bens naher fuhren: er springt, lauft, ringt, und der Jüngling legt nicht einmal beym Tanze seinen Speer aus der Hand, denn sein Tanz selbst ahmt Kampf und Gefecht nach.
Er hat eine Heimath, woraus ihn noch kein Eroberer z» verdrängen, worin ihn noch nie ein Sieger unterjochen konnte, und dieses Eigenthum des Landes ist sein Stolz, den der Großvater schon früh auf Enkel und Enkelinnen vererbt, und womit er jedem, der nicht seines Stammes ist, lästig wird. Das ganze Volk theilt sich in Stämme, und jeder Stamm hält auf das innigste zusammen, folgt seinem Stammsführer, oder Schech, wovon mehrere unter einem Emir stehen, überall hin, und wird nach Patriarchen-Sitte von ihm geleitet.
Kameele, Dromedare, Pferde, Kühe, Ochsen, Schafe, Ziegen machen den Reichthum der Beduinen aus, und mancher besitzt eine große Anzahl von diesen nützlichen Hausthieren. Sie sind es,' die ihn und seine Familie nähren und kleiden, und selbst sein Haus nimmt er von ihnen. Zu der Familie eines Beduinen gehören oft mehrere Frauen, (denn viele Weiber gehören zur Landessitte,) viele Kinder und Sklaven, die er auf Streifzügen gemacht hat. Wer nicht zu seinem Volke, oder Stamme gehört, ist sein Feind, wenn er nicht Schutz sucht, und durch Bezahlung eines Tributes erhält. Daher ist der Beduine ein eben so rascher Krieger, als ein amsiger Hirt, und, überall auf seinen Ebnen von dem flüchtigsten Pferd umhergelragen, gleich bereit

