ßcftung durch Hinausschicben von Heereetellen gegen Westen zu decken, vermochte aber unseren herancilenden Armee» nir- »endo Stand zu hakten. Die 5>. «nd II. ruffifche Jnfonlcrle» divifion. di: sich bei Laueut stellte, sind aus fluchtartigem Rückzug gegen den San. Ebenso wurde» eine Kofakendioision und eine Jnfantcriebrigade, die östlich Dymow eine verstärkt« Stellung inne hotte, nach kurzem Widerstande zurückgeworscn. Unser« Truppen sind dem Gegner überall an den Fersen. Auch Ungarn dürste von den nach in den Komitatcn Marinaros und Beftztercza-Naszod hcrumirrendcn feindlichen Ableitungen bald gänzlich gesäubert sein.

" Men, 10. Olt. Der Kriegsberichterstatter der ..Reichs» post" meldet: Am Dienstag unternahmen 1 0000 Russen einen heftigen Angriff a n f P r z c m s l. Die Verteidiger

kiesie» den Feind auf SOü Schritt hcrankommen und erösfneren erst dann ein furchtbares Feuer. Di« Russen blieben bis auf einen geringfügigen Rest alle tat oder verwundet auf dem Platze.

U Wreu. 11. OH. Der Kaiser Hai den Thronfolger, Erz­herzog Kail Franz Joses, zum Best-Hlshaber des ^nfanleric- Regiments Rr. 19 ernannt, dessen letzter Inhaber Erzherzog »ranz Ferdinand gewesen war.

Schutzimpfung.

AV Wien, i(i. Ott. Wie dieReichspost" meldet, sind die österreichisch - ungarischen Truppen gegen Cholera geimpft worden. Diese Echutziinpsung hat sich im Batkaiikliege auf griechischer Seite sehr bewährt.

Dom westlichen und östlichen Kriegsschauplatz.

5 ieg über französische Kavallerie.

W Großes Hauptquartier. 11. LU., abends. (Amtlich.)

Weltlich Lille ist von unserer Kavallerie am 10. Oktober eine französische Kavalleriedivision völlig. bei Hnzebroiick eine andere französische knvalleriedtvision un­ter schweren Verlusten geschkagen worden. Die Kömose an der Front führten im Westen bi.her zu keiner Ent­scheid v n g.

Me Ziegesbeule von Nimverpe».

lieber die Sieges beute v.'u Antwerpen löniien noch keine MiHerl-iiigen gemocht werden, da die Unterlagen erklärlicherweise noch fehlen. A.,ch über die Anzahl der Ge­fangenen sowie über den Uebertritl englischer und belgischer Truppen nach Holland liegt kein abschließendes Urteil vor.

Sie Küssen im Norden zurück geschlagen.

Auf dem östlichen Kriegsschauplatz wurden im Norden

alr Angriffe der 1. und 10 . russischen Armeen gegen die o st p r e u st i s ch e» Armee» von diesen am ri. und 10. Oktober zurliSgeschlagen. Auch ein Umsastnng». versuch der Russen bei Schirwindt wurde abgewrrsrn. Dabei wurden tausend Russen zu Gefangene,, gemacht.

2000 Russen Milch Warschau gelangen.

2« Siidpolen erreichte die Spitze unserer Armeen dir Werchsel. Bei Grofez, südlich Warschau, siete» 2000 Dian» des 2. sibirische» Armeekorps in unsere Hand«,

Millebe Kügenmeiümige».

Russische amtliche Rachrichten über einen großen russischen Sleg bei A u g » st a wa - S uwalii s i n d Erfindung. Wie hoch die amtlichen russischen Nachrichten einznschatzea sind, zeigt die Tatsache, daß über die gewaltige Nied.rlage bei Ta,inenberg und Insterburg keine amtlichen russischen Nachrichten veröffentlicht sind.

König £arol t

W Bukarest. 10. Eft. tl 8 :> I n (5arol ist heute früh gcstorbcii.

W Bukarest, 10. Ott. Aon!fl ftarol ist in Sinn ja verschieden. Der Tod trat heute früh i;< Uhr eia.

W Bukarest. 10. OH. Gestern erteilte bet König noch mehrere Audienzen. Die Königin »nd d:r Leibarzt weilten noch bis 11 Uhr Abends in seindr Gefells!-.:!!. Gegen 0 U'ir morgens fühlte sich der König unwohl. Der sofort herbeigecilte Leibarzt konnte nur noch den bereits eingelte- tcucu Tod ieststellen. Die Leiche wird nach Bukarest übet geführt »nd iw Thronfanle nusgebahri werden.

Der neue .König vo» Rumänien.

AV Bukarest, 11. OH. (Agenre Raumaine.) Heule wird Etborinz Ferdinand vor dem Patlamciil den Eid ans die Dersassung leisten und hieraus zum Könige ausgerufen wer de». Eine Proktamaiion an das Volk wird veröisentlicht werden.

AV Bukarest, 11. Ott. Die konservative Zeitung ..Minerva" widmet dem neuen Könige folgende Worte: Als Kronprinz hat er keine politische Ansicht kundgegcücn: als König n-ird «r zeige» miisten, wie er das Laad zu führen gedealt. - -Ron- mania" schreibt: Die rumänische Geschichte ist unlösbar mH dem Werke König Karols verbunden.

AV Wie», lt. Olt. Ans dein Krieqspressequarlier tuitb amtlich gemeldet: Armeepherkom-nan-aiit Erzherzog Friedrich hat im Rainen der österreichisch-ungarischen mee und Kriegsmarine dem rumänische» Rkinisterpräsidentc» und Kriegsminister Bratianu .das Beileid auisißlich des Ablebens König Karols telegraphisch ausgesprochen.

Am)»*» imuiwmi.

AA' Karlsruhe, Kt. Olt. Der Kaiser hat gestern abend an die Gr ost he rzog t n Luise telegraphiert: ..Antwerpen wurde heute nachmittag ohne Kamps besetzt. Gott sei siir diesen herrlichen Sieg voll tiefer Demut gedankt. Ihm sei die Ehre.

Wilhelm."

Ehrung des Generals von Bescler.

\V Greifswald, 11. Olt. Die hiesige iurislische FakuHäi Hai den General von Bcseler zum Ehrendoktor ernannt »nd ihm hiervon in einem Telegramm Mitteilung gemacht.

Ehrung gefallener Fahnenträger.

Do: König von Bayern hat bestimmt, dag die Fah­nenträger, die im gegenwärtigen Feldzüge niil d:r Fahne ln der Hand gefallen und die infolge von Wunden, die sie mit d:r Fahne in der Hand erhalten haben, verstorben sind, für alle Zeit:» dadurch geehrt werden, dast ihre Namen mit kur­zer Erwähnung der Veranlassung auf süberncn Ringen all den betreffenden Fahnen verzeichnet werden.

AA' Parts, 10. Olt, 11 Uhr abends. (Amtlich.) Die Be richte ans.dem Groszen Haupimiartier meiden Beruh r u ng der beiden Reitereien südwestlich Lille und heftig: Kämpfe südöstlich und nördlich Arrar-: ebenso auch einen sehr lebhaften Angriff des Feindes an,' die Maashöhen.

vrr Tranzose Blumenthal.

AV Frankfurt a. M., 11. Okt. DieFranks. Ztg." meldet von der französischen Grenze: Der französische Mini­ster rat hat die Naturalisation des ehemaligen Bür­germeisters von Colmar, Bl n ment ha l. beschlossen.

AV Wir», 10. Okt. DieWiener Ailg. Ztg." verössentlicht einen Artikel des russischen Publizisten Brjamconiiiow. eines nahen Brrwandten des russischen Bolschaslera in konstanti- nopcl. v. Kiers, der zu den brstunterrichtetcn rusiischc» Pu­blizisten gehört. In dem Artikel, der in einer russischen Zei­tung erschienen ist, gibt der Bersasicr seiner lebhaften Freude Ausdruck über die Unterzeichnung der englisch - r»f s i s ch e n M a r i n c - und M i l i t a r k o n v e u t i o i,, die nicht nur defensiv sei. sondern auch die Landung der Eng­länder in Holland vorsah. Krast der Konvention tritt die rus­sische Baltische Flotte im Kriege unter das Kommando des Kommandanten der englischen Geschwader, deren Aufenthalt ln Norwegen vorgesehen sei, damit sie gestützt auf die freundschaftliche Neutralität Dänemarks sosort nach oder noch vor Eröffnung der militärischen Operationen in den bal­tischen Gewässern erscheinen und gemeinsam mit der rusjl- schen Flotte handeln könnte. Jetzt endlich könnte Rnssiand das Ende einer Politik der Abhängigkeit von Berlin sordern. di« »invereinbar sei mit Rußlands Freiheit und seiner interna­tionalen Stellung. DieWiener Allg. Ztg." bcinertt dazu: Diese Ertlärungen seien wohl geeignet, die englische Politik ln die richtige Beleuchtung zu setze» und d:n Neutralen die Augen zu öffnen.

Neuer Kriegsminister in Italien.

AA' Rom, 11. Ott. Der König hat das Entlassung»- gtsuch des Kriegs in ini st ers, General Grandi. an­genommen und den Generalmajor Znpelli zum Kriegeministcr ernannt.

AA* Amsterdam, 11. OH. Aus Sabang meldet dasHandcls- dlad": Ein deutsches Cchisf brachte drei Ossizicre und di« Mannschaft des SchiffesCity of Westminstcr" hier ein, da» vom KreuzerKönigsberg" im Indischen Ozean versenkt wor­den war.

Deutsche Kriegsgefangene.

Am vorletzten Freitag sind in Marseille 0 0 0 deut­sche Kriegsgefangene angekommeu. 100 waren Ein­wohner Elsaß-Lothringens, die wegenuntreuer Handlungen" ftstgenommen waren. Damit ist wohl gemeint bemerkt der ..Nieuwe Rotterdamfche Courant daß sie sich El dem zeitweilig von Franzosen besetzten Gebiet ihrer Hei­mat dem Wille» der Franzosen nicht fügen wollten. Die librb

gen 100 sind Soldaten, die bei den Gefechten in den Argonnen gefangen gcnomnten wurden. Alle 000 Gefangene sind in dem Fort St. Nicolas uniergebracht.

Der llorsprimg der Deutschen.

A\' London, 10. OH. DieMonilngpost" weist in erneut Leitartikel humif hin. dost die Deutsche n dadurch, dost sie sos.'rt zu Besinn des Feldzuges ungeheure Mosten ins Feld warfen, gegenüber den B e r b ii n V e l e n g r o st e St n r> teile erriing e n hätte ». deren Paiali-sterung schreckliche Aiisirciigiiuge.r und vi>.le Mensel,enköeu losten würde. Ber-or Liiltlch, Naiiiur, Antwerpen und Maubcvge zurückerobert werden tönnlen, iiuistlen die deutsch.» Heere zuriickgeichlagcn weiden. Dies wurde Berluste »nd Opstr losten, die bei mehr Boraussicht zu vermeiden gewesen waren.

Wie dir Deutschen kämpfen.

A\ London. 10. Olt. Giti kriegskoiicspoiident derRkor- iiing Post" schreibt: Ein junger englischer Soldat sagte mir: Die Deutsktien kämpfen a» der A i s n e wie Dä­monen. Die Stimmung des Feindes ist nicht schlecht. Wir löniien ihre Insantciie in den Verschanzungcn singen und Har­monika spielen hören. Ein mililärischer Berichierstarier der ,?.VkornIn.,g Post" weist darauf hin, das, die militärischen Kräfte Deutschlands noch lange nicht vollständig «nt-

noch etwa isi'ndcrtkouseud halb ausgrblldet: und fünf Mil­lionen unansgebildete Leute, die dem Alter nach noch im Not­fall« dienftsähig feien.

Die Wahrung der schweizerischen ReutralitSi.

Ans Zürich wird gemeldet: Die schweizerisch« Negie­rung hat zwei aus Savoyen stammende Franzosen, die die Verfasser eines fchmäblichen Pamphlets:Le Testa­ment de Guillaume il" sind, a u sgc w i e se tt. Das Er­scheinen des in Genf herausgegebenen WitzblattesGugusz", das In unflätiger Weise gegen Deutschland hetzte, wurde mährend des Krieges verboten. Erscheint es trotzdem, so werden seine Redakteure vor das Kriegsgericht gestellt. Zwei andere Blätter ein westschweizerisches und ein deutsch- schweizerisches erhielten wegen ihrer Haltung eine Ver­warnung.

Cord £urzon$ träum.

Der Tag weide lommen, an dem die Lanzen der indischen Reiter Unter den Linden blitzen und die Parks von Potsdam von indischen Truppen bevölkert sei» würden. Erst einige Wochen ist es her. als Lord Curzon, dereinst Bizekonig des Indischen Reichs, dieses prophetisch: Won hiiiausschmeltcrle. Curzon ist lonservativ, daher während der lange währende» liberalen Regierung laltgcstellt. Diese erzwungene Ruh« läßt seinen ehrgeizigen Tatendrang in wilde» Phantasien e;plo. Vieren. Es läßt sich nicht leugnen: die erste Vorbedingung zur Verwirklichung feines Traums ist erfüllt, die indischen Hitss- Völker sind in Frankreich gelandet, vielleicht kämpfen st« be­reits in der Echlachllinie an der Seite der Franzosen. Dreißig Schisse von bescheidener Größe brachten die Hilfskorps noch Marseille, darnach berechnet man die Kopfzahl aus höchstens 2.'» bis »0000 Man». Sikhs und Gurtahs stnd's, abgehärtete Bergbewohner vom Abhange des Himolaya, ein anderes Meiifchrninaterial als Frantrelchs ajriianifche Wiistenföhne, deren Glieder l»ereits !m herbstlichen Regen schlottern, deren baldig« Heimbefördernng notwendig wird.

Begeistert war der Empfang der Inder aus französischem Boden, mit Blumon und Küssen empfingen sic die Marseiller Frauen. Kaki ist ihr Kleid, aber das Haupt fchmiickt der Turban, bei den Offizieren ist er von Seide, und Edelstein- schmuck kündet den Träger. Ob die militärischcii Eigenschaften der Inder ihrem glänzenden Aeußern entsprechen, ist schwer zu sagen. Aber eins steht fest, bisher hoben sie nur gegen schlecht bewaffnet« Feinde zu kämpfen gehabt, eine europäisch«, mit Maschinengewehren nusgestaitete Truppe Ist ihnen «in unbe­kannter Gegner. Aber der moralische Eindruck, den ihre An­kunft in Frankreich hervorgebracht hat. ist sehr groß. Daß un­sere braven Soldaten aus den Anblick auch der unwahrschein­lichsten exotischen Kriegsgestaltcn vorbereitet sind, braucht nicht brsairders erwähnt zu werden. Dem Franzosen werden sie ge. au wie Znaven und Türkos als Kanonenfutter in der ersten Schlachireihe willkommen fein, aber daß die Inder irgend wel­chen Einfluß auf die Entscheidung der Schlacht ausüben wer­den, hat wohl auch in Frankreich niemand erwartet. Svarum hat England sie gesandt? Einmal, um seinen Eifer zu be­weisen, die übernommene Berpstichtung der Kricgshils« zu erfüllen. Das ist leichter getan aus kosten indischer Stämme, als auf Kosten britischer Inselbewohner. Sodann auch aus einem egoistischen Grunde. In Indien giirts. und die gefähr­lichsten Elemente für die britische Hcrrschast sind die Mohamme­daner, seit eine stark« anlibritische Bewegung den Islam er. fchiliiert. Unter den nach Frankreich gesandten Kriegern befinden sich ober zahlreiche Mohammedaner, deren sich Eng­land auf diese Weife entledigt hat. Die Londoner Regierung hat also mit diesem Transporte zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, «nd Frankreich ist dankbar dafür, daß es diese Eng­land unbequemen Element« als Kanonfutter verwenden kann. Das ist englische Gefühlspolitik.

AV Ra«, 10. Okt. Kgrdinak-Staatüfekrctär Ferrata ist heute nachmittag 1,16 Uhr gestorben.

AV Malmö, 10. Okt. Di« Stadtverordneten haben einen Antrag betreffend die Anlage eines Frucht- und Industrie- Hosen» ln Malmö im Betrag« von 51000 Kronen aiigcnom- m«rt..-

f Ans Slnitl nnit Fm,-.

Mch. den i:?. CfioJ'cr 1011.

Ernste Worte für «ine e.nifl« Zeit!

I.'dri» Volk der Erd: glänzt Einst sein Tag in der (Oeschichtc,

Wo es strahlt im höchsten Lichte llnd mit hohem Nnkim sich kränzt.

Doch der Deutschen Tag wird Ilttz'iiien.

WK'un d:r Zeile» ftrete sich füllt. Schiller.

Bekanntmachung

_ y.'fiOiirn, die n-cht z» den Arni:en geboren oder mit ^.ieuslleistuvgen im Interesse der Heeresleitung nicht auc-drück- l'ch b:a»stragt sind, dürfe» das Operationsgebiet nicht betre­te» Zuwldrrbandkiingcn gegen diesen B-sthl werden bestrast. Krastivagm. die unberechtigter Weise das Operationsgebiet be- s.chren. mre^eii belchl-rgnahmt.

Den Truppe» zng.-dochte Liebesge-ben wolle man der Etav- pen ,sii pell!.'» fllfoi, Orle^iiIerl''bn!ws. übeimittel,i.

Der Oberlcinnandierende: lgez.) von Strantz.

Der Dank dev l. bayr. Arineekorps.

Das G p ii v e r ii c m t it t üborsendet uns das nachstehend« -cht'-b.-n zur f-eröfs.u-tlichung:

Nr. -ti>2. M. H. Qu.17 0 i; i

G»cneralle--:mando 1 Inner Armxkorvs An

das ft. ('«mnrmcnl der Festung Mel:

Betreff:

Änfnabnie durch die Bevölkerung.

Das Arm.-korps ist onl-'sticki ien-er Unie::,rü!.r,g in d>-r Umgegend re» ?'/ctz in den T'-en v.n» u i».»i d.-r Be- vötternna in s e b r e n t g eg e n k o m m e n d e r Wer!« auf. s! c n n in »mt morde n

Ick, treue mich, dies ieststellen \\\ !".»» und das

Goiivernemc.ii. meinen D-,iik der ^?völk:rung bekannt geben z» wollen.

(Gez.) o. Xnlatibcr.

. « Ein« fra n z S,t, ch « -post »ort«. 3» dem Gepäck «iittfl gefallenen französisch«, Offijiers fanden sich niedlich»» Posthartl« vor. von denen eine mit dem Feldpostbrief eine» Metzer Krtearr« an dessen hier wohnende Elten, gelangte. Dt. Vorderseite wel» den Vordruck und di« Quereinteilung der gewöhnlichen 0»rt« 1'omale", bi« RNckseile ober folgende Druckzeilen auf: '

OV.S222.L.22.S de Fer <ä© rust

TWAIN SPKCIAf.

Billet dAller et Retour

pour BERLIN

fJepart « tonte lietire

Visite des festes de Guillaume

Uiic choucroute garnie est Offerte i foul visiteur

Lw iTfinicrs arrives aurnnl droh i un poil dt* inouslacb«

Valable Aoöt*Septembre 1914«

lieb ersehn ng.

* Ostbalin r

Sonderiug

fcchrkm'le für f[m- nnv Uükfalfrt

nadj Dertin

Abfabil zu jeder Sliinde.

I'cfudi bei Wilifeims sterblichen Hederresten.

Ein Drllec Snuerlirant mit Leckage steht für jede» Be'uchcr bereit. Die ersten Vlnluimm!ii;gc haben Anspruch auf ein §chnurbarrt-HaaL

Blillto lür flugusi.September 1^1^.

?o albern und geschmacklos diese Poslliarle uns erscheint, si, sti zedensalk tm sirnch-nbrr Beweis für die derzeitige Slimmuno «n Paris, die es einem verrkickten Drucker - er neiint sich auf der Kaue: Louir Paris, 2!I, rne Sainionge ermöglichte, mit \o Kindlichen Scherzen sogar bei Ossizieren Geschäfte zu machen.

Liebesgaben für die 4 . Bayern.

Tas Bayer. -1. Inf.-R-.-gt.. das seit 1S71 in der Stabt Metz garnisoniort ist. sammelt siir seine im Feld: stehende» Ang-- rigen Liebesg.'b.-n. Es wird gebeten, solck-e im Gcschästsz-mmer der Prinz-Friedrich Karl-Kaserne abgeben zu wollen. Auch dte kleinste Gab: wird danfend angenommen. Ersatz-Batl. l. I R.

Invalideiimarken kleben.

Wir U'.':n g:b:I.-n. d : - t'in.znweise'i. daß die Invali-

denmark:» für n'st. neii-.v'!" P.-:>i.:.-Di:nsibotni. Arbei­ter wi - im Friedcii u\ :,.!:!; werdet miiiseii, 3o:i« betlnr-r.-i-V ist -.ilwe:'.- d .- .rrrst-nl:ck>: Aufi.'sst.:.g eniitan- den. da.-. Weit-.-r.t:b::i :n'i''r-..d d:s bi.-.uck>- nicht statt-

znsind.'n.

Beikebes'iarbrickt.

Ab tl. da. Mio. sind z.vi ch.n C a » r d r ü ck e n und Straß- i-n r g günstig- Zt'gvrrbindiingen ge!ch,ss.-r: Saarüriiiken ob i A',. SaargcinUnd an b.ill. Saarge-nünd ab 5,3.',. Hagenau an 7,M. Hagenau ab 720, Ctrastbnrg cm 7Straßbnrg ab 7.10. Hagv-nan u» 7.Z7>. Hag.-na» ab 7.10. Saargemiind an H.üh. -Saar* gemiind ob 0,:ir>, Saarbrücken o» 10,28 Uhr.

* Di: amtliche ..Clraßb. Corresp." teilt Folgendes mir:

Es ist Klage darüb.-r g.'sübrt wollen, daß B i e h h ä 11 d l c r in den Dörfern Bich zu Schleuderpreisen zu lmi> i«ti suchen, iii&ein sie eine von der M-!i!ärbehörd.- ,,r:sge. stellte Legitimation vorweiseii und angeben, das Bieh müsse für Truppen abgegelten »viden. Ainilich: Feststellniige» haben er- 0>&.'». dist es in Cinzekiäll.-n den Händlern tatsächlich geknngen ist. Bich z» Spottpreisen zu erw-.o.-n und daß die von den Händler» gezahlten Prelle ü:r Schlack.tvreh erheblich hinter dcn von den Truppen unnrittelkar rr-'zablten Pr-.-ZZ« zrtrv<Nt-:K«rr. Seitens des ,nstnndstr.-n le.en.-rnir.nnin.indno i/t nunmehr lvkl-h>

maliriien für Ä-iehhaadker sowrt zi-rnckgezogeii werde». Die Gendarmen und die iibr-g-'n P.'kiz iergan: sind demgemäß an- aewiesen worden. Blehhändlcr. bei denen derartige Scheine ge­sunden werden, diesen sogleich an Ort und Stelle obzan:'n-':n und den bet reisenden Piikitarbetzölden einznsenden.

Wohltätiglcitvkonzert.

Am Samsta.z abend fand imBürgerbrän" das Wohl­tätigkeits-Konzert statt, das Herr Obernnisilmeister B.-cker mit dem Musikkorps des 1. Bataillons Kgl. Sachs. Fußart.-Regt». Nr. 12 für die Hinterbliebenen der gesalleneii Helden des 10. Armeekorps veranstaltet halle. Wiederum waren die großen Räume des beliebten Etablissements bis ans den letzten Platz von einer patriotisch angeregten Menge Ivielit, welche die ge­fällige» Darbietungen mit wohinerdientein Beifall ausnahin. Das Programm war sorgiöltig ansgewädkt: es bol ,ieb::i Uasti- scheu Nummern wie den aur-gewählten Stücke» aus dem ..Fide- lio", der ewig ingendiri'chc» FreischHt--DiipeiIiire und Tonbil­der,1 ans WagnersLiegsried" die b ..unten, ihres E-ndricks stkis sicheren Theod. Köner'nhen Freih.il-.-lieder, di« als ein ti si lichcs Erbteil aus jener großen Zeit ans uns überkommen sind und »ns immer von neuem an den Patriotismus und an de» Hclden'uut erinnern, die die damals lobende Generation beseel­ten. Weilore gefällige Nummern des Programms bildeten Diersing's ..Auf der 8l>acht". bei dessen Wiedergabe ein hübjck)es, in der Entseniuiig geblasenes Trompelensolo verdiente Beach­tung fand, nnd Komzal'sWiener Bolksmusiit", das am 29. Ccpt. so großen Beifall gesunden hatte, daß «s Herr Decker «rsrenlicher jUeife wieder aus das Programm gefetzt halte. Cciuc dantensivertr Mitwirkung halt« der Metzer Rkäiinerge- fang Verein mit dem Kirchenchor Cr. Stephan Monlrgny" geliehen, die vereint unter ihrem tiichkigen, immer vorwärts strebenden Leiter Herrn Mnsiklehrer Schneider unter Orchestrr- begleituiig die zwei Nummern vortrugen, die tn dem am 29. Sepl. zum Besten des Noten Kreuzes statrgebabten .Konzrrre so überaus gesalle» hatten:Den Frühlingsgruß an das Vater­land" von B. Lachner und das Lied vomPrinz Engen, dem edlen Ritter", deren Vortrag wieder stürmischen Beifall her- norrles. Solcher wurde in gleich großem Maße Herr» Oporn- sänger Steinbach ans Rostock zu Teil, der. hier als Soldat in einem Artrürrlr-Rogrment ringezogen. auch feimrskits fein Können in den Dienst der edlen Sache stellte. Mit einer fono- reu trastvotlen Baßstimme ausgestattet, trug er dasGebet" ausLohengrln" und die bekannte Sarastro Arie ans derZan- berflöte" (In diesen heiligen Hallen! vor. die eine mächtige Wirkung auf das ausinerksam ziihörcnde Publikum ausübten und es höchlich begeisterten. Der Sänger gab darauf die Arte aus Lortziiig'e JvaffenschmledAuch ich war ein Jüngling mit lockigem Haar" zu. die hei der gesunden Sentimentalität, die ste atmet, nnd für die jeder Deutsche sehr empfänglich ist. über­aus anfprach. In diese Programmnummern waren noch allge­meine Lieder elngeslreut. als erstes das bekannte ..Stimmt an mit hellem hohen Klang" und das von Herrn Hauptmann Zenker von den 12. Sachsen gedichlele, seiner Zeit in derMetzer Ztg." abgedrnikte LiedMein Vaterland", das Herr Ober- Musikmeister Becker in zündende Musik gesetzt Kalt«. Den Schluß der dankenswerten Veranstaltung bildete der Gesang der Na­tionalhymne mit Orch.-sterbegleitiiiig. an die sich noch einige Zu­gaben der rilbrigen Kapelle schlossen. Das Konzert wies den ansehnlichen Ertrag von 7 23,82 Jl auf. Den Veranstaltern des Konzertes und allen denen, die durch ihr« Mitwirkung da« schöne Ergebnis ermöglichten, fei auch an dieser Stelle gedankt.

*Der Desangv«r«in im Felde. An den Metzer Männer-Gesangvercin schrieb dieser Tage ein Mitglied ans dem Felde:Liebwerte Sangeebrüder! Soeben lese ich in derMetzer Zeitung" die Bekanntmachung Ihrer Konzertausführung. Ich als Mitglied freue mich, daß di« Zurückgebliebenen fo entschlaf- fen zusammenhalten, um Mefe Ausführung und für solch ein« gute Sache, zu ermögliche»

Daß wir hier draußen einen sehr tatkräftigen und leistung»» fähigen Gesangverein gebildet haben, ist Ihnen Allen wohl te> kannt? 1. Tenor: die Infanterie, r. Tenor: die Feldartillerie, 1. Baß: die schweren Haubitzen. L. Baß: die Mörser.

Blos wollen di« Franzosen von unser«» Aufführung» nichts wissen. . . . 4

9 Rltj 6 fjt*ni Gruß Ihr alter Saiiges-Mdeft.

* 2ein "--jähriges D i c n st j n b i l a 11 in feierte am aamstag der in der Eisciibahii-Wertstätte zu Moutigu» tätig« Kupferschmied A d 0 l ,> h M a r« l s ch. Seine Arbeilrtollegen ließe» den Tag nicht vorübergehen. ohne den Jubilar durch Ueberreichung eines hübschen Geschenks in Gestalt einer Ta- scheinihr zu ehren.

' DerMetzer Liederlranz" veranstaltet znsam- men mit der Kap.-»: des Rhein. Fuß Artill -Regiments Nr. 8 (Od.'rmnttkme ner Hellwigi am Samstag, den 2! ds Ms. abends 8'; Uhr. das 2. W 0 h I t ä t! g k e i! s k 011 z e r t zu Gunfie» des Noten Kreuzes.

' NHl^Wirkung vom 7. Oli.'b.-r 1014 ist ei» A » snahin e- taris für > ii t c r aller Art tausgeuovimen Kelck.n Kok--.. Briketts. Zucker aller Art und Rohzucker! ;-.:i «.-'v in

Wi,g>-!il.,b!ingen zur überseeischen Aiirsuhr nach außerbeuischen Landern und bc-.it'ch.-'i Kolonien in Krakt getreten. Die In- t.-resk'nten sind vonns entsprechend verständigt worden *2» Kt Oesientlichleil soll der Taris nicht bekannt werden, um nicht im feindlichen Auslände Gegenmaßregeln hervorzurusen. Wir ersi.chen daher ergebenst, in Ihrem Blatte die erwäl-nte Maß- nähme unerwähnt und uneröilert zu laßen.

' 2 e k t i 0 n A' aus dem Earnifonfr iedhos Grä­ber aus der Zeit !i. f> s:i bis Kl. 1. HO wird neu belegt. Di« Grabkreuze und Denkmäler können von de» Angehörigen abge» holt werden. Garnlfonfrledhofokommission.

' Maul - und Klauenseuche. In St. Julien ist d!« Maul und Kkat-ensenche auegebrochen. Zum Sperrlvzitk geliö- reu die Gemeind.» St. I ilien, BantouL und Battrdi'eo, zum Beol»achiuiigsl>ettrt dte lyemelnden Mich, Vany und EhieiiUes.

' U n g l ü ck s f a l t. Heute vormittag gegen lO Ubr ereig­net: sich aus dem Fon Mosel ein Unglückssatt. Ein alter Mann namen» Tchui'ert <m» bet Vralllonsirasi«. toct \d>vaexltötVa \cVn Zoll, »nuivr von «inen» -amt» rNngl. V»S JOfljt 1.1)»eli juhr. Der

V-I i» da, Auto direkt hinein-

geiaii.-eii. r.'II Cb .,!,,t tiiüt mirfi -nuofaat d .-7 ^.t

KftfO CnH/lA

RE. S t r a si b n r g. 7. Ott. D:r wegen Landesverrat »:r- lolgte Fabritant H a e f f e r le -Gedweilcr ist. lautEisäsirr", Franzose. Die clsaß lothringiiche Ctaatsangehörigteit ist ihm im vergangenen Jahre aus ein Natiiralisationsgesnch hi» nicht bewilligt worden.

v' Maizierck sbei Metzi, kt. Olr. DsrAusschuß der Gemeinde M a i z i ö r e s bei Metz für freiwillige Hilfotütigleit im Kriege" hat der Freifrau von Gemmingeii-Hornberg in Metz den Betrag von l>00 ,ii für da« Note kreuz" ülvrsandt.

Ne i ch se l fe 11 b a h n v e r w a l l u n g. Versetzt: die Schass- »er Ini. Klei n non Di:t>'.e nach Saaralben. - In dm R.rh:- stand vers'tzt: Geh. Baural Zilaolss in Bischdeim, Eisenbahn- Obets.'trelär Rechnungsrot Breßler in Straßburg. Over- bahnbofsvorstrher L ö s s l e r in Rkülhanseu Nord, Obergiiter- Vorsteher Rechnnngsrat Matth lesen in Wel.i, Bahnhofsvor­steher ertiaerr in Diede.ihosen. Giiternorsteher Hilde- brand in Metz, die Bahnbossl'eiilnlter Breycr in Sent- heim. B r i s bo i s in Bellemburg und Ma j c r c s in Limg.'N, dlc Oberbalinafsistenten Conrad in Basel, Diehlo in Metz. Roes»er in Sennhciin und Schmitz in Straßbnrg. Kauz- teisekretär Körbcr in Straßbnrg. di« Lolomotivsilbrer Becker in Straßbnrg, Earbiner in Hagendingen, Die­trich in Saargemiind. P i c ch 0 t l a in Saarburg. L i tt n und Schnapp in Dicdcnhosen, die Zugführer G iin t h er in Mül­hausen. Müller in Saargemiind. Wolfs in Hagenau und Schweißberger in Metz, Lademeisrer Beisel in Deutsch- Oth, di« Rangiermeister Sonntag in Lnrembnrg und Wey­land i» E°ch. Wagenmcisler Zeidler in U-eckingen, die Bahnbossausfeher Do u vier in Heiligenberg. Peters in Liocourt und Recb in Menchhofc», die Packmeister Moser in Saargemiind nnd Wiest in Rieding, die Weichensteller l. Klasse Alda in Metz-Sablon »nd Wegener in Bellemburg.

Sprerstt'aal.

Für V'e unter dieser Rubrik erschienenen Artikel übernimmt die Redaktion keine Verantwortung.

(Anoiuiine Zuschrislcn finden keine Berücksichtigung.)

Akan schreibt uns:

Vor etwa 8 Tagen wurde belannt gemach!, daß Trocken­milch in der Markthalle verkauft weide. Seit dieser Zeit bemüht sich meine Frau, solche zu kaufen, kann al-er nirgend­wo solche bekommen, da niit Ausnahme eines einzigen Ge. fchaftsmannes in Montigny, dcsien Adresse mir leider nicht gelang zu ermitteln, kein LovcninHaber diese Trockenmilch taufe» will, wohl um bester die veraltete kondensierte Mitch in Dosen verlausen zu können. Abgesehen von der geringen Schmackhastigkeit der kondensierten Milch, sowohl süße wie ungesüßte, bietet die Trockenmilch den Vorteil der bequemeren Handhabung und grösseren Billigkeit, so daß sicher viele Fa­milien. gerade so wie ich, schon vergeblich nach dieser Trocken­milch fahndeten. Könnte hier die Stadt nicht eingreisen und die Händler vcranlasten, auch die Trockenmilch auf Lager zu halten oder doch den Einzel- bezw. Klrinverlauf in der Marli-

halle gestatten? Soll durch den Eigennutz der Händler der gesamten Bürgerschaft ein bequemes, billiges und gesunde« Nahrungsmittel vorenthalten werden dürfen? Es kann doch eine Familie von 2 bis 8 Köpfen nicht gleich ein ganzes Fast oder ein« ganze Kiste kaufen, und ander» wird die Trocken» milch in der Markthalle nicht verkauft. Hier ist dringend Ab« hülfe geboten! _ Einer für viele.

Derantwortlicher Redakteur: K. Fischer.

Derantwortlich für die Inserate und Reklamen: A. Druck.

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