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bestehenden Verhältnisse unterrichtet war, wurde eine Versammlung von Offizieren angeordnet, und nach einer eingehenden Diskussion, an der auchGoegg und Werner Th eil nahmen, der Beschluß gefaßt, den Kampf nicht aufzugeben, besonders da man noch in Ungarn und Italien kämpfe und Rastatt noch in den Händen der Unserigen sei; es wurde ferner beschilossen, gegenüber der heranrückenden preußischen Uebermacht bei Freiburg keine Schlacht anzunehmen, sondern den Rückzug nach dem Seekreis fortzusetzen und dann nach Umständen zu handeln. Diese Bewegung stände uns vollständig frei, da sie durch die Truppen von Becker und Willich, die bereits im Schwarzwald operirten, geschützt sei.

Am nämlichen Tage (3. Juli) stellte wider alles Erwarten Struve den Antrag in der konstituirenden Versammlung, die noch in Freiburg tagte, daß die Armee aufgelöst und entlassen werden sollte; aber die große Majorität der Mitglieder widersetzte sich diesem Antrag; auch ich selbst ging in die Versammlung und sprach dagegen. Mit Ausnahme Struve's stimmten alle Mitglieder für die Fortsetzung des Krieges. In Über­einstimmung mit diesem Beschluß und den in der Offi­ziersversammlung ausgesprochenen Ansichten traf ich sogleich alle nothwendigen Maßregeln.

Es waren damals (die 1500 Mann mit 6 Geschützen und einer Abtheilung unter Becker und Willich nicht gerechnet) noch etwa 7000 Mann Linie und Volkswehr mit 7 Schwadronen Kavallerie versammelt, die ich durch einen Befehl vom 3. Juli in 3 kleine Divisionen ein- theilte. Oberst Köhler wurde zum Kommandanten der 1. Division (Linientruppen) ernannt; Oberst Blenker zum Kommandanten der 2. Division (Pfälzer); Oberst I. PH. Becker zum Kommandanten der 3. Di­vision (Volkswehren) mit Mercy und Doll als Kommandanten des linken Flügels dieser Division. Den Obersten Fuchs ernannte ich zum Chef der Artillerie, den Obersten Henecka zum Kommandanten der Kavallerie und reitenden Batterie und den Major Wild zum Generalinspector aller Waf­fengattungen. Im Stabe sungirten L. Schlinke (Gen. Quartiermeister), als General-Adjutant an der Stelle