ARCHIV
für rationelle Therapie
hauptsächlich
Homöopathie, physiologische Biochemie, Naturheilkunde, Diätetik, Hygiene, Magnetismus und Psychiatrie.
Herausgegeben und redigiert von NI. E. G. Gottlieb, H eidelberg, Ladenburgerstr. 20.
M 12.
Nov.-Dez.
Jährlich erscheinen 6 Nummern. — Bezugspreis für 12 Nummern 3 Mark. — Einzelne No. 30 Pfg. Druck & Verlag von Karl Rohm in Lorch (Württemb.)
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1907.
Jahrgang.
Manuskripte und Anfragen, den Inhalt der Zeitschrift betreffend, sind nur an denHeraus- geber zu adressieren. — Abonnements, Inserate, Zahlungen wollen dagegen nur an den
Verleger adressiert werden.
Die Therapien.
ihre Bedeutung, Unterschiede, Grundgesetze und Berechnungen zum
Heilerfolg.
Eine Studie von M. E. G. Gottlieb.
Fortsetzung. — Biochemie Hensels.
Alle Rechte Vorbehalten.
Denkende Forscher haben nun eingewendet, dass die Pflanze Vitalisierte zum Aufbau wohl Urgestein und Mineral verwende und benötige, Mineralsalze, dass dies aber dem tierischen und vor allem dem menschlichen Organismus unmöglich sei. Damit das Mineral als Aufbau material für Letztere assimilierbar sei, müsse es durch die Pflanze hindurchgegangen sein und dadurch die Vitalität 1 ) gewonnen haben. So sehr diese Schlussfolgerungen den »denkenden« Menschen beweisen, was gewiss eine Art Compliment ist, so haben doch die Erfahrungen aller Zeiten gezeigt, dass alle Theorien, wenn sie in Extreme ausarten, (und diese Auswüchse bleiben auch nicht der höchsten Erkenntnistheorie erspart) am Ziele ebenso vorbeischiessen, wie die unter ihr Stehenden. Wir haben dies bei den fanatischen Salzfeinden gezeigt, und gleichfalls im Bazillenaberglauben. Ein gutes und brauchbares Sprichwort, das leider den Geist der Menschen zu wenig beseelt, sagt: „ All zu scharf schneidet nicht“ Bezüglich der Vitalität der Mineralsalze haben wir bereits unsere Ansichten auf p. 54 gebracht und bitten wir, das hier Einschlägige dort nachzulesen, da wir aus Sparsamkeitsrücksichten betr. des uns zur Verfügung stehenden Raumes, darauf verzichten müssen, zu wiederholen. Nur die Quintessenz geben wir noch einmal, damit keine Lücke in den weiteren Ausführungen entstehe. „Der Kreislauf des Lebens macht die Vitalität eines Mineralmoleküls zu einer jeweiligen Vita j ität
1 ) Lebensfähigkeit für den tierischen Organismus.
