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Rennthiermilch ist die Hauptnahrung des einfachen, höchst genügsamen Lappländers. Leine Rennthiere sind sein Reichthum. Er bringt diese sehr fette Milch auf verschiedene Weise zu Tische. Im Sommer, der freylich nur sehr ku;e Zeit dauert, wird sie mit einer Art breit- blattrigem Sauerampfer, der in den Bergthälern wächst, abgekocht, bis sie gerinnt. Ist dieß geschehen, so schöpft man die Molken ab, und verwahrt das Geronnene in Blasen, die um frisch zu bleiben, in die Ecde verbor­gen werden. Im Winter wird die Milch in Gefäße gegossen, wo sie gerinnt: auch friert sie nun, und laßt sich auf diese Art leicht aufbewahren. Was später im Winter gemolken wird, mischen die Lappländer mit den Beeren der schwarzen gestreckten Affen-Beere, Etnpe* trum nigrum, und füllen damit den Magen von einem Rcnnthier, den sie vorher sauber gereinigt haben. Die ganze Masse friert bald so hart, wie Stein, und muß mit der Magcnhaut zerschnitten werde«, wenn man da­von genießen will. Der Vorschneider ist sogar genö­thigt, diese Arbeit mit einem k einen Beile zu verrichten, mit einen gewöhnlichen Messer kömmt er nicht zum Ziel. Eine solche Scheibe, die er abgehauen hat, wird hierauf in kleinere Stücke zertheilt, und in der Mittagsstunde Von der Familie aufgezehrt. Es soll gut schmecken, aber die Zähne des, an sehr harte Winter gewöhnten Läpp- länders gehören dazu, um beym Genuß dieses Eiebissen nicht vor Frost zu zittern.

Auch wird bisweilen die butterreichste Rcnnthier- milch mit Fleisch und Früchten gemischt, aber der Butter ungeachtet, die dem Froste widerstehen soll, wird ein sehr kaltes Essen daraus.

Wenn noch im höchsten Winter Milch von der Heerde genommen wird, so friert sie augenblicklich. Sre

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