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Friedrich Schiller:

Der Verbrecher aus verlorener Ehre

Der Denuswagen * Die schlimmen Monarchen u. a.

FRIEDRICH SCHILLER, geboren am 10. Nov. 1759 in Marbach, gestor­ben zu Weimar am 9. Mai 1805. Nicht jenen Gala-Schiller, den brave Literaturgeschichten als eine Art von Backfischideal und nichts­sagenden Rhethoriker zurechtge­rückt haben, wollen wir an der Schwelle des Friedensjahres und der neuen Zeit begrüßen. Einem Größeren mag unser Erinnern gel­ten. Dem Glühenden, dem dämo­nischen Regimentsmedikus Fried­rich Christoph Schiller, der als Sohn eines zum Major avancierten Ba­dergehilfen und einer Gastwirts­tochter geboren, durch zweifel­haft Fürstengunst mit vierzehn Jahren in die militärisch geleitete Karlsschule zu Ludwigsburg ge - langt war. Der dort schwer unter dem Druck der soldatischen Er­ziehungsmethode zu leiden hatte, aber durch allen Drill und Zwang seine nach Freiheit verlangende Seele ungebändigt hindurchführte und nach Beendigung juristischer und medizinischer Studien im De­zember 1780 aus der Akademie entlassen wurde und zu Stuttgart Anstellung im Regiment Auge fand. Begeistert an den republikanischen Helden des Plutarch, und in heim­licher Lektüre genährt mit Shake­speares dichterischem Feuer, voll­endete der 20 jährige sein Schau­spielDie Räuber", das bei der ersten Aufführung zu Mannheim

Schiller in Karlsbad

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im Januar 1782 ungeheuren, volks­tümlichen Beifall fend. Dem landes­väterlichen Groll des Herzogs, her­vorgerufen durch mancherlei dich­terische Unbotmäßigkeit, entzog sich Schiller am 22.Sep.1782 durch die Flucht aus Stuttgart mit einem Freunde, dem Musikus Streicher nach Mannheim. In freundschaft­licher Geborgenheit überwinterte derDichter auf dem Wolzogenschen Gute Bauerbach bei Meiningen. Von da brachte er, nachdem 1783 dasFiesko"-Drama erschienen war, die dritte Tragödie mit:Luise Millerin" (Kabale und Liebe). Der von den Volksgenossen umjubelte, wenn auch karg besoldete Theater­dichter des Mannheimer Intendan­ten Dalberg fand 1785 neue Muse und sommerliche Gastfreundschaft im Körnerschen Haus zu Leipzig. Einer Zusammenkunft mit Goethe folgte 1788 die Übersiedlung nach Weimar, im Jahr darauf die Über­nahme einer Professur für Geschich­te in Jena. Der stürmische Anbeter Charlotte v. Kalbs, der Frau Haupt- mannVischer (Laura) und Henriette v. Arnims verheiratete sich 1790 mit Lotte v. Lengefeld. Hier endet seine kleinbürgerliche Misere der Armut, aber auch die Sturmperiode seines frühen, revolutionären Schaffens. Die großen Dramen der zweiten Reihe sind: Die Wallenstein- Tragödie (1800);Maria Stuart" (1801);Die Jungfrau von Orleans"

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