathie, physiologische Biochemie, Naturheilkunde, Diätetik,
Hygiene, Magnetismus und Psychiatrie.
Herausgegeben und redigiert von M. E. G. Gottlieb, H eidelberg, Ladenburgerstr. 20.
A3 1.
Januar.
Jeden Monat erscheint eine Nummer.
Bezugspreis für einen Jahrgang 3 Mark.
Druck & Verlag von Karl Rohm in Lorch (Württemb.)
1908.
Jahrgang.
(2. Band.)
Manuskripte und Anfragen, den Inhalt der Zeitschrift betreffend, sind nur an den Heraus¬
geber zu adressieren. — Abonnements, Inserate, Zahlungen wollen dagegen nur an den
Verleger adressiert werden.
Die Therapien,
ihre Bedeutung, Unterschiede, Grundgesetze und Berechnungen zum
Heilerfolg.
Eine Studie von M. E. G. Gottlieb.
Fortsetzung. — Biochemie Hensels.
Alle Rechte Vorbehalten.
Wie einfach, einleuchtend und klar beweisend ist dagegen die
Art der Verabreichung der Nahrung respektive Minerale »in einer
Nussschale« wie sie durch Julius Hensel eingeführt wurde.
Es kann ja gewiss sein, dass sich auch in dieser Nussschale einiges
überreichlich befindet und übereifrige Gegner wollen Schädlichkeiten
aus diesen »überflüssigen Reizen«, wie sie sich ausdrücken, ableiten.
Wenn man nur sonst etwas gewissenhafter in dem Vermeiden von
Ueberflüssigkeiten wäre! Es wäre lächerlich, aus unseren Stuhl¬
abgängen schliessen zu wollen, dieser überflüssige Ballast sei ein
Fehler, den man durch veränderte oder verminderte Nahrungsauf¬
nahme vermeiden müsse. Der Körper benötigt auch Schlacken und
es ist eine längst bekannte Tatsache, dass man durch andauernde
Aufnahme von »leicht verdaulicher« Nahrung, die oft als so zu¬
träglich empfohlen wird, und der Eitelkeit der Menschen so sehr
schmeichelt, seine Verdauungsorgane so verwöhnt und schwächt,
dass sie schliesslich auch das »Leichtverdaulichste« nicht mehr zu
verarbeiten vermögen. Es ist nicht mehr als vernünftig, wenn man
sagt, dass unter der Nahrung auch einiges halbwegs Unverdauliches
sein müsse, welches die Verdauungsorgane in Tätigkeit versetzt,
die dann dem leichter Verdaulichen zu Gute kommt. Man weiss
im täglichen Leben ganz genau, dass man eine Leistungsfähigkeit
durch eine kleine Steigerung in der Qualität erhält, und dass, wenn
man sich nie in dem »etwas mehr« als dem verlangten Masse übt,
Nahrung in
einer Nuss¬
schale.
Ueber-
flüssiges.
Schlacken.
Leicht¬
verdauliches.
Un¬
verdauliches.
Uebung der
Verdauung.