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Aufnahmen: Nehrdien
Modelle: Alpina
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Sportlidi — elegant
Die neue Form der Sportuhr ist die „Clip-Uhr".
Sie hat einen Rand aus Glas, durch den rückwärts
befestigten Clip kann ein Schal gezogen werden.
Für den Abend gibt es eine besondere Kostbarkeit:
die kleine goldene Uhr hat an Stelle des Glases
einen besonders geschliffenen Topas oder Amethyst
UHREN
DIE MODERN SIND
Die Brosdienuhr steht köpf
Das hat für die Trägerin den Vorzug,
daß sie — ohne die Uhr herumzudrehen —
immer feststellen kann, wie spät es ist
Weiß und Schwarz — auch in der
Uhrenmode. Weiße Ziffern auf schwar¬
zem Zifferblatt lassen sich besonders gut
erkennen. Die Lederkordeln wiederholen
das Spiel von Schwarz mit Weiß
(Links) Das sind zwei modische Arm¬
banduhren. Bemerkenswert ist dieWieder-
kehr des Mctallarmbandes. Häufig ist es
breit wie ein richtiges Armband, auch die
runde gedrehte Form erfreut sich großer
Beliebtheit
Als Jie hinkommt, erfährt (le, Sah Stieb Hell¬
mern n an ben golgen einet Cungencntjünbung In
wütigen I-agen verstorben ist.
„Ls Ist furchtbar", stöhnt Axel, „Ich weist nicht,
was Ich weiter tun fall, Ich habe kein Gelb zur
Fortsetzung bes Studiums. Ls ist, ols ob er mir
mit seinem plöhlichen Sterben einen bösen Stretch
spielen wollte..."
„Aber Axel!" entsetzt sie sich.
„Ad) was", wehrt er ab, „wir werben ja sehen.
3d> so» heute vormittag zu einem Notar kommen.
$icr ist ber Brief. Sieh bir bas an — mein
Herr Sruber hat ein Testament hinterlassen!"
Lr lacht nervös auf.
Line Taxe bringt sie zum Notar Vr. Sanbmann.
Lr sieht Axel Hellmann prüfend an, bevor er bas
Dokument entfaltet und zu verlesen beginnt.
„Zch, Lrich Hellmann, sehe zu meinem alleinigen
Lrben meinen Bruder Axel Hellmann ein. Mein
vermögen besteht aus einer lebensverficherung
über if ooo Mark, beten Police sich bei bem Notar
Vr. Sandmann zu treuen Händen besindet..
Axel Hellmann springt erregt auf.
„isooo iNark!" tust er aus, „alle Wetter...!"
Der Notar macht eine beschwichtigende Hand--
"bewegung.
„Linen Augenblick, Herr Hellmann, das Te-
stament geht noch weiter. Ls heißt hier: ferner
überlasse ich meinem Bruder im Linverständms
mit meinem jetzigen Thef meine bisherige Arbeits¬
stelle auf die Dauer eines Zahres unter der Be¬
dingung, daß er den Dienst persönlich verrichtet
und keine Hilfskräfte anstellt. Dieses Testament
kann nur im ganzen angenommen oder obgelehnt
werden. ver;id)tet mein Bruder aus die Lr-
süllung der zweiten Testamentsbestimmung, so ist
der Betrag der kebensversicherung an wohltätige
Organisationen zu überweisen .. ."
Axel Hellmann erblaßt.
„Vas — ist — eine Gemeinheitl" stößt er
hervor.
Der Notar zuckt die Schultern.
Der ,,lct{te Mann“ der Luxusbar
Hier aber muß die Geschichte Lrich Hellmanns
erzählt werden, die seltsam und ergreifend zu¬
gleich ist.
3m Alter von iS Zähren machte Lrich Hellmann
eine Dummheit, die ihn mit den Strafgesetzen in
Nonslikt brachte. Lr ging nach Verbüßung seiner
Strafe außer kandes und kehrte erst sechs Fahre
später, nach dem lode seiner Litern, wieder nach
Deutschland zurück.
Zu dieser Zeit hatte Axel, sein jüngerer Bruder,
bereits das dritte Semester seines Studiums
vollendet und stand jetzt angesichts des Todes
feiner Litern vor der Aufgabe, sein Studium zu
beenden und sich einen Broterwerb zu suchen.
Da sprang Lrich ein: „Zch habe viel gutzumachen",
sagte er zu seinem Bruder, „ich werde dafür
sorgen, daß du weiterstudieren kannst!"
Ls gelang Ihm. in einer kuxusbar am Nur¬
fürstendamm die Stellung eines Toilettenpächters
zu erhalten. Sein Bruder zuckte die Schultern.
„Du wirst verstehen, Lrich, daß ich unter diesen
Umständen mit dir nicht öffentlich verkehren darf."
Aber Axel genierte sich nicht, seines Bruders
Geld anzunehmen. Die paar Groschen „Trink¬
geld", die Lrich im kaufe eines Abends einnahm,
wandelten fast restlos in Axels Taschen.
wie Lrich es unter diesen Umständen überhaupt
möglich gemacht hatte, das Seid für di« Ver¬
sicherungsprämien aufzubringen, bleibt fast un¬
erfindlich. Lr muß sich dieses Geld, nur um seinem
Bruder auch nach seinem Tode noch Helsen zu
können, geradezu vom Munde abgespart haben.
Vas merkwürdige Testament hatte Lrich
übrigens erst am Tage nach dem Besuch Christa
Berks aufgesetzt.
Li« Ma»» ringt sich durch
Axel Hellmann kann sich kaum lassen vor Wut.
„Line Gemeinheit ist es", verkündet er immer
wieder, „eine grenzenlose Gemeinheit...!" Und
selbstverständlich denke er gar nicht daran, nun
etwa ein Fahr als Toiiettenpächter — pfui Deibel!
(Fortsetzung aus den Anzeigenjeiten)