lassen alle biskerigcn Bewohner die Hätte, worin der Leichnam liegt, aus Aberglauben, die Seele des Abgcschicdncn verweile noch darin und könne sie der schädigen. Nach einigen Tagen kommen sie wieder, wickeln den Leichnam in ein Stück feinen Zeug, wenn er im Leben gut und angesehen oder reich war: isi alles dieß nicht, so versieht ein grobes Stück Tuch die nähmlichen Dienste. Andre werden auch in ihre besten Kleider gekleidet, und von einer dazu,bedun­genen Person in einen Sarg gelegt, der einfach ge­nug ist; ein ausgeholter Baumstamm, dessen Hölung oft nicht durch menschliche Nachhülfe zugerichtet wor­den, sondern durch Länge der Zeit entstanden ist. In waldarmcn Gebirgen wird der eingewickelte Leichnam in einen Schlitten gepackt und so zur Erde bestattet. Gern wählen sie eine abgelegne Wald- Gegend, weit von der Hütte zum Bcgräbnißplatz der Schlitten wird umgeworfen, so daß die Leiche darunter liegt, und nun mit Rasen und Aestcn be­deckt, damit diese noch einige Zeit frisch bleibe und keine Beule wilder Tbicre werde. Ist eine Felsen­höhle in der Näbe, so wird die Leiche darin beyge- setzt und die Ocffnung mit Steinen versperrt.

Man legt Feuerzeug und ein Beil mir in den Sarg eines Mannes, an die Seite eines Weibes Nadel und Scheere: denn der Lappländer glaubt, jenseits mögten dergleichen Werkzeuge zur Haushal­tung und Arbeit nützlich seyn. Lappländer, die we­gen ihrer weiten Entfernung von einer Kirche, noch im Stillen an allen heidnischen Gebrauchen ihrer

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