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Süddeutsche Hausfrau
Rlelnes Ving wirft weiten Ring!
(£e war ein wunderbarer Jonniger Llrühherbsttag.
43 Altweiberjommcr wehte in weihen Heiden durch
die blaue tust. Rote Vogelbeeren lockten aus dem
müden, kühlen Grün des Herbstlaubes. Schwarz¬
blaue Brombeeren zeigten, dah der Herbst mit jeinen
Gaben nicht geizt.
Rinderstimmen erklangen. Lin Vackel lächerte
mit hellem Gekläff daher.
Mutter Grete zog mit ihrer kleinen Schar fröhlich
an dem Seeufcr entlang. Rach dem Mittagessen
hatte sie die Rinder angeirieben:
„Die beste Mittagsruhe ist eine kleine Wanderung
um den See herum, wenn ihr eure Lungen mit
der schönen frischen Herbstlust angesüllt habt, dann
gehen die Schularbeiten noch einmal so slott voran."
„Mutti—i. eine Sank, die stürmen wir!" lachend
folgte Mutter Grete den Rindern und freute sich
über so viel Lebendigkeit. Still konnte das Vier¬
gespann nur knappe fünf Minuten sitzen, dann
brach der dem gesunden Rinde eigene Tätigkeits¬
drang durch. Schnell wurden Steinchen gesammelt,
schöne slache Stclnchen.
„Antreten zum Butterbrotwersen. jeder darf drei¬
mal weisen", kommandierte Hannes.
Runstvoll geworfen, hüpsten die Stelnchen vier-,
sa sllnsmal über die stille glädjc des Wassers, ehe
sie versanken Gleichwertiges Rönnen reizte zu
ausgedehntem Wettkamps.
„Ich auch!" bat peterlein, der vierjährige.
Schön weit warf der kleine Reil seinen Stein ln
den See.
„Mutti, sieh die Ringel So ein kleiner Stein
und so viele Ringe! Nun kommen sie fast bis an
das User!"
Mit Staunen verfolgten die Rinder das Spiel
der Ringe.
Mutter Grete dachte nach, irgendwie zuckte es
in ihr aus: ... ein kleines Wort, achtlos hin¬
geworfen. breitet sich ebenso aus. zieht Immer neue
Rreise. sie gehen säst über einen hinweg, und man
hat eines vergessen ... ein einziges achtloses Wort
hat das verursacht.
Sie nahm ihre beiden Großen in den Arm und
sprach zu ihnen über die Gedanken, die sie be¬
wegten.
Vie besinnliche Gertie schwieg. Ilse, immer etwas
vorne weg mit dem Munde, rief in ihrer lebhaften
Art: „Mutti, dann sage ich kein Wort mehr!"
„Voch", meinte Mutter Grete, „wozu hat der
Menfch das Geschenk der Sprache! Lin aufrechter
Mensch muß sogar stets das rechte Wort am rechten
Platze haben. Dazu gehört aber Selbstzucht und
Nachdenken. Solch eln Wort wirkt lebendig. Ls
schafft wertvolles. Seine Rreise können sich gar
nicht weit genug ziehen."
Gertie umschlang die Mutter: „Mutti, wenn wir
mit dir ausgehen, ist es immer schön. Vu kehrst
nicht mit uns ein, es gibt weder Schokolade noch
Rüchen, aber lange muß Ich an unseren weg
denken."
Voch dann siegte wieder die Lebendigkeit, „letzten
bis nach Haufe l" schlug Hannes Gertie an den Arm.
los ging die Zagd. Voran die drei großen, lump
hinterher, und peterlein wollte es mit seinen
kurzen Beinchen den Großen gleichtun.
Mutter Gretes Gesicht leuchtete: „wie reich ist
das Leben und was kann eine Mutter wirken,
wenn sie das rechte Wort zur rechten Zeit findet!"
MEl BUA
/ han en Bua, er ischt wia alle Bitaba:
verkräßt mit Drcclsschuah meine Schtuba,
hot Hand kohlschwarz bis ontcr d' Fengertiägel,
vergißt oft 's Grüaßa, wia a rechter Flegel,
tuat Baales mitta uff de Schtroßa ,
verreißt beim Krebsla seine Hosa ,
saust uff cm Fahrrad nom oms Eck,
mir bleibt oft schier dr Schnaufer weg!
A Schlamper ischt 7, alles läßt V liega,
mr könnt* vor Zorn en an de Aura ziaga!
Tagaus, tagei geit 's ebbes z nörgla
ond für das Biiable ebbas z' werkla.
Ond essa ka'n er, net zom Saga,
was so a Ma’le ka vertraga!
Jcß ischt er fort, der Donderskerle!
/ häb's jeßt guat, so denkt mr. währle!
Hab* nex mai z* schempfa, z schaffa, z sorga,
könn* schlofa bis en schpäta Morga!
Jo Mulle! Jeßt ka i nemme sage:
„Bua! Tua den Loeb zom Bäcka tragaf
Spreng* au uff d* PoscJit mit sellem Packle
ond hol* zom Kaffee a paar Weckte!
Guck her, laß d' Milch net iiberlaufa ,
i gang g'schwend fort, a Brätle kaufa,
Tua d* Schuah schö 1 wicltsa, fleißig** Biiable /
Hol* au mei Brill, se liegt em Schtüble!
Schpreng nuff uff d* Dehne, na en Keller!
Schielt uff da Tisch au no den Teller!
Lauf schnell zum Kaufma, hol ' en Essig!
Trag Kohle ruff, sei net so g’schpässig!
Tua des, tua seil! Schneid ' Schnittlauch duss em
Gärtle!
Schmeiß en da Schalter schnell des Kärtle /“
Koe Bua ischt do, rno schafft ond schprengt
treppauf, treppa ond pfeift ond sengt
ond jagt zom Kucfcuck alle Sorga
ond freut von heut* sich scho uff morga!
O Leut! 1 ka mr 8 net verhehla ,
des Biiable tuat mr grausig fehla!
Wia gern hält* i en meine Schtuba
jeßt wieder Kräßcr von meinm Bitaba!
Anna Haag
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