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Archiv f€ir rationelle Therapie. Nr. 4. 1908
Milz. (deren Zweck der modernen Wissenschaft noch teilweise sehr
»okkult« ist) Jiva (die Weltseele) in Prana (Lebenskraft) umgewan-
Paracelsus. ^dt w j r( j. Paracelsus, den man nun teilweise anerkennt und reha¬
bilitiert, um ihn ebenso häufig für verrückt zu erklären, sobald
einem etwas nicht in den modernen Kram passt, denn er war eben
Mystiker und Okkultist, die heute immer noch als nicht normal
gelten, (normal sind sie ja auch nicht, denn sie sind ihren Zeitge¬
nossen um einige Jahrhunderte voraus) sagte: »Der Spiritus vitae
nimmt seinen Ursprung aus dem Spiritus mundi.«
Zum gründlichen Verständnis der ganzen Sache wäre es nötig,
Rosenbach, dass man das erwähnte Werk Rosenbach’s studiert. Wir wollen
hier gewissermassen als Beleg nur einiges zitieren, p. 48 »In viel¬
fachen Erörterungen über die Energetik des physischen Betriebes
^sation^als ^ ia ^ e ^ die Ansicht ausgesprochen, dass die protoplasmatische Or-
Trans- ganisation der komplizierteste, aber vollkommenste Transformator
formator. ist, dessen elementarste Teile (lebende Moleküle und Energeten)
von den feinsten Strömen und Wellensystemen der Aussenwelt
angetrieben (erregt) und dadurch befähigt werden, die primitiven
Formen der Energie in kompliziertere umzuwandeln, d. h. nach
heutiger Auffassung die kleinsten Wellenlängen (von grösster Be¬
schleunigung und geringer Wirksamkeit für Massen) zu grösseren
Wellenlängen (von relativ geringer Schnelligkeit und grösster
Massenvalenz) umzuspannen und vice versa, (p. 71) Die peripheren
Nerven sind also kunstvolle Transformatoren der verschiedenen
Formen äusserer Energie — — bewundernswerte Einrichtungen,
um die Substrate feinster (kosmischer) Materie, die wir als Kräfte,
resp. Energien (und in ihrer höchsten Form als psychische Substanz)
bezeichnen, mit den irdischen Substanzen, die wegen ihrer stabilen
Spannungsform als (wägbare) Masse charakterisiert und somit als
molare Substrate zu bezeichnen sind, in verschiedenster Weise zu
einer sich im Lauf der Entwicklung immer harmonischer gestalten¬
den Einheit zu verbinden. Gegen die Annahme, dass die Nerven
einfache Leiter seien, spricht unseres Auffassung nach, abge¬
sehen von allen Einwänden, die aus der Natur (der spezifischen
Energie) der Endapparate, d. h. der besonderen Art der Trans¬
formation in diesen Bildungen, abgeleitet werden können, vor allem
die Tatsache, dass die Schnelligkeit der Leitung im Nervensystem
ganz anders ist als in dem Leiter eines elektrischen Stromes; sie
ist bekanntlich relativ langsam. Ferner leiten die Nerven wohl
nicht eigentlich elektrische Ströme, sondern diese dienen, wie die
Anwendung des konstanten und induzierten Stromes zeigt nur als
Auslösungsimpulse für Nervenenergie, etwa wie die Funken
die potentielle Energie des Dynamits, ein Zug am Ventil Dampf¬
kraft auslöst. (p. 74) Wir müssen also die peripheren Nerven