sehr liebt. Er weiß, daß durch Uebung die Kräfte sich mehren und der Leib erstarkt, darum beginnt der junge Lappländer schon sehr früh, selbst seine Spiele so einzurichten, daß jener Zweck dabcp erreicht wird. Er springt über einen Stock, den ibni seine Kamme­raden in horizontaler Richtung vorhalten, und wird dadurch nach und nach geschickt, große Sprünge über angclaufne Bache und über Felsen-Stücke, ohne Ge­fahr zu machen. Andre suchen sich am Gürtel zu ergreifen und in die Höhe zu heben; andre ringen, und dieses Spiel üben sie hauptsächlich im kalten Winter, wenn sie auf Reisen wegen allzu schlimmer Witterung rasten, oder irgendwo verweilen müssen, um ihren Rcnnthieren Zeit zu lassen, unter dem Schnee ilw Futter hervor zu suchen.

In der Regel erreichen die Lappländer ein hohes Alter; hundertjährige Greise sind keine große Sel­tenheit: aber bäusig findet der Beobachter Männer von sicbcnzig, achtzig und selbst von neunzig Jahren, die noch die höchsten Berge erklettern, bcschwerlichcWald- wcgc bewandert'., ihren Kahn noch mit voller Leichtigkeit lenken, und die gewohnten Verrichtungen ihres Haus­wesens mit fast jugendlicher Thätigkeil besorgen. Selten bekommen sie graue Haare, außer in sehr hohem Alter.

Fühlt ein kranker Lappländer das Herannahen des Todes, so beschickt er irgend einen Wahrsager, deren es dort mehrere gibt, um zu erforschen, ob er genesen oder sterben werde. Erfolgt die letztere Ant­wort, so ermähnen ihn seine Freunde, an Gott und den Erlöser zu denken. Ist der Kranke todt, so vcr-