nichfaltiger. Fleisch von Landthicrcn, Vögeln und Fischen pflegen sie entweder zu kochen, oder zu rö­sten. Unter den genießbaren Thieren der Insel zeich­net sich eine Fledermaus von der Größe eines Huhns aus. Der Häßlichkeit ungeachtet wird dieses Geschöpf geschlachtet, und soll wohlschmeckender, als der beste Fas'.n seyn. Das Getränk wird gewöhnlich aus einer Mischung von Honigwein, und gekochtem Was­ser bereitet: bevdes ist auch ungemischt im Gebrauche.

Die Madekassen sind größten Theils sehr gutmüthige, gegen andre wohlwollende Menschen; der Umgang mit Europäern hat sie mißtrauisch, und die Noth­wendigkeit, sich und ibre Freyheit zu sichern, biswei­len grausam, und verrätherisch gemacht. Sie sind von Natur weder bösartig, noch dumm. Ihre Ar­beiten verrathen Einsicht. Sie schmelzen das Eisen und andrcMctallc und verarbeiten solche zu ihrcnGcrathschaf- tcn: ihre Matten, Körbe, Töpfe, Mörser, Speere,Pfeile, Mesicr und andre Gegenstände sind zierlich und dauer- haftnnd erfüllen ihre Absicht. Zwarweite Reisen zur See kann ihr hölzerner Kahn nicht ausdauern, aber zum Fischfang anf den Flüssen, und an dem See-Gestade ist er ganz tauglich. Sogar bis zur Schrcibekunst sind mehrere, unter der Leitung der Dmbiasscn, oder Priester gekommen. Diese verstehen und schreiben arabisch, und bedienen sich statt des Papiers der Rinde einer Schilfgattung, von ihnen Sanga-Sanga genannt. Die Tinte wird aus der Rinde des Bau­mes Arandrako gekocht, und die Feder aus dünnem Bambus-Rohr geschnitten.

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