dic Hyäne, oder den Wolf von dem Raub seiner Heerdeu abzuwehren, als den reisenden Kaufmann anzufallen, auszuplündern und zum Sklaven zu machen. Ist der Wcidcstcck vom Vieh abgcgras't, wird der Gewinn aus dein Stegreif sparsamer, so zieht der Stamm von bannen, und sucht andre Stellen, wo wieder Wasser und Weide zu finden ist. Der neugewahltc Platz ist dann noch nicht bekannt, und unwissende Reisende fallen den Laurcrn in die Hände.

Zu einer solchen Lebensweise gehört ein Haus, oder Zelt, wie es meine Leser auf der zweyten Tafel

5. erblicken; ein Zelt, niedrig, aber lang, mei­sten Theils in der Mitte, der Lange nach, mit einer Scheidewand versehen, und von einem großen Stück Tuch gedeckt, das aus schwarzen Ziegenhaaren von dem weiblichen Theil der Beduinen verfertigt wird. In der einen Abtheilung wohnen die Frauen und Mädchen, in der andern der Besitzer. Die Sklaven liegen bey der Heerde. Das Gcrathe ist sehr ein­fach. Stühle, Tische, Kommoden sind wandernden Hirtrn-Völkern selten bekannt: was nicht zum höch­sten Bedürfniß gehört, wird aus der Haushaltung verwiesen, denn es beschwert dic Lastlhiere, erschwert das Aufbrechen von einem Drt zum andern, und entzieht nöthigeren Gegenständen den Raum. Diese bestehen in ledernen Schläuchen, um Wasser einzu­sammeln, in Sacken mit Korn, Reis und andern Verrathen, in kupfernen und steinernen Töpfen, in einigen Platten zum Brodbackcn, Kaffeekesseln, und