ARCHIV

für rationelle Therapie

hauptsächlich

Homöopathie, pysiologische Biochemie, Naturheilkunde, Diätetik, Hygiene, Magnetismus und Psychiatrie.

Herausgegeben und redigiert von M. E. G. Gottlieb, H eidelberg, Ladenburgerstr. 20.

jys 11.

Sept.-Okt.

Jährlich erscheinen 6 Nummern. Bezugspreis für 12 Nummern 3 Mark. Einzelne No. 30 Pfg. Druck & Verlag von Karl Rohm in Lorch (Württemb.)

2 .

1907.

Jahrgang.

Manuskripte und Anfragen, den Inhalt der Zeitschrift betreffend, sind nur an denHeraus- geber zu adressieren. Abonnements, Inserate, Zahlungen wollen dagegen nur an den

Verleger adressiert werden.

Die Therapien.

Ihre Bedeutung, Unterschiede, Grundgesetze und Berechnungen zum

Heilerfolg.

Eine Studie von M. E. G. Gottlieb.

Fortsetzung. Biochemie Hensels.

Alle Rechte Vorbehalten.

Die Erschöpfung des Bodens und deren Folgen kann man auch in der unkultivierten Natur beobachten. Man kennt Gegen­den, welche früher dicht mit Tannen bewaldet waren und weit und breit keine Buche aufzuweisen hatten, in denen allmählich die Tannen eingingen und ganz von selbst Buchenwaldungen entstan­den. Zn diesen Beobachtungen reicht natürlich ein Menschenleben nicht aus, sondern man ist auf die Ueberlieferungen und die Er­forschung der Erdschichten angewiesen.

Interessante Beobachtungen hat auch Professor Jäger gemacht. Nach Versuchen, die man bei der Kartoffelzucht mit verschiedenen Dungarten angestellt hatte, stellte sich heraus, dass der Schweine­mist die schlechtesten Kartoffel ergab, die meistens krank und faul waren. Man fand dann heraus, dass dies daher kam, weil die Schweine hauptsächlich mit schlechten Kartoffeln gefüttert worden waren, da es ja üblich ist, die Schweine mit den schlechtesten Abfällen zu mästen. Daraus folgt auch ungesundes Schweinefleisch.

Diese Beispiele mögen genügen die schwerwiegende Tatsache von dem notwendigen ursprünglichen Mineral, als Aufbaumaterial der Pflanzen und in deren Folge, der Tiere und Menschen, ein­leuchtend erscheinen zu lassen.

Dass nun unsere Felder und Gärten durch die jahrhunderte lange Ausnützung erschöpft sind, ist ebenfalls leicht einzusehen. Bereits wiesen wir Eingangs dieses Artikels auf die Vorzüge der alpinen Vegetation hin, mit ihrem ursprünglichen Mineral. Aber

Wechsel der Waldbestände durch Er­schöpfung des Bodens.

Kartoffel­kultur und Düngung.