Wird in kleinen hölzernen Töpfen als ein Leckerbissen aufbewahrt, denn ihr Geschmack soll vorzüglich seyn. Wenn davon genossen werden soll, wird das Gefäß dem Feuer nah gebracht, und mit Löffeln davon gegessen, was aufthaut.
Auch Käse bereitet der Lappländer aus der Renn« Ihiermilch, aber nicht ans dem abgenommenen Rahm, wie Kuh - und Schafkäse verfertigt werden, sondern aus der Milch im Ganzen, die außerordentlich fett ist. Nicht so reich an Rennchieren, als die Lappländer im im Gebirge, sind die an den Seeküsten. Diese halten Kühe, Schafe und Ziegen. Um zu buttern, haben sie kein andres Werkzeug, als die Hand: ihre Frauen quetschen und drücken den Rahm so lange zwischen den Fingern bis die Butter sich trennt und fest wird.
Eine weitere Nahrungsquelle im Winter ist dem Lappländer die Jagd. Der Gebirgbcwohner jagt mit sechs bis acht Hunden wilde Rennthiere. Die Beute wird im Zelte in schickliche Stücke zerschnitten, und ohne vorhergegangenes Reinigen, gekocht. Ist das Fett abgeschöpft und gesammelt, das Fleisch gar, so wird es aus der Suppe, mit einer hölzernen Gabel, herausge« hoben und in so viele Stücke zerschnitten, als Leute da sind, die Eßlust haben. Die Suppe bleibt dabey stehen. Jeder Gast nimmt denn sein Stück mit der Gabel, taucht es in das Abgeschöpfte, und verschlingt, wahrend er jenes genießt, bisweilen einen Löffel voll von der Suppe. Dieß ist ein köstliches Mittagmahl, nach lappländischem Geschmack.
Daß die Lappländer ihre Jagdbeute roh verzehren, ist der Wahrheit zuwider.

